09.06.26
03:40
Reuters
Sydney/Peking/Tokio, 09. Jun (Reuters) - Eine vorläufige Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran hat die asiatischen Aktienmärkte am Dienstag wieder angetrieben. Nachdem beide Länder ihre Angriffe vorerst ausgesetzt hatten, griffen Anleger bei den zuletzt gefallenen Halbleiterwerten wieder zu. Der japanische Leitindex Nikkei(.N225) stieg um 0,95 Prozent auf 64.635,71 Punkte, während der breiter gefasste Topix(.TOPX) um 0,5 Prozent auf 3.871,78 Zähler zulegte. In Südkorea kletterte das Börsenbarometer(.KS11) sogar um 3,4 Prozent nach oben, nachdem es am Montag noch um mehr als acht Prozent eingebrochen war. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans(.MIAPJ0000PUS) gewann 1,5 Prozent. Auch die chinesischen Standardwerte(.CSI300) verzeichneten ein Plus von 0,4 Prozent.
In Tokio erholten sich vor allem die Technologiewerte von ihren jüngsten Verlusten. So sprangen die Papiere des Chipanlagenbauers Tokyo Electron(8035.T) um 7,3 Prozent nach oben, und der Halbleiter-Tester Advantest(6857.T) gewann 4,12 Prozent. "Das Vertrauen in KI-bezogene Aktien bleibt stark, aber es gab auch Vorsicht wegen der rasanten Markterholung", sagte Kazuaki Shimada, Chefstratege bei IwaiCosmo Securities. Einige Anleger hätten Aktien verkauft, "um Geld für den in dieser Woche anstehenden Börsengang von SpaceX zu sammeln". Zu den Verlierern zählten der Technologieinvestor SoftBank(9984.T) mit einem Minus von 2,9 Prozent sowie der Roboterbauer Fanuc(6954.T), der 0,95 Prozent abgab. Finanzwerte wie Mitsubishi UFJ(8306.T) (plus 0,5 Prozent) und Mizuho(8411.T) (plus 1,4 Prozent) profitierten von der Erwartung einer Zinserhöhung durch die Bank of Japan (BOJ).
In China sorgten überraschend starke Handelsdaten für Rückenwind. Die Exporte stiegen im Mai um 19,4 Prozent, während die Importe um 27,4 Prozent kletterten. Ausländische Käufer zogen Bestellungen vor, um sich gegen steigende Energiekosten durch den Nahostkonflikt abzusichern. Ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping hatte die Spannungen zuletzt zwar abgekühlt, brachte aber keinen Durchbruch im Zollstreit. Unter den Einzelwerten stachen die Aktien von Tencent(0700.HK) mit einem Plus von 3,9 Prozent hervor. Der Technologiekonzern sammelte Insidern zufolge für eine geplante Anleihe in zwei Währungen Aufträge im Volumen von mehr als sechs Milliarden Dollar ein.
Devisen
Am Devisenmarkt stützte der überraschend starke US-Arbeitsmarktbericht den Dollar. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 160,21 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7799 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7973 Franken(CHF=) vor. Anleger bleiben jedoch wachsam, da ein weiterer Anstieg des Dollars Interventionen der japanischen Behörden auslösen könnte. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1538 Dollar und zog leicht auf 0,9199 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Die vorläufige Entspannung im Konflikt zwischen Israel und dem Iran drückte die Ölpreise von ihren jüngsten Höchstständen. Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,7 Prozent auf 93,62 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte ebenfalls 0,7 Prozent schwächer bei 90,64 Dollar. Zuvor hatten Sorgen über Einschränkungen der Schifffahrt durch die Straße von Hormus die Preise noch in die Höhe getrieben.
Wall Street
An der Wall Street hatten Zinssorgen und gemischte Unternehmensnachrichten am Montag für ein uneinheitliches Bild gesorgt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 50.786,01 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann dagegen 0,3 Prozent auf 7.405,73 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 0,9 Prozent auf 25.929,66 Stellen an. Während Apple(AAPL.O) nach der Vorstellung seiner KI-Pläne zunächst keine Kursgewinne verbuchen konnte, sorgte der ChatGPT-Entwickler OpenAI mit seinem vertraulichen Antrag auf einen US-Börsengang für Aufsehen.
