17.06.26
03:57
Reuters
Berlin, 17. Jun (Reuters) - Vor der ersten Zinssitzung unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh tritt der Dollar nahezu auf der Stelle. Anleger beobachten vor allem, wie Warsh den Spagat zwischen dem Druck der Märkte auf einen strafferen geldpolitischen Kurs und dem Wunsch des US-Präsidenten nach niedrigeren Zinsen meistert. "Wir gehen davon aus, dass Warsh die Bedeutung des geldpolitischen Ausblicks relativieren wird", teilte der Vermögensverwalter Pictet Wealth Management mit. Stattdessen dürfte er mit Blick auf Leitzinsen und Inflation zur Geduld mahnen. Das wäre gemessen an den Markterwartungen ein Signal für einen eher lockeren geldpolitischen Kurs. Eine Änderung des Leitzinses gilt derzeit als unwahrscheinlich. Investoren blicken deshalb vor allem auf die Pressekonferenz und die neuen Zinsprognosen. Erwartet werden Hinweise auf den künftigen Kurs der US-Notenbank: eher expansiv oder restriktiv.
An der Tokioter Börse machte der japanische Leitindex Nikkei(.N225) anfängliche Verluste wett und stieg um 0,6 Prozent auf 69.823,80 Punkte. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) legte um 0,8 Prozent auf 4.024,25 Zähler zu. Die Börsen in Hongkong(.HSI) und Shanghai(.SSEC) zeigten sich dagegen kaum verändert.
Die Marktbreite in Tokio blieb solide: Im Nikkei standen 155 Gewinnern lediglich 68 Verlierer gegenüber. Unterstützung kam von vielen KI-Werten, die den Leitindex zuletzt angetrieben hatten. Die Papiere des Chip-Prüfgeräteherstellers Lasertec(6920.T) sprangen um 13,7 Prozent nach oben. Die Aktien des Elektronikbauteile-Produzenten Murata Manufacturing(6981.T) gewannen 4,6 Prozent.
Zu den größten Verlierern zählte dagegen der Technologieinvestor SoftBank Group(9984.T) mit einem Minus von drei Prozent. Ebenfalls unter Druck standen die Papiere der Reederei Nippon Yusen(9101.T), die 2,5 Prozent nachgaben.
Devisen
Der Dollar gewann im asiatischen Devisenhandel geringfügig auf 160,33 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7560 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,7920 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1612 Dollar und zog leicht auf 0,9199 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Einem hochrangigen US-Regierungsvertreter zufolge werden die USA als Teil des Abkommens zur Beendigung des Krieges die Sanktionen gegen iranisches Öl aufheben. Damit könnten Millionen Barrel zusätzlich auf den Markt kommen. "Die Märkte scheinen eine recht hohe Wahrscheinlichkeit einzupreisen, dass sich die Ölströme durch die Straße von Hormus vollständig normalisieren", sagte HSBC-Expertin Kim Fustier. Die Bank gehe jedoch davon aus, dass dies nicht vor Ende September der Fall sein werde. Offiziell bestätigt sind bislang nur wenige Details des für Freitag geplanten Abkommens. Die dreimonatige Blockade der Meerenge hat die Ölvorräte schrumpfen lassen. Die US-Rohölvorräte fielen auf den niedrigsten Stand seit 1983.
Die Nordseesorte Brent(LCOc1) rutschte unter die Marke von 80 Dollar und wurde bei 79,00 Dollar je Barrel (159 Liter) gehandelt. Damit fiel sie auf den tiefsten Stand seit Beginn des Konflikts zwischen den USA und dem Iran im März. Die US-Sorte WTI(CLc1) notierte kaum verändert bei 76,08 Dollar.
Wall Street
Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Dienstag mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 51.999,67 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,6 Prozent auf 7.511,35 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 1,2 Prozent auf 26.376,34 Stellen nach.
