16.06.26
03:20
Reuters
Singapur/Tokio/Peking, 16. Jun (Reuters) - Die asiatischen Aktienmärkte haben am Dienstag infolge des Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran eine Atempause eingelegt. Anleger richteten ihren Fokus nun auf die anstehenden Zinsentscheidungen der Notenbanken. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans(.MIAPJ0000PUS) notierte nach anfänglichen Gewinnen unverändert. In Japan gab der Leitindex Nikkei(.N225) um 0,2 Prozent auf 69.167,78 Punkte nach und entfernte sich damit von seinem am Montag erreichten Rekordhoch. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) fiel um 0,4 Prozent auf 3.982,45 Zähler. Auch die Börse in Hongkong(.HSI) verzeichnete Verluste.
In Tokio warteten die Investoren gespannt auf die Bank of Japan (BOJ), die ihren Leitzins voraussichtlich auf ein 31-Jahres-Hoch von einem Prozent anheben wird. Zuvor hatte das Friedensabkommen zwischen Washington und Teheran für Erleichterung gesorgt und die Kurse getrieben. "Anstatt dass es irgendwelche schlechten Nachrichten gäbe, sieht dies wie ein Rücksetzer nach dem sehr steilen Anstieg des Nikkei in den vergangenen beiden Sitzungen aus", sagte Nomura-Strategin Maki Sawada. Bei den Einzelwerten zählten Hersteller von Chip-Testmaschinen wie Advantest(6857.T) mit einem Plus von 2,1 Prozent zu den Gewinnern. Auch Betreiber von Rechenzentren wie Fujikura(5803.T) und Furukawa Electric(5801.T) legten um jeweils rund 5,8 Prozent zu. Dagegen verloren der Chipanlagenbauer Tokyo Electron(8035.T) 1,8 Prozent und der KI-Investor SoftBank(9984.T) 1,5 Prozent.
In China drückten schwache Konjunkturdaten die Stimmung. Während die Industrieproduktion im Mai mit einem Plus von 4,5 Prozent die Erwartungen übertraf, schrumpften die Einzelhandelsumsätze überraschend um 0,6 Prozent. Gleichzeitig bewerteten Experten die geopolitische Lage nach der ersten Euphorie über den US-Iran-Deal nüchterner. "Obwohl es ein wichtiger diplomatischer Durchbruch ist, der eine Hauptquelle der Marktvolatilität beseitigen dürfte, wird die Dauerhaftigkeit des Abkommens in Zukunft wahrscheinlich auf die Probe gestellt", erklärten die Analysten von Westpac. Viele Streitpunkte wie das iranische Atomprogramm müssten in künftigen Verhandlungen erst noch geklärt werden.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 160,12 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7603 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7946 Franken(CHF=) vor. Der Dollar-Index(=USD), der die US-Devise gegen einen Korb von sechs Währungen misst, notierte stabil bei 99,69 Punkten. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1587 Dollar und zog leicht auf 0,9209 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt spiegelten die Ölpreise die abklingende Euphorie über das Nahost-Abkommen wider, da die Wiederherstellung des Vertrauens in die Schifffahrt durch die Straße von Hormus laut Reedereien Wochen dauern könnte. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee stagnierte bei 83,22 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte dagegen 0,2 Prozent fester bei 80,89 Dollar.
Wall Street
An der Wall Street hatten die Hoffnungen auf das US-Iran-Abkommen am Vorabend noch für eine kräftige Rally gesorgt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Montag mit einem Plus von 0,9 Prozent bei 51.671,03 Punkten aus dem Handel verabschiedet und damit ein Rekordhoch erreicht. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 1,7 Prozent auf 7.554,29 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 3,1 Prozent auf 26.683,94 Stellen an.
