08.06.26
03:05
Reuters
Singapur/Tokio/Shanghai, 08. Jun (Reuters) - Die Furcht vor steigenden US-Zinsen und eine militärische Eskalation im Nahen Osten haben die asiatischen Aktienmärkte am Montag massiv unter Druck gesetzt. In Tokio rutschte der Leitindex Nikkei(.N225) um knapp vier Prozent ab, und der breiter gefasste Topix(.TOPX) verlor 3,08 Prozent auf 3827,63 Zähler. Auch in China gaben die Kurse deutlich nach: Der Shanghai-Composite(.SSEC) sank um 2,2 Prozent, während der CSI300(.CSI300) 2,4 Prozent einbüßte. In Hongkong fiel der Hang-Seng-Index(.HSI) um 1,5 Prozent. Besonders hart traf es den südkoreanischen Kospi(.KS11), der um fünf Prozent einbrach.
Auslöser des Ausverkaufs waren ein enttäuschender Ausblick des US-Chipkonzerns Broadcom(AVGO.O) sowie ein starker US-Arbeitsmarktbericht, der die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen dämpfte. "Die Bewegung sieht eher nach einer Auflösung von Positionen aus als nach einer Neubewertung der langfristigen KI-Geschichte", sagte Marc Velan, Investmentchef bei Lucerne Asset Management. In Japan brachen die Aktien von Sumco(3436.T) um 13 Prozent ein, Renesas(6723.T) verloren 12,1 Prozent. In China rutschten die Papiere des Nvidia(NVDA.O)-Zulieferers Zhongji Innolight(300308.SZ) um vier Prozent ab.
Neben den Zinssorgen belastete die geopolitische Lage die Stimmung, nachdem israelische Angriffe auf militärische Ziele im Iran die Furcht vor einer erneuten Eskalation schürten. "Neben dem Rückgang bei den Technologiewerten scheinen auch geopolitische Risiken den Markt zu belasten", erklärte Aktienstrategin Maki Sawada von Nomura Securities. Ungeachtet der Marktturbulenzen zeigte sich Nvidia-Chef Jensen Huang bei einem Besuch in Südkorea optimistisch. Nach der Unterzeichnung milliardenschwerer Lieferverträge mit SK Hynix(000660.KS) sagte er zum Kursrutsch: "Jeder sollte hoch erfreut sein; man kann jetzt Aktien zu einem günstigeren Preis kaufen." Die Papiere von SK Hynix fielen dennoch um 4,1 Prozent.
Devisen
Am Devisenmarkt hielt sich der Dollar auf hohem Niveau, da Anleger angesichts der geopolitischen Unsicherheiten und der Aussicht auf länger hohe US-Zinsen die amerikanische Währung suchten. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 160,34 Yen(JPY=) und legte 0,3 Prozent auf 6,7829 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,7974 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1528 Dollar und zog um 0,2 Prozent auf 0,9193 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Die militärische Eskalation im Nahen Osten trieb die Ölpreise massiv in die Höhe, da Investoren eine Unterbrechung der globalen Energieversorgung fürchten. Daran änderte auch die Entscheidung der Opec+ vom Sonntag nichts, die Förderziele erneut anzuheben. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 3,2 Prozent auf 96,11 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 3,1 Prozent fester bei 93,38 Dollar.
Wall Street
Die asiatischen Börsen folgten mit ihren Verlusten den schwachen Vorgaben aus den USA, wo die robusten Arbeitsmarktdaten am Freitag eine Verkaufswelle bei Technologieaktien ausgelöst hatten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Freitag mit einem Minus von 1,3 Prozent bei 50.866,78 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 2,6 Prozent auf 7383,74 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 4,2 Prozent auf 25.709,43 Stellen nach.
(Bericht von Tom Westbrook, Rocky Swift, Satoshi Sugiyama, Shanghai Newsroom geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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08.06.26
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Reuters
Singapur/Tokio/Shanghai, 08. Jun (Reuters) - Die Furcht vor steigenden US-Zinsen und eine militärische Eskalation im Nahen Osten haben die asiatischen Aktienmärkte am Montag massiv unter Druck gesetzt. In Tokio rutschte der Leitindex Nikkei(.N225) um knapp vier Prozent ab, und der breiter gefasste Topix(.TOPX) verlor 3,08 Prozent auf 3827,63 Zähler. Auch in China gaben die Kurse deutlich nach: Der Shanghai-Composite(.SSEC) sank um 2,2 Prozent, während der CSI300(.CSI300) 2,4 Prozent einbüßte. In Hongkong fiel der Hang-Seng-Index(.HSI) um 1,5 Prozent. Besonders hart traf es den südkoreanischen Kospi(.KS11), der um fünf Prozent einbrach.
Auslöser des Ausverkaufs waren ein enttäuschender Ausblick des US-Chipkonzerns Broadcom(AVGO.O) sowie ein starker US-Arbeitsmarktbericht, der die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen dämpfte. "Die Bewegung sieht eher nach einer Auflösung von Positionen aus als nach einer Neubewertung der langfristigen KI-Geschichte", sagte Marc Velan, Investmentchef bei Lucerne Asset Management. In Japan brachen die Aktien von Sumco(3436.T) um 13 Prozent ein, Renesas(6723.T) verloren 12,1 Prozent. In China rutschten die Papiere des Nvidia(NVDA.O)-Zulieferers Zhongji Innolight(300308.SZ) um vier Prozent ab.
Neben den Zinssorgen belastete die geopolitische Lage die Stimmung, nachdem israelische Angriffe auf militärische Ziele im Iran die Furcht vor einer erneuten Eskalation schürten. "Neben dem Rückgang bei den Technologiewerten scheinen auch geopolitische Risiken den Markt zu belasten", erklärte Aktienstrategin Maki Sawada von Nomura Securities. Ungeachtet der Marktturbulenzen zeigte sich Nvidia-Chef Jensen Huang bei einem Besuch in Südkorea optimistisch. Nach der Unterzeichnung milliardenschwerer Lieferverträge mit SK Hynix(000660.KS) sagte er zum Kursrutsch: "Jeder sollte hoch erfreut sein; man kann jetzt Aktien zu einem günstigeren Preis kaufen." Die Papiere von SK Hynix fielen dennoch um 4,1 Prozent.
Devisen
Am Devisenmarkt hielt sich der Dollar auf hohem Niveau, da Anleger angesichts der geopolitischen Unsicherheiten und der Aussicht auf länger hohe US-Zinsen die amerikanische Währung suchten. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 160,34 Yen(JPY=) und legte 0,3 Prozent auf 6,7829 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,7974 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1528 Dollar und zog um 0,2 Prozent auf 0,9193 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Die militärische Eskalation im Nahen Osten trieb die Ölpreise massiv in die Höhe, da Investoren eine Unterbrechung der globalen Energieversorgung fürchten. Daran änderte auch die Entscheidung der Opec+ vom Sonntag nichts, die Förderziele erneut anzuheben. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 3,2 Prozent auf 96,11 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 3,1 Prozent fester bei 93,38 Dollar.
Wall Street
Die asiatischen Börsen folgten mit ihren Verlusten den schwachen Vorgaben aus den USA, wo die robusten Arbeitsmarktdaten am Freitag eine Verkaufswelle bei Technologieaktien ausgelöst hatten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Freitag mit einem Minus von 1,3 Prozent bei 50.866,78 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 2,6 Prozent auf 7383,74 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 4,2 Prozent auf 25.709,43 Stellen nach.
(Bericht von Tom Westbrook, Rocky Swift, Satoshi Sugiyama, Shanghai Newsroom geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)