25.06.26
17:26
Reuters
* Indizes finden keine gemeinsame Richtung
* Speicherchips legen zu
* Ergebnisse von Micron deuten auf robuste Nachfrage hin
* PCE-Daten überraschen nicht
(Neu: Fokus auf USA)
Frankfurt, 25. Jun (Reuters) - Trotz einer aufgehellten Stimmung im Halbleitersektor haben sich die US-Anleger am Donnerstag kaum vorangewagt. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte gewann bis zum Mittag (Ortszeit)0,4 Prozent auf 52.030 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) trat bei 7352 Punkten auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) verlor 0,6 Prozent auf 25.318 Punkte.
Anleger schichteten von den hoch bewerteten Technologiewerten, die in den vergangenen Sitzungen die Rally angetrieben hatten, in andere Sektoren wie Industrie- und Gesundheitswerte um. Sorgen über die Ausgaben von großen Cloud-Anbietern und die Erwartung höherer Zinsen drückten auf die Stimmung im Technologiesektor. Damit verpufften die zunächst positiven Signale der Chiphersteller Micron und Qualcomm zur KI-Nachfrage. Die Aktien von Apple(AAPL.O) fielen um fast fünf Prozent, nachdem der Konzern die Preise für iPads und MacBooks erhöht hatte, um gestiegene Chipkosten auszugleichen. Auch die Papiere von Nvidia(NVDA.O), Microsoft(MSFT.O) und Alphabet(GOOGL.O) gaben zwischen 1,2 und 2,7 Prozent nach.
Gefragt waren hingegen die Aktien der Chiphersteller selbst. Die Papiere von Micron(MU.O) schossen nach einer starken Prognose um 14 Prozent in die Höhe, Qualcomm(QCOM.O) legten um fünf Prozent zu. Im Sog dessen gewannen auch Sandisk(SNDK.O) mit einem Plus von 16,3 Prozent sowie Western Digital(WDC.O) und Seagate Technology(STX.O) deutlich an Wert. Den Dow-Index stützten unter anderem Gewinne bei Caterpillar(CAT.N) und Goldman Sachs(GS.N).
Die Aussicht auf eine anhaltend hohe Inflation und steigende Zinsen bremste die Börsen. Der PCE-Index, auf den die US-Notenbank als Inflationsmaß besonders achtet, schnellte im Mai auf 4,1 Prozent von 3,8 Prozent im April in die Höhe. Experten hatten diesen Anstieg allerdings erwartet. Händler rechnen LSEG-Daten zufolge damit, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen als Reaktion auf den Preisdruck bis zum Jahresende um mindestens 25 Basispunkte anheben wird. "Es besteht immer noch das Risiko, dass die Federal Reserve im Laufe des Jahres eine Zinserhöhung vornimmt", sagte Michele Morganti, leitende Aktienstrategin bei Generali Investments. "Trotzdem scheinen die US-Aktien in der Lage zu sein, sowohl dieses Umfeld als auch eine etwas restriktivere Fed zu verkraften."
Die Ölpreise gingen auf Achterbahnfahrt. Zunächst gaben sie auf das Niveau vor Beginn des Iran-Kriegs nach. "Die Märkte preisen mittlerweile eine wesentlich schnellere Rückkehr des Ölangebots aus dem Nahen Osten ein, als die meisten noch vor zwei Wochen erwartet hatten", sagte IG-Analyst Tony Sycamore. Am Nachmittag ging es für die Ölsorten Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) jedoch wieder um rund ein Prozent aufwärts.
Händler verwiesen auf einen Bericht des "Wall Street Journal". Demzufolge plant Iran, nach Wiederöffnung der Straße von Hormus durch Gebühren für Sicherheit und Versicherung jährliche Einnahmen in Milliardenhöhe zu erzielen. Das vorläufige Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran hat die Wiederaufnahme des Verkehrs durch die für Öltransporte wichtige Straße von Hormus ermöglicht.
