23.06.26
07:36
Reuters
* Nikkei rutscht drei Prozent ab
* Anleger machen bei Chip-Werten Kasse
* Shopping-Festival "618" in China verpufft
Tokio/Shanghai, 23. Jun (Reuters) - Nach der jüngsten Rally haben Anleger an den asiatischen Aktienmärkten Gewinne mitgenommen. In Tokio gab der Nikkei-Index(.N225) am Dienstag drei Prozent auf 70.195 Punkte nach. In Südkorea rutschte der Kospi-Index(.KS11) mehr als acht Prozent ab. Nach den vorangegangenen Kursgewinnen machten Anleger vor allem bei Chipherstellern Kasse. In China büßte die Börse Shanghai(.SSEC) gut ein Prozent ein. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel mehr als zwei Prozent.
"Die bisherigen Marktantreiber scheinen an Schwung verloren zu haben, und die Anleger wechseln in andere Bereiche, die defensiver und weniger auf KI ausgerichtet sind und vorhersehbarere Cashflows bieten", sagte Chris Weston, Experte bei Pepperstone. Zuvor hatten Kursverluste bei Technologie-Schwergewichten wie Alphabet(GOOGL.O) und SpaceX(SPCX.O) bereits der Wall Street zugesetzt.
Im asiatischen Devisenhandel stand der schwache Yen(JPY=) im Fokus, der sich mit 161,58 zum Dollar seinem tiefsten Stand seit 40 Jahren näherte. Japans Finanzministerin Satsuki Katayama beriet sich angesichts der starken Währungsschwankungen mit US-Finanzminister Scott Bessent. Der starke Dollar belastete auch die meisten Währungen asiatischer Schwellenländer, die sich durchweg abschwächten. "Die US-Notenbank wurde als restriktiver wahrgenommen als erwartet, und die Märkte haben darauf reagiert, indem sie den Dollar gegenüber den meisten Währungen aufwerteten", sagte Fiona Lim, Strategin bei Maybank.
Auch Chinas Shopping-Festival "618" zur Jahresmitte konnte keine Impulse liefern. Die Kauflaune der chinesischen Verbraucher bleibt gedämpft. Bei dem wochenlangen Online-Shopping-Festival mit vielen Rabattaktionen stagnierten die Umsätze der großen E-Commerce-Plattformen nahezu, wie aus Daten des Analyseunternehmens Syntun vom Montag hervorging. Die anhaltende Konsumzurückhaltung macht den Plattformen zunehmend zu schaffen, auch wenn JD.com nach eigenen Angaben eine Rekordzahl an Kunden verzeichnete, ohne jedoch konkrete Umsatzzahlen zu nennen. Das ursprünglich von JD.com ins Leben gerufene Einkaufsevent "618" gilt als wichtiges Barometer für den chinesischen Einzelhandel. Dieser hatte im Mai mit einem Minus von 0,6 Prozent den ersten Rückgang seit Dezember 2022 verzeichnet.
| Asiatische Aktienindizes am | Kurse um 08:00 | Veränderung in |
| Dienstag | Uhr | Prozent |
| Nikkei(.N225) | 70.194,97 | -3,0% |
| Topix(.TOPX) | 4.010,08 | -2,1% |
| Shanghai(.SSEC) | 4.114,41 | -1,2% |
| CSI300(.CSI300) | 4.935,60 | -2,4% |
| Hang Seng(.HSI) | 23.363,15 | -1,7% |
| Kospi(.KS11) | 8.375,31 | -8,1% |
----------
| Währungen | Kurse um 08:00 |
| Uhr | |
| Euro/Dollar(EUR=) | 1,1422 |
| Pfund/Dollar(GBP=) | 1,3241 |
| Dollar/Yen(JPY=) | 161,63 |
| Dollar/Franken(CHF=) | 0,8088 |
| Dollar/Yuan(CNY=) | 6,7803 |
| Dollar/Won(KRW=) | 1.535,20 |
(Bericht von Satoshi Sugiyama, Rajasik Mukherjee; geschrieben von Stefanie Geiger; redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
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23.06.26
07:36
Reuters
Tokio/Shanghai, 23. Jun (Reuters) - Nach der jüngsten Rally haben Anleger an den asiatischen Aktienmärkten Gewinne mitgenommen. In Tokio gab der Nikkei-Index(.N225) am Dienstag drei Prozent auf 70.195 Punkte nach. In Südkorea rutschte der Kospi-Index(.KS11) mehr als acht Prozent ab. Nach den vorangegangenen Kursgewinnen machten Anleger vor allem bei Chipherstellern Kasse. In China büßte die Börse Shanghai(.SSEC) gut ein Prozent ein. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel mehr als zwei Prozent. "Die bisherigen Marktantreiber scheinen an Schwung verloren zu haben, und die Anleger wechseln in andere Bereiche, die defensiver und weniger auf KI ausgerichtet sind und vorhersehbarere Cashflows bieten", sagte Chris Weston, Experte bei Pepperstone. Zuvor hatten Kursverluste bei Technologie-Schwergewichten wie Alphabet(GOOGL.O) und SpaceX(SPCX.O) bereits der Wall Street zugesetzt. Im asiatischen Devisenhandel stand der schwache Yen(JPY=) im Fokus, der sich mit 161,58 zum Dollar seinem tiefsten Stand seit 40 Jahren näherte. Japans Finanzministerin Satsuki Katayama beriet sich angesichts der starken Währungsschwankungen mit US-Finanzminister Scott Bessent. Der starke Dollar belastete auch die meisten Währungen asiatischer Schwellenländer, die sich durchweg abschwächten. "Die US-Notenbank wurde als restriktiver wahrgenommen als erwartet, und die Märkte haben darauf reagiert, indem sie den Dollar gegenüber den meisten Währungen aufwerteten", sagte Fiona Lim, Strategin bei Maybank. Auch Chinas Shopping-Festival "618" zur Jahresmitte konnte keine Impulse liefern. Die Kauflaune der chinesischen Verbraucher bleibt gedämpft. Bei dem wochenlangen Online-Shopping-Festival mit vielen Rabattaktionen stagnierten die Umsätze der großen E-Commerce-Plattformen nahezu, wie aus Daten des Analyseunternehmens Syntun vom Montag hervorging. Die anhaltende Konsumzurückhaltung macht den Plattformen zunehmend zu schaffen, auch wenn JD.com nach eigenen Angaben eine Rekordzahl an Kunden verzeichnete, ohne jedoch konkrete Umsatzzahlen zu nennen. Das ursprünglich von JD.com ins Leben gerufene Einkaufsevent "618" gilt als wichtiges Barometer für den chinesischen Einzelhandel. Dieser hatte im Mai mit einem Minus von 0,6 Prozent den ersten Rückgang seit Dezember 2022 verzeichnet.
(Bericht von Satoshi Sugiyama, Rajasik Mukherjee; geschrieben von Stefanie Geiger; redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)