(Bericht von Tom Westbrook und Satoshi Sugiyama, geschrieben von Bettina Cosima Larrarte. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
17.06.26
03:57
Reuters
Berlin, 17. Jun (Reuters) - Vor der ersten Zinssitzung unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh tritt der Dollar nahezu auf der Stelle. Anleger beobachten vor allem, wie Warsh den Spagat zwischen dem Druck der Märkte auf einen strafferen geldpolitischen Kurs und dem Wunsch des US-Präsidenten nach niedrigeren Zinsen meistert. "Wir gehen davon aus, dass Warsh die Bedeutung des geldpolitischen Ausblicks relativieren wird", teilte der Vermögensverwalter Pictet Wealth Management mit. Stattdessen dürfte er mit Blick auf Leitzinsen und Inflation zur Geduld mahnen. Das wäre gemessen an den Markterwartungen ein Signal für einen eher lockeren geldpolitischen Kurs. Eine Änderung des Leitzinses gilt derzeit als unwahrscheinlich. Investoren blicken deshalb vor allem auf die Pressekonferenz und die neuen Zinsprognosen. Erwartet werden Hinweise auf den künftigen Kurs der US-Notenbank: eher expansiv oder restriktiv.
An der Tokioter Börse machte der japanische Leitindex Nikkei(.N225) anfängliche Verluste wett und stieg um 0,6 Prozent auf 69.823,80 Punkte. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) legte um 0,8 Prozent auf 4.024,25 Zähler zu. Die Börsen in Hongkong(.HSI) und Shanghai(.SSEC) zeigten sich dagegen kaum verändert.
Die Marktbreite in Tokio blieb solide: Im Nikkei standen 155 Gewinnern lediglich 68 Verlierer gegenüber. Unterstützung kam von vielen KI-Werten, die den Leitindex zuletzt angetrieben hatten. Die Papiere des Chip-Prüfgeräteherstellers Lasertec(6920.T) sprangen um 13,7 Prozent nach oben. Die Aktien des Elektronikbauteile-Produzenten Murata Manufacturing(6981.T) gewannen 4,6 Prozent.
Zu den größten Verlierern zählte dagegen der Technologieinvestor SoftBank Group(9984.T) mit einem Minus von drei Prozent. Ebenfalls unter Druck standen die Papiere der Reederei Nippon Yusen(9101.T), die 2,5 Prozent nachgaben.
Devisen
Ölpreise
Einem hochrangigen US-Regierungsvertreter zufolge werden die USA als Teil des Abkommens zur Beendigung des Krieges die Sanktionen gegen iranisches Öl aufheben. Damit könnten Millionen Barrel zusätzlich auf den Markt kommen. "Die Märkte scheinen eine recht hohe Wahrscheinlichkeit einzupreisen, dass sich die Ölströme durch die Straße von Hormus vollständig normalisieren", sagte HSBC-Expertin Kim Fustier. Die Bank gehe jedoch davon aus, dass dies nicht vor Ende September der Fall sein werde. Offiziell bestätigt sind bislang nur wenige Details des für Freitag geplanten Abkommens. Die dreimonatige Blockade der Meerenge hat die Ölvorräte schrumpfen lassen. Die US-Rohölvorräte fielen auf den niedrigsten Stand seit 1983.
Die Nordseesorte Brent(LCOc1) rutschte unter die Marke von 80 Dollar und wurde bei 79,00 Dollar je Barrel (159 Liter) gehandelt. Damit fiel sie auf den tiefsten Stand seit Beginn des Konflikts zwischen den USA und dem Iran im März. Die US-Sorte WTI(CLc1) notierte kaum verändert bei 76,08 Dollar.
Wall Street
Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Dienstag mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 51.999,67 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,6 Prozent auf 7.511,35 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 1,2 Prozent auf 26.376,34 Stellen nach.
(Bericht von Tom Westbrook und Satoshi Sugiyama, geschrieben von Bettina Cosima Larrarte. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)