24.06.26
17:26
Reuters
* Micron-Zahlen werden nach Börsenschluss erwartet
* Nasdaq kämpft um Stabilisierung
* Ölpreise fallen auf Vorkriegsniveau
* Airlines und Kreuzfahrtkonzerne steigen, Energietitel fallen
(Neu: Fokus auf USA)
Frankfurt, 24. Jun (Reuters) - Die US-Börsen haben sich zur Wochenmitte nach zwei verlustreichen Tagen stabilisiert. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte lag gegen Mittag (Ortszeit) 0,6 Prozent im Plus bei 51.988 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) zog um 0,2 Prozent auf 7377 Punkte an. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) trat bei 25.597 Punkten auf der Stelle.
Anleger zeigten sich vor den nach Börsenschluss erwarteten Geschäftszahlen von Micron(MU.O) allerdings nervös. Die Papiere des Speicherchip-Herstellers verloren 1,4 Prozent, die Titel von SanDisk(SNDK.O) fielen um 2,8 Prozent. Sorgen über schuldenfinanzierte Ausgaben der Hyperscaler und eine möglicherweise restriktivere Geldpolitik der US-Notenbank hatten den Abwärtstrend in den vorangegangenen Handelstagen angeheizt und den Nasdaq 100 mehr als eine Billion Dollar an Marktwert gekostet.
"Die aktuellen Gewinne von Micron sind entscheidend für die Marktstimmung. Investoren haben wichtige Fragen, insbesondere hinsichtlich der Kosten für die Umsetzung von KI – wie teuer diese geworden ist und welche Rendite Unternehmen damit erzielen", sagte Brent Schutte, Chief Investment Officer bei der Northwestern Mutual Wealth Management Company.
Im Fokus blieben auch die Zinserwartungen. Händler wetten verstärkt auf mittlerweile zwei Zinserhöhungen durch die Fed bis Ende Dezember, nachdem der neue Vorsitzende Kevin Warsh die Notwendigkeit der Inflationsbekämpfung betont hatte. Die Aussicht auf steigende US-Zinsen trieb den Dollar auf den höchsten Stand seit 13 Monaten. Auch die Suche nach sicheren Häfen kurbelte Börsianern zufolge die Nachfrage an.
Der Goldpreis(XAU=) setzte im Zuge dessen seine Talfahrt fort. Das Edelmetall verbilligte sich um bis zu 3,5 Prozent auf 3965 Dollar je Feinunze. Ein stärkerer Dollar verteuert das Metall für Käufer außerhalb der USA; zugleich sind unverzinsten Anlagen bei höheren Zinsen weniger attraktiv.
Ein Rückgang der Ölpreise zog US-Energiewerte abwärts und gab Airlines und Reisewerten Rückenwind. Der S&P-500-Branchenindex(.SPNY) gab um 2,5 Prozent nach, der Index für Passagierfluggesellschaften(.SPLRCALI) kletterte um bis zu fünf Prozent auf ein Allzeithoch. Die Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten drückte die Ölpreise auf das Niveau kurz vor Ausbruch des Krieges. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent(LCOc1) verbilligte sich um bis zu fünf Prozent auf 73,22 Dollar. Die US-Sorte(WTI) fiel um 4,9 Prozent auf 69,63 Dollar. Erste Anzeichen für einen verstärkten Tankerverkehr in der Straße von Hormus stimmten die Anleger zuversichtlich. In den vergangenen 24 Stunden haben US-Angaben zufolge rund 72 Schiffe mit insgesamt etwa 20 Millionen Barrel Rohöl die Meerenge passiert.
Verschnupft reagierten Investoren auf einen enttäuschenden Ausblick des Chipentwicklers Cerebras(CBRS.O). Die Papiere brachen um rund zehn Prozent ein. Abwärts ging es auch für Fed(ExFDX.N). Der Logistikkonzern hat im abgelaufenen Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen, Anleger jedoch mit einem Margenrückgang in seinem Kerngeschäft enttäuscht. Die Aktien gaben 1,5 Prozent nach.
Dass US-Präsident Donald Trump die Unterzeichnung eines Gesetzes für bezahlbaren Wohnraum absagte, trieb die Aktien von Wohnungsbaugesellschaften wie Hovnanian Enterprise(HOV.N) an. Den Firmen hätte durch die Initiative ein härterer Wettbewerb und der Verlust von Monopolstellungen gedroht.
