08.06.26
15:30
Reuters
08. Jun (Reuters) - Anleger setzen auf mögliche Großaufträge von Google sowie Nvidia und greifen bei Intel zu. Die Aktien des US-Chipherstellers klettern um bis zu zwölf Prozent, nachdem die Technologie-Nachrichtenseite "The Information" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet hat, dass die Google-Mutter Alphabet(GOOGL.O) bei Intel die Herstellung von mehr als drei Millionen sogenannter Tensor Processing Units (TPUs) für das Jahr 2028 in Auftrag gegeben habe. Zudem prüfe der KI-Chip-Gigant Nvidia(NVDA.O), ob die Technologie von Intel für die Herstellung eines Prozessors genutzt werden könne, der vier Grafikchips in einer Einheit vereint. Intel lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab; Alphabet und Nvidia reagierten zunächst nicht auf Anfragen.
Der potenzielle Auftrag für die hauseigenen KI-Chips von Google würde Intels Geschäft als Auftragsfertiger stärken. Der Konzern versucht, seine führende Rolle in der Chipherstellung zurückzuerobern, die er an den taiwanischen Konzern TSMC(2330.TW) verloren hat. Die stark gestiegene Chip-Nachfrage durch den KI-Boom hat bei TSMC jedoch zu Kapazitätsengpässen geführt. Dies habe mehrere große Chip-Designer dazu veranlasst, sich Intel zuzuwenden, hieß es in dem Bericht weiter. Seit der Übernahme der Führung durch Lip-Bu Tan hat Intel zudem Milliarden-Investitionen von der Trump-Regierung, Nvidia und SoftBank(9984.T) erhalten.
"Über den üblichen Bedarf an Diversifizierung hinaus sind Google und Nvidia noch motivierter als sonst, mit Intel zusammenzuarbeiten", sagte Gil Luria, Analyst bei D.a. Davidson. "Die Unterstützung von Intel fördert die Fertigung in den USA, was für die Beziehung zur US-Regierung wichtig ist." Google strebt unterdessen an, seine hauseigenen KI-Chips zu einer tragfähigen Alternative zu den marktbeherrschenden GPUs von Nvidia zu machen.
(Bericht von Anhata Rooprai, Deborah Sophia, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Sabine Ehrhardt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
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Reuters
Der potenzielle Auftrag für die hauseigenen KI-Chips von Google würde Intels Geschäft als Auftragsfertiger stärken. Der Konzern versucht, seine führende Rolle in der Chipherstellung zurückzuerobern, die er an den taiwanischen Konzern TSMC(2330.TW) verloren hat. Die stark gestiegene Chip-Nachfrage durch den KI-Boom hat bei TSMC jedoch zu Kapazitätsengpässen geführt. Dies habe mehrere große Chip-Designer dazu veranlasst, sich Intel zuzuwenden, hieß es in dem Bericht weiter. Seit der Übernahme der Führung durch Lip-Bu Tan hat Intel zudem Milliarden-Investitionen von der Trump-Regierung, Nvidia und SoftBank(9984.T) erhalten.
"Über den üblichen Bedarf an Diversifizierung hinaus sind Google und Nvidia noch motivierter als sonst, mit Intel zusammenzuarbeiten", sagte Gil Luria, Analyst bei D.a. Davidson. "Die Unterstützung von Intel fördert die Fertigung in den USA, was für die Beziehung zur US-Regierung wichtig ist." Google strebt unterdessen an, seine hauseigenen KI-Chips zu einer tragfähigen Alternative zu den marktbeherrschenden GPUs von Nvidia zu machen.
Bericht von Anhata Rooprai, Deborah Sophia, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Sabine Ehrhardt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)