(Bericht von Wayne Cole, Joe Cash und Junko Fujita, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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09.06.26
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Reuters
Sydney/Peking/Tokio, 09. Jun (Reuters) - Eine vorläufige Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran hat die asiatischen Aktienmärkte am Dienstag wieder angetrieben. Nachdem beide Länder ihre Angriffe vorerst ausgesetzt hatten, griffen Anleger bei den zuletzt gefallenen Halbleiterwerten wieder zu.
Der japanische Leitindex Nikkei(.N225) stieg um 0,95 Prozent auf 64.635,71 Punkte, während der breiter gefasste Topix(.TOPX) um 0,5 Prozent auf 3.871,78 Zähler zulegte. In Südkorea kletterte das Börsenbarometer(.KS11) sogar um 3,4 Prozent nach oben, nachdem es am Montag noch um mehr als acht Prozent eingebrochen war. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans(.MIAPJ0000PUS) gewann 1,5 Prozent. Auch die chinesischen Standardwerte(.CSI300) verzeichneten ein Plus von 0,4 Prozent.
In Tokio erholten sich vor allem die Technologiewerte von ihren jüngsten Verlusten. So sprangen die Papiere des Chipanlagenbauers Tokyo Electron(8035.T) um 7,3 Prozent nach oben, und der Halbleiter-Tester Advantest(6857.T) gewann 4,12 Prozent. "Das Vertrauen in KI-bezogene Aktien bleibt stark, aber es gab auch Vorsicht wegen der rasanten Markterholung", sagte Kazuaki Shimada, Chefstratege bei IwaiCosmo Securities. Einige Anleger hätten Aktien verkauft, "um Geld für den in dieser Woche anstehenden Börsengang von SpaceX zu sammeln". Zu den Verlierern zählten der Technologieinvestor SoftBank(9984.T) mit einem Minus von 2,9 Prozent sowie der Roboterbauer Fanuc(6954.T), der 0,95 Prozent abgab. Finanzwerte wie Mitsubishi UFJ(8306.T) (plus 0,5 Prozent) und Mizuho(8411.T) (plus 1,4 Prozent) profitierten von der Erwartung einer Zinserhöhung durch die Bank of Japan (BOJ).
In China sorgten überraschend starke Handelsdaten für Rückenwind. Die Exporte stiegen im Mai um 19,4 Prozent, während die Importe um 27,4 Prozent kletterten. Ausländische Käufer zogen Bestellungen vor, um sich gegen steigende Energiekosten durch den Nahostkonflikt abzusichern. Ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping hatte die Spannungen zuletzt zwar abgekühlt, brachte aber keinen Durchbruch im Zollstreit. Unter den Einzelwerten stachen die Aktien von Tencent(0700.HK) mit einem Plus von 3,9 Prozent hervor. Der Technologiekonzern sammelte Insidern zufolge für eine geplante Anleihe in zwei Währungen Aufträge im Volumen von mehr als sechs Milliarden Dollar ein.
Devisen Am Devisenmarkt stützte der überraschend starke US-Arbeitsmarktbericht den Dollar. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 160,21 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7799 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7973 Franken(CHF=) vor. Anleger bleiben jedoch wachsam, da ein weiterer Anstieg des Dollars Interventionen der japanischen Behörden auslösen könnte. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1538 Dollar und zog leicht auf 0,9199 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise Die vorläufige Entspannung im Konflikt zwischen Israel und dem Iran drückte die Ölpreise von ihren jüngsten Höchstständen. Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,7 Prozent auf 93,62 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte ebenfalls 0,7 Prozent schwächer bei 90,64 Dollar. Zuvor hatten Sorgen über Einschränkungen der Schifffahrt durch die Straße von Hormus die Preise noch in die Höhe getrieben.
Wall Street An der Wall Street hatten Zinssorgen und gemischte Unternehmensnachrichten am Montag für ein uneinheitliches Bild gesorgt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 50.786,01 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann dagegen 0,3 Prozent auf 7.405,73 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 0,9 Prozent auf 25.929,66 Stellen an. Während Apple(AAPL.O) nach der Vorstellung seiner KI-Pläne zunächst keine Kursgewinne verbuchen konnte, sorgte der ChatGPT-Entwickler OpenAI mit seinem vertraulichen Antrag auf einen US-Börsengang für Aufsehen.
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(Bericht von Wayne Cole, Joe Cash und Junko Fujita, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)