(Bericht von Joel Jose, Anika Ross. Redigiert von Isabelle Noack. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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25.06.26
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Reuters
(Neu: Fokus auf USA)
Frankfurt, 25. Jun (Reuters) - Trotz einer aufgehellten Stimmung im Halbleitersektor haben sich die US-Anleger am Donnerstag kaum vorangewagt. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte gewann bis zum Mittag (Ortszeit)0,4 Prozent auf 52.030 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) trat bei 7352 Punkten auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) verlor 0,6 Prozent auf 25.318 Punkte. Anleger schichteten von den hoch bewerteten Technologiewerten, die in den vergangenen Sitzungen die Rally angetrieben hatten, in andere Sektoren wie Industrie- und Gesundheitswerte um. Sorgen über die Ausgaben von großen Cloud-Anbietern und die Erwartung höherer Zinsen drückten auf die Stimmung im Technologiesektor. Damit verpufften die zunächst positiven Signale der Chiphersteller Micron und Qualcomm zur KI-Nachfrage. Die Aktien von Apple(AAPL.O) fielen um fast fünf Prozent, nachdem der Konzern die Preise für iPads und MacBooks erhöht hatte, um gestiegene Chipkosten auszugleichen. Auch die Papiere von Nvidia(NVDA.O), Microsoft(MSFT.O) und Alphabet(GOOGL.O) gaben zwischen 1,2 und 2,7 Prozent nach.
MICRON GLÄNZEN NACH ZAHLEN - ZINSERWARTUNGEN BREMSEN Gefragt waren hingegen die Aktien der Chiphersteller selbst. Die Papiere von Micron(MU.O) schossen nach einer starken Prognose um 14 Prozent in die Höhe, Qualcomm(QCOM.O) legten um fünf Prozent zu. Im Sog dessen gewannen auch Sandisk(SNDK.O) mit einem Plus von 16,3 Prozent sowie Western Digital(WDC.O) und Seagate Technology(STX.O) deutlich an Wert. Den Dow-Index stützten unter anderem Gewinne bei Caterpillar(CAT.N) und Goldman Sachs(GS.N). Die Aussicht auf eine anhaltend hohe Inflation und steigende Zinsen bremste die Börsen. Der PCE-Index, auf den die US-Notenbank als Inflationsmaß besonders achtet, schnellte im Mai auf 4,1 Prozent von 3,8 Prozent im April in die Höhe. Experten hatten diesen Anstieg allerdings erwartet. Händler rechnen LSEG-Daten zufolge damit, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen als Reaktion auf den Preisdruck bis zum Jahresende um mindestens 25 Basispunkte anheben wird. "Es besteht immer noch das Risiko, dass die Federal Reserve im Laufe des Jahres eine Zinserhöhung vornimmt", sagte Michele Morganti, leitende Aktienstrategin bei Generali Investments. "Trotzdem scheinen die US-Aktien in der Lage zu sein, sowohl dieses Umfeld als auch eine etwas restriktivere Fed zu verkraften."
ÖLPREIS AUF ZICK-ZACK-KURS Die Ölpreise gingen auf Achterbahnfahrt. Zunächst gaben sie auf das Niveau vor Beginn des Iran-Kriegs nach. "Die Märkte preisen mittlerweile eine wesentlich schnellere Rückkehr des Ölangebots aus dem Nahen Osten ein, als die meisten noch vor zwei Wochen erwartet hatten", sagte IG-Analyst Tony Sycamore. Am Nachmittag ging es für die Ölsorten Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) jedoch wieder um rund ein Prozent aufwärts. Händler verwiesen auf einen Bericht des "Wall Street Journal". Demzufolge plant Iran, nach Wiederöffnung der Straße von Hormus durch Gebühren für Sicherheit und Versicherung jährliche Einnahmen in Milliardenhöhe zu erzielen. Das vorläufige Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran hat die Wiederaufnahme des Verkehrs durch die für Öltransporte wichtige Straße von Hormus ermöglicht.
(Bericht von Joel Jose, Anika Ross. Redigiert von Isabelle Noack. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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