(Bericht von Gregor Stuart Hunter, Kevin Buckland, Rocky Swift, Qiaoyi Li, Ellen Zhang und Kevin Yao, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
16.06.26
03:20
Reuters
Singapur/Tokio/Peking, 16. Jun (Reuters) - Die asiatischen Aktienmärkte haben am Dienstag infolge des Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran eine Atempause eingelegt. Anleger richteten ihren Fokus nun auf die anstehenden Zinsentscheidungen der Notenbanken. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans(.MIAPJ0000PUS) notierte nach anfänglichen Gewinnen unverändert. In Japan gab der Leitindex Nikkei(.N225) um 0,2 Prozent auf 69.167,78 Punkte nach und entfernte sich damit von seinem am Montag erreichten Rekordhoch. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) fiel um 0,4 Prozent auf 3.982,45 Zähler. Auch die Börse in Hongkong(.HSI) verzeichnete Verluste.
In Tokio warteten die Investoren gespannt auf die Bank of Japan (BOJ), die ihren Leitzins voraussichtlich auf ein 31-Jahres-Hoch von einem Prozent anheben wird. Zuvor hatte das Friedensabkommen zwischen Washington und Teheran für Erleichterung gesorgt und die Kurse getrieben. "Anstatt dass es irgendwelche schlechten Nachrichten gäbe, sieht dies wie ein Rücksetzer nach dem sehr steilen Anstieg des Nikkei in den vergangenen beiden Sitzungen aus", sagte Nomura-Strategin Maki Sawada. Bei den Einzelwerten zählten Hersteller von Chip-Testmaschinen wie Advantest(6857.T) mit einem Plus von 2,1 Prozent zu den Gewinnern. Auch Betreiber von Rechenzentren wie Fujikura(5803.T) und Furukawa Electric(5801.T) legten um jeweils rund 5,8 Prozent zu. Dagegen verloren der Chipanlagenbauer Tokyo Electron(8035.T) 1,8 Prozent und der KI-Investor SoftBank(9984.T) 1,5 Prozent.
In China drückten schwache Konjunkturdaten die Stimmung. Während die Industrieproduktion im Mai mit einem Plus von 4,5 Prozent die Erwartungen übertraf, schrumpften die Einzelhandelsumsätze überraschend um 0,6 Prozent. Gleichzeitig bewerteten Experten die geopolitische Lage nach der ersten Euphorie über den US-Iran-Deal nüchterner. "Obwohl es ein wichtiger diplomatischer Durchbruch ist, der eine Hauptquelle der Marktvolatilität beseitigen dürfte, wird die Dauerhaftigkeit des Abkommens in Zukunft wahrscheinlich auf die Probe gestellt", erklärten die Analysten von Westpac. Viele Streitpunkte wie das iranische Atomprogramm müssten in künftigen Verhandlungen erst noch geklärt werden.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 160,12 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7603 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7946 Franken(CHF=) vor. Der Dollar-Index(=USD), der die US-Devise gegen einen Korb von sechs Währungen misst, notierte stabil bei 99,69 Punkten. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1587 Dollar und zog leicht auf 0,9209 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt spiegelten die Ölpreise die abklingende Euphorie über das Nahost-Abkommen wider, da die Wiederherstellung des Vertrauens in die Schifffahrt durch die Straße von Hormus laut Reedereien Wochen dauern könnte. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee stagnierte bei 83,22 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte dagegen 0,2 Prozent fester bei 80,89 Dollar.
Wall Street
An der Wall Street hatten die Hoffnungen auf das US-Iran-Abkommen am Vorabend noch für eine kräftige Rally gesorgt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Montag mit einem Plus von 0,9 Prozent bei 51.671,03 Punkten aus dem Handel verabschiedet und damit ein Rekordhoch erreicht. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 1,7 Prozent auf 7.554,29 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 3,1 Prozent auf 26.683,94 Stellen an.
(Bericht von Gregor Stuart Hunter, Kevin Buckland, Rocky Swift, Qiaoyi Li, Ellen Zhang und Kevin Yao, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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