25.06.26
03:28
Reuters
Singapur/Tokio/Seoul, 25. Jun (Reuters) - Starke Vorgaben des US-Speicherchipherstellers Micron(MU.O) haben die asiatischen Aktienmärkte am Donnerstag beflügelt und Sorgen vor einem Ende des KI-Booms zerstreut. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) um 3,9 Prozent auf 71.854,88 Punkte zu, und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 1,3 Prozent höher bei 4.016,61 Zählern. Die Börse Shanghai(.SSEC) blieb fast unverändert bei 4.109,94 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stieg um 0,6 Prozent auf 4.974,08 Punkte.
Die überraschend positiven Geschäftsaussichten von Micron sorgten in Japan vor allem bei Technologie- und Halbleiterwerten für kräftige Kursgewinne. Die Aktien des Chip-Testanlagenbauers Advantest(6857.T) sprangen um 11,8 Prozent nach oben, während die Papiere des Ausrüsters Tokyo Electron(8035.T) um 7,9 Prozent zulegten. "Der starke Anstieg des Nikkei ist schlichtweg auf die Micron-Ergebnisse zurückzuführen", sagte Takamasa Ikeda, Portfoliomanager bei GCI Asset Management. Zu den Verlierern zählten jedoch Energiewerte, die unter den sinkenden Ölpreisen litten.
In Südkorea trieben die Micron-Zahlen sowie eigene Börsenpläne die heimischen Chip-Giganten an. SK Hynix(000660.KS) kündigte an, durch eine Notierung an einer US-Börse bis zu 29,4 Milliarden Dollar einnehmen zu wollen. Die Aktien des Unternehmens stiegen im frühen Handel um bis zu 11,6 Prozent. Die Papiere des Konkurrenten Samsung Electronics(005930.KS) gewannen bis zu 6,2 Prozent, womit der Börsenwert des Konzerns die Marktkapitalisierung von Tesla(TSLA.O) oder Meta(META.O) übertraf. Analyst Jeff Kim von KB Securities-Jefferies rechnet damit, dass Samsung dem Beispiel von SK Hynix folgen und ebenfalls in den USA gelistet werden könnte. "Chip-Aktien befinden sich an einem Wendepunkt", erklärte Kim. Eine US-Notierung werde ein starker Katalysator für die Bewertung der südkoreanischen Unternehmen sein.
Devisen
Die Aussicht auf längerfristig hohe Zinsen in den USA hat den Dollar gestärkt und den japanischen Yen in die Nähe eines 40-Jahres-Tiefs gedrückt. Dies schürt am Markt Spekulationen über mögliche Währungsinterventionen der Regierung in Tokio. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 161,69 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,8080 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8111 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1362 Dollar und gab um 0,1 Prozent auf 0,9215 Franken(EURCHF=) nach.
Ölpreise
Die geopolitische Entspannung in der Straße von Hormus hat die Sorgen vor Angebotsengpässen gelindert und die Ölpreise weiter gedrückt. Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,5 Prozent auf 72,60 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,4 Prozent schwächer bei 69,37 Dollar.
Wall Street
An den US-Börsen hatten sich die Anleger am Vortag im Vorfeld wichtiger Inflationsdaten, die Aufschluss über den weiteren Zinskurs der US-Notenbank Fed geben könnten, zurückgehalten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Mittwoch mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 51.848,90 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) notierte kaum verändert bei 7.358,22 Zählern, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 0,4 Prozent auf 25.476,64 Stellen nach.
(Bericht von Ankur Banerjee, Junko Fuijita, Heekyong Yang und Hyunjoo Jin, gerieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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Reuters
Singapur/Tokio/Seoul, 25. Jun (Reuters) - Starke Vorgaben des US-Speicherchipherstellers Micron(MU.O) haben die asiatischen Aktienmärkte am Donnerstag beflügelt und Sorgen vor einem Ende des KI-Booms zerstreut. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) um 3,9 Prozent auf 71.854,88 Punkte zu, und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 1,3 Prozent höher bei 4.016,61 Zählern. Die Börse Shanghai(.SSEC) blieb fast unverändert bei 4.109,94 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stieg um 0,6 Prozent auf 4.974,08 Punkte.
Die überraschend positiven Geschäftsaussichten von Micron sorgten in Japan vor allem bei Technologie- und Halbleiterwerten für kräftige Kursgewinne. Die Aktien des Chip-Testanlagenbauers Advantest(6857.T) sprangen um 11,8 Prozent nach oben, während die Papiere des Ausrüsters Tokyo Electron(8035.T) um 7,9 Prozent zulegten. "Der starke Anstieg des Nikkei ist schlichtweg auf die Micron-Ergebnisse zurückzuführen", sagte Takamasa Ikeda, Portfoliomanager bei GCI Asset Management. Zu den Verlierern zählten jedoch Energiewerte, die unter den sinkenden Ölpreisen litten.
In Südkorea trieben die Micron-Zahlen sowie eigene Börsenpläne die heimischen Chip-Giganten an. SK Hynix(000660.KS) kündigte an, durch eine Notierung an einer US-Börse bis zu 29,4 Milliarden Dollar einnehmen zu wollen. Die Aktien des Unternehmens stiegen im frühen Handel um bis zu 11,6 Prozent. Die Papiere des Konkurrenten Samsung Electronics(005930.KS) gewannen bis zu 6,2 Prozent, womit der Börsenwert des Konzerns die Marktkapitalisierung von Tesla(TSLA.O) oder Meta(META.O) übertraf. Analyst Jeff Kim von KB Securities-Jefferies rechnet damit, dass Samsung dem Beispiel von SK Hynix folgen und ebenfalls in den USA gelistet werden könnte. "Chip-Aktien befinden sich an einem Wendepunkt", erklärte Kim. Eine US-Notierung werde ein starker Katalysator für die Bewertung der südkoreanischen Unternehmen sein.
Devisen
Die Aussicht auf längerfristig hohe Zinsen in den USA hat den Dollar gestärkt und den japanischen Yen in die Nähe eines 40-Jahres-Tiefs gedrückt. Dies schürt am Markt Spekulationen über mögliche Währungsinterventionen der Regierung in Tokio. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 161,69 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,8080 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8111 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1362 Dollar und gab um 0,1 Prozent auf 0,9215 Franken(EURCHF=) nach.
Ölpreise
Die geopolitische Entspannung in der Straße von Hormus hat die Sorgen vor Angebotsengpässen gelindert und die Ölpreise weiter gedrückt. Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,5 Prozent auf 72,60 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,4 Prozent schwächer bei 69,37 Dollar.
Wall Street
An den US-Börsen hatten sich die Anleger am Vortag im Vorfeld wichtiger Inflationsdaten, die Aufschluss über den weiteren Zinskurs der US-Notenbank Fed geben könnten, zurückgehalten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Mittwoch mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 51.848,90 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) notierte kaum verändert bei 7.358,22 Zählern, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 0,4 Prozent auf 25.476,64 Stellen nach.
(Bericht von Ankur Banerjee, Junko Fuijita, Heekyong Yang und Hyunjoo Jin, gerieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)