23.06.26
03:01
Reuters
Singapur/Tokio, 23. Jun (Reuters) - Die asiatischen Aktienmärkte haben am Dienstag nach einer längeren Rally überwiegend schwächer tendiert. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 0,9 Prozent auf 71.711,67 Punkte nach und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,8 Prozent niedriger bei 4.060,41 Zählern. Die Börse Shanghai(.SSEC) gewann hingegen 0,2 Prozent auf 4.171,43 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel um 0,8 Prozent auf 5.016,91 Punkte. Anleger zeigten sich besorgt über eine möglicherweise aggressivere Zinspolitik der US-Notenbank Fed im weiteren Jahresverlauf.
In Japan strichen Investoren nach acht Gewinntagen in Folge Gewinne ein. "Nach einer Reihe von Kursgewinnen scheint der Markt einige leichte Gewinnmitnahmen zu verzeichnen", sagte Masahiro Ichikawa, Chefstratege bei Sumitomo Mitsui DS Asset Management. Zuvor hatte der Nikkei(.N225) getrieben von KI-Werten Rekordhochs markiert. Bei den Einzelwerten zeigten sich Technologietitel gemischt: Der Kabelhersteller Fujikura(5803.T) sprang als Spitzenreiter um 8,8 Prozent nach oben, während der Technologieinvestor SoftBank Group(9984.T) 8,1 Prozent einbüßte. Zu den Verlierern zählten auch der Kabelproduzent Furukawa Electric(5801.T) mit einem Minus von zehn Prozent und der Metallerzeuger Mitsui Kinzoku(5706.T), der acht Prozent verlor.
Gestützt wurde die Wirtschaft in Japan zuletzt von einer robusten Industriedynamik, die jedoch stark von geopolitischen Spannungen geprägt ist. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) stieg im Juni auf 54,9 Punkte. Laut S&P Global resultiert das Wachstum der Neuaufträge teilweise aus Vorratskäufen von Kunden, die wegen des Iran-Krieges Lieferengpässe befürchten. "Es ist wichtig anzumerken, dass die aktuelle Wachstumsphase teilweise durch Lageraufbau infolge des Krieges im Nahen Osten angetrieben wird", erklärte S&P-Ökonomin Annabel Fiddes. Diese Effekte dürften in den kommenden Monaten jedoch nachlassen.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel stand der schwache Yen(JPY=) im Fokus, der sich mit 161,58 zum Dollar seinem tiefsten Stand seit 40 Jahren näherte. Japans Finanzministerin Satsuki Katayama beriet sich angesichts der starken Währungsschwankungen mit US-Finanzminister Scott Bessent. Auch Südkoreas Finanzminister bezeichnete das aktuelle Niveau des Won als "exzessiv". Der Dollar legte leicht auf 6,7748 Yuan(CNY=) zu und rückte zur Schweizer Währung etwas auf 0,8084 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1428 Dollar.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt erholten sich die Preise leicht, nachdem sie zuvor wegen nachlassender Angebotssorgen deutlich gefallen waren. US-Vizepräsident JD Vance hatte von Fortschritten bei den Gesprächen mit dem Iran gesprochen und betont, dass die Straße von Hormus offen sei. Zuvor hatten die USA Sanktionen gegen den Iran ausgesetzt. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 0,3 Prozent auf 78,14 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,5 Prozent fester bei 74,20 Dollar.
Wall Street
Die US-Börsen hatten am Vorabend überwiegend schwächer geschlossen, belastet von Verlusten bei großen Technologiekonzernen wie Alphabet(GOOGL.O) und SpaceX(SPCX.O). Anleger schichteten laut Analysten in defensivere Werte um. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Montag mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 51.712,71 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor dagegen 0,4 Prozent auf 7.472,79 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 1,3 Prozent auf 26.166,60 Stellen nach.