(Bericht von Twesha Dikshit und Joel Jose, Anika Ross Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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24.06.26
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Reuters
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Frankfurt, 24. Jun (Reuters) - Die US-Börsen haben sich zur Wochenmitte nach zwei verlustreichen Tagen stabilisiert. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte lag gegen Mittag (Ortszeit) 0,6 Prozent im Plus bei 51.988 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) zog um 0,2 Prozent auf 7377 Punkte an. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) trat bei 25.597 Punkten auf der Stelle.
Anleger zeigten sich vor den nach Börsenschluss erwarteten Geschäftszahlen von Micron(MU.O) allerdings nervös. Die Papiere des Speicherchip-Herstellers verloren 1,4 Prozent, die Titel von SanDisk(SNDK.O) fielen um 2,8 Prozent. Sorgen über schuldenfinanzierte Ausgaben der Hyperscaler und eine möglicherweise restriktivere Geldpolitik der US-Notenbank hatten den Abwärtstrend in den vorangegangenen Handelstagen angeheizt und den Nasdaq 100 mehr als eine Billion Dollar an Marktwert gekostet.
"Die aktuellen Gewinne von Micron sind entscheidend für die Marktstimmung. Investoren haben wichtige Fragen, insbesondere hinsichtlich der Kosten für die Umsetzung von KI – wie teuer diese geworden ist und welche Rendite Unternehmen damit erzielen", sagte Brent Schutte, Chief Investment Officer bei der Northwestern Mutual Wealth Management Company.
Im Fokus blieben auch die Zinserwartungen. Händler wetten verstärkt auf mittlerweile zwei Zinserhöhungen durch die Fed bis Ende Dezember, nachdem der neue Vorsitzende Kevin Warsh die Notwendigkeit der Inflationsbekämpfung betont hatte. Die Aussicht auf steigende US-Zinsen trieb den Dollar auf den höchsten Stand seit 13 Monaten. Auch die Suche nach sicheren Häfen kurbelte Börsianern zufolge die Nachfrage an.
Der Goldpreis(XAU=) setzte im Zuge dessen seine Talfahrt fort. Das Edelmetall verbilligte sich um bis zu 3,5 Prozent auf 3965 Dollar je Feinunze. Ein stärkerer Dollar verteuert das Metall für Käufer außerhalb der USA; zugleich sind unverzinsten Anlagen bei höheren Zinsen weniger attraktiv.
Ein Rückgang der Ölpreise zog US-Energiewerte abwärts und gab Airlines und Reisewerten Rückenwind. Der S&P-500-Branchenindex(.SPNY) gab um 2,5 Prozent nach, der Index für Passagierfluggesellschaften(.SPLRCALI) kletterte um bis zu fünf Prozent auf ein Allzeithoch. Die Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten drückte die Ölpreise auf das Niveau kurz vor Ausbruch des Krieges. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent(LCOc1) verbilligte sich um bis zu fünf Prozent auf 73,22 Dollar. Die US-Sorte(WTI) fiel um 4,9 Prozent auf 69,63 Dollar. Erste Anzeichen für einen verstärkten Tankerverkehr in der Straße von Hormus stimmten die Anleger zuversichtlich. In den vergangenen 24 Stunden haben US-Angaben zufolge rund 72 Schiffe mit insgesamt etwa 20 Millionen Barrel Rohöl die Meerenge passiert.
Verschnupft reagierten Investoren auf einen enttäuschenden Ausblick des Chipentwicklers Cerebras(CBRS.O). Die Papiere brachen um rund zehn Prozent ein. Abwärts ging es auch für Fed(ExFDX.N). Der Logistikkonzern hat im abgelaufenen Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen, Anleger jedoch mit einem Margenrückgang in seinem Kerngeschäft enttäuscht. Die Aktien gaben 1,5 Prozent nach.
Dass US-Präsident Donald Trump die Unterzeichnung eines Gesetzes für bezahlbaren Wohnraum absagte, trieb die Aktien von Wohnungsbaugesellschaften wie Hovnanian Enterprise(HOV.N) an. Den Firmen hätte durch die Initiative ein härterer Wettbewerb und der Verlust von Monopolstellungen gedroht.
(Bericht von Twesha Dikshit und Joel Jose, Anika Ross Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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