29.06.26
07:16
Reuters
Frankfurt, 29. Jun (Reuters) - Die asiatischen Börsen haben zum Wochenstart nur schwer eine gemeinsame Richtung gefunden. Die Aussicht auf neue US-Iran-Gespräche am Dienstag hievte die meisten Indizes nach anfänglichen Verlusten zwar ins Plus, doch Sorgen über Handelsstreitigkeiten zwischen China und Japan sowie fallende Technologieaktien grenzten die Gewinne ein. In China rückten die Börse Shanghai(.SSEC) und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) um jeweils rund ein Prozent auf 4064 und 4910 Punkte. Zuvor hatten sie in der Spitze in etwa genauso stark nachgegeben. In Tokio notierten der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) und der breiter gefasste Topix(.TOPX) kaum verändert.
"Es scheint, als fehle dem Markt die Richtung", sagte Nick Twidale, Chefstratege bei ATFX Global in Sydney. "Weitere positive Nachrichten aus dem Nahen Osten könnten für Impulse sorgen." Die USA und der Iran wollen laut einem Medienbericht am Dienstag in der katarischen Hauptstadt Doha ihre Verhandlungen fortsetzen, bei denen es auch um die Straße von Hormus geht. Der Konflikt zwischen den beiden Ländern hatte sich am Sonntag mit wechselseitigen Attacken wieder verschärft.
Zudem drückten Sorgen über hohe Bewertungen von Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) weiterhin auf Technologiewerte. Es gebe eine wachsende Unsicherheit darüber, "wann sich die Investitionen in einem Gewinnwachstum niederschlagen, das die aktuellen Bewertungen rechtfertigt", erklärte Marktanalyst Tony Sycamore von IG. Südkorea will nun mit einem riesigen Investitionsprogramm seine Vormachtstellung in der Chip- und KI-Branche festigen. Medienberichten zufolge könnten die Gesamtinvestitionen in den kommenden Jahren eine Billiarde Won (umgerechnet rund 569 Milliarden Euro) übersteigen.
Für Verunsicherung sorgte auch der Handelsstreit zwischen Peking und Tokio. Das chinesische Handelsministerium setzte 20 japanische Einrichtungen, darunter Töchter von Mitsubishi(8058.T) und Fujitsu(6702.T), auf eine Exportkontrollliste und warf Japan eine "Remilitarisierung" vor.
| Asiatische Aktienindizes am | Kurse um 08:00 | Veränderung in |
| Montag | Uhr | Prozent |
| Nikkei(.N225) | 69.295,59 | -0,1% |
| Topix(.TOPX) | 3.968,88 | +0,1% |
| Shanghai(.SSEC) | 4.063,51 | +0,9% |
| CSI300(.CSI300) | 4.909,56 | +0,9% |
| Hang Seng(.HSI) | 23.085,59 | +1,8% |
| Kospi(.KS11) | 8.524,44 | +1,4% |
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| Währungen | Kurse um 08:00 |
| Uhr | |
| Euro/Dollar(EUR=) | 1,1394 |
| Pfund/Dollar(GBP=) | 1,3207 |
| Dollar/Yen(JPY=) | 161,80 |
| Dollar/Franken(CHF=) | 0,8091 |
| Dollar/Yuan(CNY=) | 6,7958 |
| Dollar/Won(KRW=) | 1.537,70 |
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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29.06.26
07:16
Reuters
Frankfurt, 29. Jun (Reuters) - Die asiatischen Börsen haben zum Wochenstart nur schwer eine gemeinsame Richtung gefunden. Die Aussicht auf neue US-Iran-Gespräche am Dienstag hievte die meisten Indizes nach anfänglichen Verlusten zwar ins Plus, doch Sorgen über Handelsstreitigkeiten zwischen China und Japan sowie fallende Technologieaktien grenzten die Gewinne ein. In China rückten die Börse Shanghai(.SSEC) und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) um jeweils rund ein Prozent auf 4064 und 4910 Punkte. Zuvor hatten sie in der Spitze in etwa genauso stark nachgegeben. In Tokio notierten der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) und der breiter gefasste Topix(.TOPX) kaum verändert.
"Es scheint, als fehle dem Markt die Richtung", sagte Nick Twidale, Chefstratege bei ATFX Global in Sydney. "Weitere positive Nachrichten aus dem Nahen Osten könnten für Impulse sorgen." Die USA und der Iran wollen laut einem Medienbericht am Dienstag in der katarischen Hauptstadt Doha ihre Verhandlungen fortsetzen, bei denen es auch um die Straße von Hormus geht. Der Konflikt zwischen den beiden Ländern hatte sich am Sonntag mit wechselseitigen Attacken wieder verschärft.
Zudem drückten Sorgen über hohe Bewertungen von Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) weiterhin auf Technologiewerte. Es gebe eine wachsende Unsicherheit darüber, "wann sich die Investitionen in einem Gewinnwachstum niederschlagen, das die aktuellen Bewertungen rechtfertigt", erklärte Marktanalyst Tony Sycamore von IG. Südkorea will nun mit einem riesigen Investitionsprogramm seine Vormachtstellung in der Chip- und KI-Branche festigen. Medienberichten zufolge könnten die Gesamtinvestitionen in den kommenden Jahren eine Billiarde Won (umgerechnet rund 569 Milliarden Euro) übersteigen.
Für Verunsicherung sorgte auch der Handelsstreit zwischen Peking und Tokio. Das chinesische Handelsministerium setzte 20 japanische Einrichtungen, darunter Töchter von Mitsubishi(8058.T) und Fujitsu(6702.T), auf eine Exportkontrollliste und warf Japan eine "Remilitarisierung" vor.
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)