24.06.26
11:49
Reuters
24. Jun (Reuters) - Die Aktien von Rheinmetall(RHMG.DE) steuern auf den größten Kursrutsch seit fast 30 Jahren zu. Das Bundesverteidigungsministerium hatte zuvor ein Fregattenprogramm wegen Verzögerungen und erwarteten Kostenüberschreitungen gestoppt. Daraufhin rutschten die Aktien des größten deutschen Rüstungskonzerns, der den Auftrag erhalten sollte, um mehr als 18 Prozent ab. Die Analysten von JP Morgan bezeichneten dies als "schweren Rückschlag" für Rheinmetall, der auch die Ziele für den Auftragseingang gefährden könnte. "Wenn die deutsche Regierung den F126-Auftrag nicht durch einen anderen Vertrag ersetzt, erscheint es sehr unwahrscheinlich, dass Rheinmetall seinen Auftragseingang für das Geschäftsjahr 2026 realisieren kann." Zudem könnten sich andere Annahmen, die der Prognose des Konzerns zugrunde liegen, als falsch erweisen.
Der Plan zum Bau von sechs F126-Fregatten ist schon seit einiger Zeit mit Problemen behaftet. Eine Fortsetzung des Programms hätte die Kosten für sechs Schiffe auf über 18 Milliarden Euro getrieben, gegenüber den ursprünglich erwarteten rund zehn Milliarden Euro. Stattdessen wird Berlin auf acht kleinere Fregatten vom Typ Meko A-200 der Schiffssparte TKMS (TKMS.DE) von Thyssenkrupp umsteigen. Das Gesamtbudget wird voraussichtlich 11,6 Milliarden Euro betragen. Rheinmetall lehnte eine Stellungnahme ab.
(Bericht von Emanuele Berro, Matthias Inverardi; geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
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Reuters
Der Plan zum Bau von sechs F126-Fregatten ist schon seit einiger Zeit mit Problemen behaftet. Eine Fortsetzung des Programms hätte die Kosten für sechs Schiffe auf über 18 Milliarden Euro getrieben, gegenüber den ursprünglich erwarteten rund zehn Milliarden Euro. Stattdessen wird Berlin auf acht kleinere Fregatten vom Typ Meko A-200 der Schiffssparte TKMS (TKMS.DE) von Thyssenkrupp umsteigen. Das Gesamtbudget wird voraussichtlich 11,6 Milliarden Euro betragen. Rheinmetall lehnte eine Stellungnahme ab.
(Bericht von Emanuele Berro, Matthias Inverardi; geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)