11.06.26
03:32
Reuters
Singapur/Tokio, 11. Jun (Reuters) - Ein unerwartet starker Anstieg der US-Inflation sowie erneute US-Angriffe auf den Iran haben die asiatischen Aktienmärkte am Donnerstag ins Minus gedrückt. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans(.MIAPJ0000PUS) verlor 0,9 Prozent. Angeführt wurde die Talfahrt von der Börse in Südkorea, wo der Kospi(.KS11) um drei Prozent nachgab. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 1,3 Prozent tiefer bei 63.360,96 Punkten. Zuvor war das Barometer zeitweise um fast drei Prozent abgerutscht und damit erstmals seit dem 22. Mai unter die Marke von 63.000 Zählern gefallen. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) sank um 1,6 Prozent auf 3787,08 Stellen.
Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten dämpften die Risikobereitschaft der Anleger massiv. Das US-Militär hatte in der Nacht zum Donnerstag neue Angriffe auf Ziele im Iran geflogen, nachdem US-Präsident Donald Trump mit weiteren Schlägen gedroht hatte, sollte kein Friedensabkommen erzielt werden. Teheran reagierte darauf nach eigenen Angaben unter anderem mit der Schließung der Straße von Hormus. Japans Kabinettssekretär Minoru Kihara mahnte zur Besonnenheit: "Die Gewährleistung einer freien und sicheren Schifffahrt durch die Straße von Hormus ist eine dringende Angelegenheit für eine stabile Energieversorgung." Japan werde alle diplomatischen Bemühungen für eine rasche Einigung zwischen den USA und dem Iran unterstützen, erklärte der Regierungssprecher.
Neben der geopolitischen Lage belastete ein Ausverkauf bei Technologiewerten die asiatischen Börsen. In Tokio zählten Papiere aus dem Chip- und KI-Sektor zu den größten Verlierern: Die Aktien des Technologieinvestors SoftBank(9984.T) fielen um 3,6 Prozent, der Glasfaserhersteller Fujikura(5803.T) verlor sechs Prozent und der Chipanlagenbauer Advantest(6857.T) gab 3,7 Prozent nach. Rupal Agarwal, Asien-Strategin bei Bernstein, warnte vor weiteren Rücksetzern bei den zuletzt stark gelaufenen Werten.
Devisen
Am Devisenmarkt profitierte die US-Währung von ihrer Rolle als sicherer Hafen in Krisenzeiten, während die Anleger zugleich auf eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank Fed spekulierten. Im asiatischen Handel gewann der Dollar geringfügig auf 160,50 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7766 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,7985 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1546 Dollar und zog leicht auf 0,9220 Franken(EURCHF=) an.
Die Eskalation im Nahen Osten und die Schließung der für den globalen Handel essenziellen Straße von Hormus durch den Iran trieben die Ölpreise spürbar in die Höhe. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,6 Prozent auf 94,60 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,9 Prozent fester bei 91,77 Dollar.
Wall Street
Die asiatischen Märkte folgten mit ihren Verlusten den schwachen Vorgaben aus den USA, wo unerwartet hohe Inflationsdaten am Vortag Zinssorgen geschürt hatten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Mittwoch mit einem Minus von 1,9 Prozent bei 49.918,78 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 1,6 Prozent auf 7.266,99 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 2,0 Prozent auf 25.169,50 Stellen nach.
(Bericht von Gregor Stuart Hunter und Satoshi Sugiyama, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
11.06.26
03:32
Reuters
Singapur/Tokio, 11. Jun (Reuters) - Ein unerwartet starker Anstieg der US-Inflation sowie erneute US-Angriffe auf den Iran haben die asiatischen Aktienmärkte am Donnerstag ins Minus gedrückt. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans(.MIAPJ0000PUS) verlor 0,9 Prozent. Angeführt wurde die Talfahrt von der Börse in Südkorea, wo der Kospi(.KS11) um drei Prozent nachgab. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 1,3 Prozent tiefer bei 63.360,96 Punkten. Zuvor war das Barometer zeitweise um fast drei Prozent abgerutscht und damit erstmals seit dem 22. Mai unter die Marke von 63.000 Zählern gefallen. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) sank um 1,6 Prozent auf 3787,08 Stellen.
Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten dämpften die Risikobereitschaft der Anleger massiv. Das US-Militär hatte in der Nacht zum Donnerstag neue Angriffe auf Ziele im Iran geflogen, nachdem US-Präsident Donald Trump mit weiteren Schlägen gedroht hatte, sollte kein Friedensabkommen erzielt werden. Teheran reagierte darauf nach eigenen Angaben unter anderem mit der Schließung der Straße von Hormus. Japans Kabinettssekretär Minoru Kihara mahnte zur Besonnenheit: "Die Gewährleistung einer freien und sicheren Schifffahrt durch die Straße von Hormus ist eine dringende Angelegenheit für eine stabile Energieversorgung." Japan werde alle diplomatischen Bemühungen für eine rasche Einigung zwischen den USA und dem Iran unterstützen, erklärte der Regierungssprecher.
Neben der geopolitischen Lage belastete ein Ausverkauf bei Technologiewerten die asiatischen Börsen. In Tokio zählten Papiere aus dem Chip- und KI-Sektor zu den größten Verlierern: Die Aktien des Technologieinvestors SoftBank(9984.T) fielen um 3,6 Prozent, der Glasfaserhersteller Fujikura(5803.T) verlor sechs Prozent und der Chipanlagenbauer Advantest(6857.T) gab 3,7 Prozent nach. Rupal Agarwal, Asien-Strategin bei Bernstein, warnte vor weiteren Rücksetzern bei den zuletzt stark gelaufenen Werten.
Devisen
Am Devisenmarkt profitierte die US-Währung von ihrer Rolle als sicherer Hafen in Krisenzeiten, während die Anleger zugleich auf eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank Fed spekulierten. Im asiatischen Handel gewann der Dollar geringfügig auf 160,50 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7766 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,7985 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1546 Dollar und zog leicht auf 0,9220 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Die Eskalation im Nahen Osten und die Schließung der für den globalen Handel essenziellen Straße von Hormus durch den Iran trieben die Ölpreise spürbar in die Höhe. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,6 Prozent auf 94,60 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,9 Prozent fester bei 91,77 Dollar.
Wall Street
Die asiatischen Märkte folgten mit ihren Verlusten den schwachen Vorgaben aus den USA, wo unerwartet hohe Inflationsdaten am Vortag Zinssorgen geschürt hatten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Mittwoch mit einem Minus von 1,9 Prozent bei 49.918,78 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 1,6 Prozent auf 7.266,99 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 2,0 Prozent auf 25.169,50 Stellen nach.
(Bericht von Gregor Stuart Hunter und Satoshi Sugiyama, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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