26.06.26
03:39
Reuters
Sydney/Peking/Tokio, 26. Jun (Reuters) - Preiserhöhungen beim US-Konzern Apple(AAPL.O) und Sorgen um den Tech-Sektor haben den asiatischen Börsen zum Wochenschluss deutliche Verluste eingebrockt.
Die japanische Börse in Tokio tendierte am Freitag schwächer, wobei der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 3,8 Prozent auf 69.602,72 Punkte nachgab. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 1,3 Prozent niedriger bei 3.965,72 Zählern. Auch in China zogen sich die Anleger zurück: Die Börse Shanghai(.SSEC) verlor 1,8 Prozent auf 4.045,48 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel um 2,5 Prozent auf 4.895,68 Punkte.
In Tokio sorgte ein Medienbericht über eine mögliche Verschiebung des Börsengangs von OpenAI für schlechte Stimmung. Die Aktien des Technologieinvestors SoftBank(9984.T), der stark auf das KI-Unternehmen setzt, brachen um mehr als zwölf Prozent ein. Auch andere KI-Schwergewichte wie Advantest(6857.T) und Tokyo Electron(8035.T) gehörten zu den Verlierern. "Die Nachricht war negativ für die SoftBank-Gruppe und die Anleger insgesamt, da KI im Zentrum des Marktes steht", sagte Analyst Shuutarou Yasuda von Tokai Tokyo Intelligence Laboratory. Gegen den Trend legten der Chipentwickler Renesas Electronics(6723.T) und der Autobauer Toyota(7203.T) zu.
Zudem rückte die Geldpolitik wieder in den Fokus, nachdem die Kerninflation in Tokio im Juni auf 1,6 Prozent gestiegen war. Ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran linderte zwar die globalen Inflationssorgen, doch die Nachwehen des Nahostkonflikts treiben die Energiepreise in Japan weiter an. "Die Auswirkungen der Lage im Nahen Osten breiten sich vor allem über den Energiesektor aus", erklärte Ökonomin Kanako Nakamura vom Daiwa Institute of Research. Dies heizt Spekulationen an, dass die japanische Zentralbank Bank of Japan (BOJ) nach ihrer jüngsten Zinserhöhung auf ein 31-Jahres-Hoch die Zügel weiter anziehen könnte, was die Aktienmärkte zusätzlich belastet.
(Bericht von Stella Qiu, Sam Li, Lewis Jackson, Junko Fujita, Leika Kihara und Makiko Yamazaki, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
26.06.26
03:39
Reuters
Sydney/Peking/Tokio, 26. Jun (Reuters) - Preiserhöhungen beim US-Konzern Apple(AAPL.O) und Sorgen um den Tech-Sektor haben den asiatischen Börsen zum Wochenschluss deutliche Verluste eingebrockt. Die japanische Börse in Tokio tendierte am Freitag schwächer, wobei der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 3,8 Prozent auf 69.602,72 Punkte nachgab. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 1,3 Prozent niedriger bei 3.965,72 Zählern. Auch in China zogen sich die Anleger zurück: Die Börse Shanghai(.SSEC) verlor 1,8 Prozent auf 4.045,48 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel um 2,5 Prozent auf 4.895,68 Punkte.
In Tokio sorgte ein Medienbericht über eine mögliche Verschiebung des Börsengangs von OpenAI für schlechte Stimmung. Die Aktien des Technologieinvestors SoftBank(9984.T), der stark auf das KI-Unternehmen setzt, brachen um mehr als zwölf Prozent ein. Auch andere KI-Schwergewichte wie Advantest(6857.T) und Tokyo Electron(8035.T) gehörten zu den Verlierern. "Die Nachricht war negativ für die SoftBank-Gruppe und die Anleger insgesamt, da KI im Zentrum des Marktes steht", sagte Analyst Shuutarou Yasuda von Tokai Tokyo Intelligence Laboratory. Gegen den Trend legten der Chipentwickler Renesas Electronics(6723.T) und der Autobauer Toyota(7203.T) zu.
Zudem rückte die Geldpolitik wieder in den Fokus, nachdem die Kerninflation in Tokio im Juni auf 1,6 Prozent gestiegen war. Ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran linderte zwar die globalen Inflationssorgen, doch die Nachwehen des Nahostkonflikts treiben die Energiepreise in Japan weiter an. "Die Auswirkungen der Lage im Nahen Osten breiten sich vor allem über den Energiesektor aus", erklärte Ökonomin Kanako Nakamura vom Daiwa Institute of Research. Dies heizt Spekulationen an, dass die japanische Zentralbank Bank of Japan (BOJ) nach ihrer jüngsten Zinserhöhung auf ein 31-Jahres-Hoch die Zügel weiter anziehen könnte, was die Aktienmärkte zusätzlich belastet.
Devisen
Am Devisenmarkt blieb der japanische Yen nahe seines 40-Jahres-Tiefs, da Händler trotz US-Inflationsdaten im Rahmen der Erwartungen vorsichtig agierten. Der Dollar legte im asiatischen Handel leicht auf 6,8027 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte die US-Devise etwas auf 0,8105 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1358 Dollar und zog leicht auf 0,9206 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Trotz eines Angriffs auf ein Frachtschiff vor der Küste Omans gaben die Ölpreise nach, da nach einem Waffenstillstandsabkommen wieder mehr Tanker die Straße von Hormus passieren. Auch Erdbeben in Venezuela, die Sorgen um die dortige Ölproduktion auslösten, stützten die Preise nicht nachhaltig. Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,2 Prozent auf 74,33 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,1 Prozent schwächer bei 71,13 Dollar.
Wall Street
An der Wall Street hatten zuvor Preiserhöhungen bei Apple(AAPL.O) für iPads und MacBooks die Anleger verunsichert. Der Konzern reagiert damit auf steigende Kosten für Speicherchips, was die Begeisterung über starke Zahlen des Chipbauers Micron(MU.O) dämpfte. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag kaum verändert bei 51.920,62 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) notierte ebenfalls kaum verändert bei 7.357,49 Zählern, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 0,5 Prozent auf 25.358,60 Stellen nach.
(Bericht von Stella Qiu, Sam Li, Lewis Jackson, Junko Fujita, Leika Kihara und Makiko Yamazaki, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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