12.06.26
09:20
Reuters
Frankfurt, 12. Jun (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
11.04 Uhr - Die Hoffnung auf ein Friedensabkommen im Nahen Osten beflügelt die zins- und konjunktursensiblen Bankenwerte. Im Dax(.GDAXI) gehören die Titel der Deutschen Bank(DBKGn.DE) und der Commerzbank(CBKG.DE) mit einem Plus von 5,4 und knapp vier Prozent zu den stärksten Werten. Die Papiere von UniCredit(CRDI.MI) und Barclays(BARC.L) rücken um fast fünf Prozent vor. Der europäische Bankenindex(.SX7P) notiert in der Spitze vier Prozent höher und liegt auf dem höchsten Stand seit Anfang Februar. Die Bankenwerte profitierten von einer nachlassenden Rezessionsangst, zudem verbessere sich die Zinskurve, sagt ein Händler. Die EZB hatte am Donnerstag erstmals seit fast drei Jahren die Leitzinsen angehoben - von 2,0 auf 2,25 Prozent. Sie ist damit die erste große Zentralbank, die ihre Geldpolitik als Reaktion auf den Ölpreissprung infolge des Iran-Krieges verschärft. Bundesbank-Präsident Joachim Nagel hält eine weitere Zinserhöhung im Juli für möglich.
10.36 Uhr - Die fallenden Ölpreise machen den Aktien europäischer Energiekonzerne zu schaffen. Die Titel von BP(BP.L), TotalEnergies(TTEF.PA) und Shell(SHEL.L) fallen zwischen 4,2 und drei Prozent. Der europäische Branchenindex(.SXEP) rutscht 2,8 Prozent ab. Spekulationen auf einen möglichen Friedensdeal im Iran-Krieg am Wochenende haben die Preise für Brent(LCOc1) und WTI(CLc1) am Freitag um gut fünf Prozent auf 85,80 beziehungsweise 83,20 Dollar je Fass einbrechen lassen.
10.19 Uhr - Die Dax-Rally nimmt Fahrt auf: Der deutsche Leitindex gewinnt 2,2 Prozent auf 24.753 Zähler. Gleichzeitig geben die Ölpreise immer weiter nach. Das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) verbilligen sich in der Spitze um gut vier Prozent auf 86,71 beziehungsweise 84,29 Dollar je Fass, das ist der tiefste Stand seit Mitte April. Anleger setzen auf einen baldigen Friedensdeal zwischen den USA und Iran. US-Präsident Donald Trump stellte zuletzt eine mögliche Einigung am Wochenende in Aussicht.
10.01 Uhr - Mit den Spekulationen auf ein baldiges Ende des Iran-Krieges lassen Anleger Rüstungswerte zum Wochenschluss links liegen. Im Dax(.GDAXI) fallen Rheinmetall(RHMG.DE) um ein Prozent. Im MDax(.MDAXI) verlieren Hensoldt(HAGG.DE), TKMS(TKMS.DE) und Renk(R3NK.DE) in der Spitze zwischen 3,2 und zwei Prozent. US-Präsident Donald Trump hat eine baldige Verständigung mit dem Iran angekündigt. Ein Abschluss sei in den kommenden Tagen möglich, erklärte der Republikaner am Donnerstag.
09.36 Uhr - Fallende Energiepreise angesichts der Friedenshoffnungen im Iran-Krieg schieben die Aktien aus dem Reise- und Touristiksektor an. Der Branchenindex(.SXTP) notiert in der Spitze fast vier Prozent fester und liegt auf dem höchsten Stand seit Anfang Februar. Im MDax(.MDAXI) gehören TUI(TUI1n.DE) und die Titel der Lufthansa(LHAG.DE) mit einem Plus von 6,5 beziehungsweise 5,4 Prozent zu den größten Gewinnern. Die Papiere der British-Airways-Mutter IAG(ICAG.L) und Air France-KLM(AIRF.PA) rücken um 4,8 beziehungsweise 6,2 Prozent vor. Die Titel des Flugzeugbauers Airbus(AIRG) und des Triebwerksherstellers MTU(MTXGn.DE) gewinnen im Dax(.GDAXI) jeweils 3,5 Prozent.
08.05 Uhr - Friedenshoffnungen im Nahost-Krieg verleihen dem Kupferpreis(CMCU3) ordentlich Rückenwind. Das Industriemetall verteuert sich um bis zu 1,8 Prozent auf 13.722 Dollar je Tonne. US-Präsident Donald Trump kündigte - wie schon oft in den vergangenen Wochen - eine baldige Verständigung mit dem Iran an. Konjunktur- und Zinssorgen aufgrund der durch den Krieg gestiegenen Energiepreise hatten den Kupferpreis zuletzt belastet. Am Donnerstag senkte die Weltbank ihre globalen Wachstumsprognosen für 2026 und warnte vor einem weiteren Rückgang, falls sich die Unterbrechungen der Energieversorgung verschärfen sollten.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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