(Bericht von Gregor Stuart Hunter, Kantaro Komiya, Satoshi Sugiyama, Yoshifumi Takemoto und Makiko Yamazaki, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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Reuters
Singapur/Tokio, 23. Jun (Reuters) - Die asiatischen Aktienmärkte haben am Dienstag nach einer längeren Rally überwiegend schwächer tendiert. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 0,9 Prozent auf 71.711,67 Punkte nach und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,8 Prozent niedriger bei 4.060,41 Zählern. Die Börse Shanghai(.SSEC) gewann hingegen 0,2 Prozent auf 4.171,43 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel um 0,8 Prozent auf 5.016,91 Punkte. Anleger zeigten sich besorgt über eine möglicherweise aggressivere Zinspolitik der US-Notenbank Fed im weiteren Jahresverlauf.
In Japan strichen Investoren nach acht Gewinntagen in Folge Gewinne ein. "Nach einer Reihe von Kursgewinnen scheint der Markt einige leichte Gewinnmitnahmen zu verzeichnen", sagte Masahiro Ichikawa, Chefstratege bei Sumitomo Mitsui DS Asset Management. Zuvor hatte der Nikkei(.N225) getrieben von KI-Werten Rekordhochs markiert. Bei den Einzelwerten zeigten sich Technologietitel gemischt: Der Kabelhersteller Fujikura(5803.T) sprang als Spitzenreiter um 8,8 Prozent nach oben, während der Technologieinvestor SoftBank Group(9984.T) 8,1 Prozent einbüßte. Zu den Verlierern zählten auch der Kabelproduzent Furukawa Electric(5801.T) mit einem Minus von zehn Prozent und der Metallerzeuger Mitsui Kinzoku(5706.T), der acht Prozent verlor.
Gestützt wurde die Wirtschaft in Japan zuletzt von einer robusten Industriedynamik, die jedoch stark von geopolitischen Spannungen geprägt ist. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) stieg im Juni auf 54,9 Punkte. Laut S&P Global resultiert das Wachstum der Neuaufträge teilweise aus Vorratskäufen von Kunden, die wegen des Iran-Krieges Lieferengpässe befürchten. "Es ist wichtig anzumerken, dass die aktuelle Wachstumsphase teilweise durch Lageraufbau infolge des Krieges im Nahen Osten angetrieben wird", erklärte S&P-Ökonomin Annabel Fiddes. Diese Effekte dürften in den kommenden Monaten jedoch nachlassen.
Devisen Im asiatischen Devisenhandel stand der schwache Yen(JPY=) im Fokus, der sich mit 161,58 zum Dollar seinem tiefsten Stand seit 40 Jahren näherte. Japans Finanzministerin Satsuki Katayama beriet sich angesichts der starken Währungsschwankungen mit US-Finanzminister Scott Bessent. Auch Südkoreas Finanzminister bezeichnete das aktuelle Niveau des Won als "exzessiv". Der Dollar legte leicht auf 6,7748 Yuan(CNY=) zu und rückte zur Schweizer Währung etwas auf 0,8084 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1428 Dollar.
Ölpreise Am Rohstoffmarkt erholten sich die Preise leicht, nachdem sie zuvor wegen nachlassender Angebotssorgen deutlich gefallen waren. US-Vizepräsident JD Vance hatte von Fortschritten bei den Gesprächen mit dem Iran gesprochen und betont, dass die Straße von Hormus offen sei. Zuvor hatten die USA Sanktionen gegen den Iran ausgesetzt. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 0,3 Prozent auf 78,14 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,5 Prozent fester bei 74,20 Dollar.
Wall Street Die US-Börsen hatten am Vorabend überwiegend schwächer geschlossen, belastet von Verlusten bei großen Technologiekonzernen wie Alphabet(GOOGL.O) und SpaceX(SPCX.O). Anleger schichteten laut Analysten in defensivere Werte um. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Montag mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 51.712,71 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor dagegen 0,4 Prozent auf 7.472,79 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 1,3 Prozent auf 26.166,60 Stellen nach.
(Bericht von Gregor Stuart Hunter, Kantaro Komiya, Satoshi Sugiyama, Yoshifumi Takemoto und Makiko Yamazaki, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)