26.06.26
06:13
Reuters
Frankfurt, 26. Jun (Reuters) - Nachlassende Versorgungsängste haben den Ölpreis zum Wochenschluss gedrückt. Das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) verbilligten sich in der Spitze um mehr als zwei Prozent auf 73,70 beziehungsweise 70,34 Dollar je Fass. Auf Wochensicht sind die Notierungen um jeweils acht Prozent eingebrochen. Zeitweise waren sie auf das Niveau vor Beginn des Iran-Krieges gefallen. Der Raffinerieriese Saudi Aramco nahm am Freitag nach einer fast viermonatigen Unterbrechung die Verladung von Öl an seinem Terminal in Ras Tanura am Persischen Golf wieder auf, wie Versanddaten der LSEG zeigten. Zudem passierten weitere gestrandete Öltanker die Straße von Hormus. Der Markt reagiere auf die gestiegenen Liefermengen und China habe die Rohölnachfrage noch nicht wieder angekurbelt - das drücke die Preise, sagte June Goh, Senior-Analystin für den Ölmarkt bei Sparta Commodities.
Laut Daten vom Donnerstag sind die Rohöllieferungen durch die Straße von Hormus in dieser Woche auf den höchsten Stand seit Beginn des Konflikts mit dem Iran im Februar gestiegen. Gleichwohl machte das Verkehrsaufkommen weiterhin nur einen Bruchteil des Tagesdurchschnitts von 125 Schiffen aus, die die für den Öltransport wichtige Meerenge vor Beginn des Konflikts Ende Februar passierten. Ein Großteil des Anstiegs sei darauf zurückzuführen, dass die aufgrund der monatelangen Blockade gestrandeten Schiffe den Persischen Golf nun verließen, schrieben die Analysten von ING in einem Kommentar. "Der Schiffsverkehr in den Golf hinein bleibt weiterhin deutlich geringer." Damit könnte es wieder zu einem Rückgang des Verkehrsaufkommens kommen, sobald alle gestrandeten Schiffe den Golf verlassen hätten.
(Bericht von: Mohi Narayan, Daniela Pegna, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging:
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Reuters
Frankfurt, 26. Jun (Reuters) - Nachlassende Versorgungsängste haben den Ölpreis zum Wochenschluss gedrückt. Das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) verbilligten sich in der Spitze um mehr als zwei Prozent auf 73,70 beziehungsweise 70,34 Dollar je Fass. Auf Wochensicht sind die Notierungen um jeweils acht Prozent eingebrochen. Zeitweise waren sie auf das Niveau vor Beginn des Iran-Krieges gefallen. Der Raffinerieriese Saudi Aramco nahm am Freitag nach einer fast viermonatigen Unterbrechung die Verladung von Öl an seinem Terminal in Ras Tanura am Persischen Golf wieder auf, wie Versanddaten der LSEG zeigten. Zudem passierten weitere gestrandete Öltanker die Straße von Hormus. Der Markt reagiere auf die gestiegenen Liefermengen und China habe die Rohölnachfrage noch nicht wieder angekurbelt - das drücke die Preise, sagte June Goh, Senior-Analystin für den Ölmarkt bei Sparta Commodities.
Laut Daten vom Donnerstag sind die Rohöllieferungen durch die Straße von Hormus in dieser Woche auf den höchsten Stand seit Beginn des Konflikts mit dem Iran im Februar gestiegen. Gleichwohl machte das Verkehrsaufkommen weiterhin nur einen Bruchteil des Tagesdurchschnitts von 125 Schiffen aus, die die für den Öltransport wichtige Meerenge vor Beginn des Konflikts Ende Februar passierten. Ein Großteil des Anstiegs sei darauf zurückzuführen, dass die aufgrund der monatelangen Blockade gestrandeten Schiffe den Persischen Golf nun verließen, schrieben die Analysten von ING in einem Kommentar. "Der Schiffsverkehr in den Golf hinein bleibt weiterhin deutlich geringer." Damit könnte es wieder zu einem Rückgang des Verkehrsaufkommens kommen, sobald alle gestrandeten Schiffe den Golf verlassen hätten.
(Bericht von: Mohi Narayan, Daniela Pegna, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging: