12.06.26
03:10
Reuters
Sydney, 12. Jun (Reuters) - Die Aussicht auf ein baldiges Friedensabkommen im Nahen Osten hat die asiatischen Aktienmärkte am Freitag kräftig angetrieben. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans(.MIAPJ0000PUS) stieg um 3,2 Prozent, angeführt von einem Kurssprung von 7,4 Prozent beim südkoreanischen Kospi(.KS11). In Tokio(.TSE) kletterte der Leitindex Nikkei(.N225) um 4,06 Prozent auf 66.822,56 Punkte, und der breiter gefasste Topix(.TOPX) gewann 2,2 Prozent auf 3914,74 Zähler. Auch in China griffen die Anleger zu: Der Blue-Chip-Index CSI300(.CSI300) legte um ein Prozent zu, während der Hang-Seng-Index(.HSI) in Hongkong ein Plus von 1,3 Prozent verzeichnete.
Auslöser für die Kauflaune waren Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, wonach bereits an diesem Wochenende ein Friedensvertrag mit dem Iran unterzeichnet werden könnte. Dies würde die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus wieder für die Schifffahrt öffnen. "Dies sieht vielleicht etwas greifbarer aus als das, was wir bisher hatten", sagte Ray Attrill, Devisenstratege bei der National Australia Bank. "Wenn wir etwas aus dem Iran hören, das positiv klingt, werden sich die Chancen eindeutig dramatisch wenden." Zwar erklärte die Regierung in Teheran, es sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen, doch die Investoren zeigten sich äußerst optimistisch.
An der Börse in Tokio(.TSE) profitierten vor allem Technologiewerte von der gestiegenen Risikobereitschaft. Die Aktien der Chip-Ausrüster Advantest(6857.T) und Tokyo Electron(8035.T) sprangen um 8,8 beziehungsweise 10,49 Prozent in die Höhe. Der Speicherchip-Hersteller Kioxia(285A.T) gewann 5,94 Prozent, und der Technologieinvestor SoftBank(9984.T) legte um 3,34 Prozent zu. Zu den Verlierern zählten hingegen der Personaldienstleister Recruit Holdings(6098.T) und der Elektronikkonzern Sony(6758.T), die jeweils mehr als ein Prozent einbüßten. Unterdessen kündigte die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama an, das Angebot an Staatsanleihen für Privatanleger ausweiten zu wollen.
Devisen
Am Devisenmarkt stabilisierte sich die US-Währung nach den jüngsten Verlusten, wobei Händler weiterhin auf mögliche Interventionen der japanischen Behörden rund um die psychologisch wichtige Marke von 160 Yen achteten. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,2 Prozent auf 160,28 Yen(JPY=) und gab 0,1 Prozent auf 6,7651 Yuan(CNY=) nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,7959 Franken(CHF=). Parallel dazu fiel der Euro(EUR=) um 0,1 Prozent auf 1,1564 Dollar und zog leicht auf 0,9204 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Die Aussicht auf eine geopolitische Entspannung im Nahen Osten drückte die Ölpreise auf ein Zweimonatstief. Zudem senkte die US-Bank Goldman Sachs(GS.N) ihre Preisprognose für 2027 auf 80 Dollar pro Barrel und verwies dabei auf ein steigendes Angebot sowie eine schwächere Nachfrage, da China verstärkt auf Elektroautos setze. Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,2 Prozent auf 89,32 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,1 Prozent schwächer bei 86,76 Dollar.
Wall Street
Die Wall Street hatte am Vorabend die größten Tagesgewinne seit Anfang April verzeichnet, angetrieben von den Friedenshoffnungen und der Vorfreude auf den historischen Börsengang von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX(SPCX.O). Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag mit einem Plus von 1,9 Prozent bei 50.848,75 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 1,8 Prozent auf 7.394,30 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 2,5 Prozent auf 25.809,66 Stellen an.
