08.06.26
12:51
Reuters
Frankfurt, 08. Jun (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
14.45 Uhr - Positive Studienergebnisse zu neuen Abnehmmedikamenten stützen die Aktien von Eli Lilly(LLY.N). Die Titel des US-Pharmakonzerns rücken vorbörslich um rund 1,5 Prozent vor. Auf der Jahrestagung der American Diabetes Association legte Lilly die vollständigen Daten aus zwei Studien zum neuen Präparat Retatrutid vor. Die Daten zur Wirksamkeit seien "so überzeugend, dass ein Einsatz als Erstlinientherapie nicht ausgeschlossen werden kann", schreiben die Analysten von Citi. Das Medikament wäre damit "der nächste Schritt für Patienten, bei denen die Wirksamkeit von Tirzepatid nicht mehr ausreicht." Eli Lilly präsentierte zudem weitere Daten zu anderen Kandidaten, darunter seine bereits zugelassene Abnehmpille und ein weiteres experimentelles injizierbares Mittel, Eloralintid. Die Pharmakonzerne auf dem Markt für Adipositas-Mittel versuchen, das richtige Gleichgewicht zwischen hoher Wirksamkeit, geringen Nebenwirkungen und einer einfachen Verabreichung zu finden, um eine breitere Anwendung zu fördern.
12.40 Uhr - Die zunehmenden Sorgen der Anleger über die künftige Geldpolitik wichtiger Notenbanken setzen den Goldpreis(XAU=) stark unter Druck. Das Edelmetall verbilligt sich um knapp ein Prozent auf rund 4293 Dollar je Feinunze und erreicht damit den tiefsten Stand seit fast sechs Monaten. Nach überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag rechnen viele Anleger fest mit einer Zinserhöhung der US-Notenbank in diesem Jahr. Zugleich befürchten sie, dass die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten die Energiepreise und damit die Inflation weiter anheizen. Die Fed versucht, mit erhöhten Zinsen die Teuerungsrate auf den Zielwert von zwei Prozent zu drücken. "Gold könnte als Nächstes die psychologisch wichtige Marke von 4000 Dollar testen, sollte der US-Inflationsbericht in dieser Woche höher als erwartet ausfallen", warnt Han Tan, Chefanalyst bei der Handelsplattform Bybit. Bei steigenden Zinsen schichten Anleger vermehrt in verzinste Anlagen um, was die Nachfrage nach Edelmetallen dämpft.
12.30 Uhr - Die neue militärische Eskalation im Nahen Osten treibt die Preise am Ölmarkt nach oben. Die Nordsee-Rohölsorte Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verteuern sich um jeweils rund vier Prozent auf 96,68 und 94,50 Dollar je Fass (159 Liter). Israel griff am Montag Ziele im Iran an - erstmals seit Beginn einer Waffenruhe am 8. April. Die iranischen Revolutionsgarden machten die USA für die jüngste Eskalation verantwortlich. Als Vergeltung feuerten sie nach eigenen Angaben Raketen auf die israelische Stadt Haifa. "Angesichts der gegenseitigen Angriffe sind die Marktteilnehmer besorgt, dass die Öltransporte durch die Straße von Hormus länger eingeschränkt bleiben", sagt UBS-Analyst Giovanni Staunovo. Wegen der Angebotskrise beschloss das Ölkartell Opec+ am Sonntag zwar die vierte Anhebung seines Förderziels in vier Monaten. Analysten zufolge dürfte die Entscheidung jedoch kaum Auswirkungen haben, da die meisten Opec+-Mitglieder wegen der Schließung der Meerenge ihre Ziele ohnehin nicht erreichen können.
10.40 Uhr - Die Aussicht auf einen Bieterkampf um die italienische Bank Monte dei Paschi di Siena(BMPS.MI) (MPS) beflügelt die Aktien. Die Titel des Instituts aus der Toskana schießen an der Börse in Mailand um mehr als elf Prozent nach oben. Der größere Rivale Banco BPM(BAMI.MI) kündigte am Sonntag an, MPS zu Gesprächen über eine Fusion einzuladen. Zugleich hat Intesa Sanpaolo(ISP.MI) bereits ein Gebot über 30,6 Milliarden Euro für alle MPS-Aktien angekündigt. Insidern zufolge erwägen auch weitere Konkurrenten wie die BPER Banca(EMII.MI) ein Angebot für die einst vom Staat gerettete Traditionsbank. Die Aktien von Intesa geben rund vier Prozent nach, die Titel von BPM ein halbes Prozent. BPER-Papiere klettern um fünf Prozent.
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08.06.26
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Reuters
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