(Bericht von Stella Qui, Junko Fujita und Makiko Yamazaki, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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03:10
Reuters
Sydney, 12. Jun (Reuters) - Die Aussicht auf ein baldiges Friedensabkommen im Nahen Osten hat die asiatischen Aktienmärkte am Freitag kräftig angetrieben. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans(.MIAPJ0000PUS) stieg um 3,2 Prozent, angeführt von einem Kurssprung von 7,4 Prozent beim südkoreanischen Kospi(.KS11). In Tokio(.TSE) kletterte der Leitindex Nikkei(.N225) um 4,06 Prozent auf 66.822,56 Punkte, und der breiter gefasste Topix(.TOPX) gewann 2,2 Prozent auf 3914,74 Zähler. Auch in China griffen die Anleger zu: Der Blue-Chip-Index CSI300(.CSI300) legte um ein Prozent zu, während der Hang-Seng-Index(.HSI) in Hongkong ein Plus von 1,3 Prozent verzeichnete.
Auslöser für die Kauflaune waren Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, wonach bereits an diesem Wochenende ein Friedensvertrag mit dem Iran unterzeichnet werden könnte. Dies würde die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus wieder für die Schifffahrt öffnen. "Dies sieht vielleicht etwas greifbarer aus als das, was wir bisher hatten", sagte Ray Attrill, Devisenstratege bei der National Australia Bank. "Wenn wir etwas aus dem Iran hören, das positiv klingt, werden sich die Chancen eindeutig dramatisch wenden." Zwar erklärte die Regierung in Teheran, es sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen, doch die Investoren zeigten sich äußerst optimistisch.
An der Börse in Tokio(.TSE) profitierten vor allem Technologiewerte von der gestiegenen Risikobereitschaft. Die Aktien der Chip-Ausrüster Advantest(6857.T) und Tokyo Electron(8035.T) sprangen um 8,8 beziehungsweise 10,49 Prozent in die Höhe. Der Speicherchip-Hersteller Kioxia(285A.T) gewann 5,94 Prozent, und der Technologieinvestor SoftBank(9984.T) legte um 3,34 Prozent zu. Zu den Verlierern zählten hingegen der Personaldienstleister Recruit Holdings(6098.T) und der Elektronikkonzern Sony(6758.T), die jeweils mehr als ein Prozent einbüßten. Unterdessen kündigte die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama an, das Angebot an Staatsanleihen für Privatanleger ausweiten zu wollen.
Devisen
Am Devisenmarkt stabilisierte sich die US-Währung nach den jüngsten Verlusten, wobei Händler weiterhin auf mögliche Interventionen der japanischen Behörden rund um die psychologisch wichtige Marke von 160 Yen achteten. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,2 Prozent auf 160,28 Yen(JPY=) und gab 0,1 Prozent auf 6,7651 Yuan(CNY=) nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,7959 Franken(CHF=). Parallel dazu fiel der Euro(EUR=) um 0,1 Prozent auf 1,1564 Dollar und zog leicht auf 0,9204 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Die Aussicht auf eine geopolitische Entspannung im Nahen Osten drückte die Ölpreise auf ein Zweimonatstief. Zudem senkte die US-Bank Goldman Sachs(GS.N) ihre Preisprognose für 2027 auf 80 Dollar pro Barrel und verwies dabei auf ein steigendes Angebot sowie eine schwächere Nachfrage, da China verstärkt auf Elektroautos setze. Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,2 Prozent auf 89,32 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,1 Prozent schwächer bei 86,76 Dollar.
Wall Street
Die Wall Street hatte am Vorabend die größten Tagesgewinne seit Anfang April verzeichnet, angetrieben von den Friedenshoffnungen und der Vorfreude auf den historischen Börsengang von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX(SPCX.O). Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag mit einem Plus von 1,9 Prozent bei 50.848,75 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 1,8 Prozent auf 7.394,30 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 2,5 Prozent auf 25.809,66 Stellen an.
(Bericht von Stella Qui, Junko Fujita und Makiko Yamazaki, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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