05.06.26
07:22
Reuters
Frankfurt/Tokio, 05. Jun (Reuters) - Gewinnmitnahmen im Technologiesektor und anhaltende Nahost-Sorgen haben zum Wochenschluss die asiatischen Börsen belastet. In Tokio verlor der Leitindex Nikkei(.N225) 1,3 Prozent auf 66.588 Punkte. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) lag knapp im Minus bei 3949 Punkten. Die chinesischen Börsen(.SSEC)(.CSI300) gaben 0,2 und rund ein Prozent nach. In Hongkong(.HSI) ging es ebenfalls um gut ein Prozent nach unten. Der technologielastige südkoreanische Kospi(.KS11) rutschte um 5,3 Prozent ab.
Die Pattsituation bei den Friedensverhandlungen im Nahen Osten dämpfte die Risikobereitschaft der Investoren. Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz lehnte eine Waffenruhe im Libanon ab, während Israel einen Truppenabzug ausschloss. Der Iran macht ein Ende der israelischen Angriffe im Libanon zur Bedingung für ein Friedensabkommen mit den USA. Zudem belasteten Gewinnmitnahmen nach negativ aufgenommenen Zahlen des US-Chipherstellers Broadcom(AVGO.O) die Technologiewerte in ganz Asien. "Südkorea war einer der größten Profiteure des KI-Speicher-Superzyklus. Als Broadcom bei den KI-Erwartungen enttäuschte, haben die Anleger schnell ihre Risikopositionen in der gesamten Halbleiterkette reduziert", sagte Charu Chanana, Chefstratege bei der Saxo Bank.
Abseits der Technologiewerte stützten positive Konjunkturdaten den japanischen Markt. Die Reallöhne stiegen im April um 1,9 Prozent. "Das Lohnwachstum führt zu mehr Konsum, was wiederum zu besseren Unternehmensergebnissen führt", sagte Wataru Akiyama, Stratege bei Nomura Securities. "Auch wenn die Aktien aus dem KI- und Halbleitersektor heute nachgeben, sehen wir auf breiter Front Gewinne in anderen Branchen." Zu den größten Gewinnern in Tokio zählten der Industriekonzern Japan Steel Works(5631.T) und der Lebensversicherer T&D Holdings(8795.T) mit Kursgewinnen von neun und 6,4 Prozent.
| Asiatische Aktienindizes am | Kurse um 08:00 | Veränderung in |
| Freitag | Uhr | Prozent |
| Nikkei(.N225) | 66,588.12 | -1,3% |
| Topix(.TOPX) | 3.949,06 | -0,1% |
| Shanghai(.SSEC) | 4.049,69 | -0,2% |
| CSI300(.CSI300) | 4.848,93 | -1,1% |
| Hang Seng(.HSI) | 24.949,95 | -1,2% |
| Kospi(.KS11) | 8.185,07 | -5,3% |
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| Währungen | Kurse um 08:00 |
| Uhr | |
| Euro/Dollar(EUR=) | 1,1615 |
| Pfund/Dollar(GBP=) | 1,3425 |
| Dollar/Yen(JPY=) | 159,94 |
| Dollar/Franken(CHF=) | 0,7890 |
| Dollar/Yuan(CNY=) | 6,7746 |
| Dollar/Won(KRW=) | 1.542,40 |
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
05.06.26
07:22
Reuters
Frankfurt/Tokio, 05. Jun (Reuters) - Gewinnmitnahmen im Technologiesektor und anhaltende Nahost-Sorgen haben zum Wochenschluss die asiatischen Börsen belastet. In Tokio verlor der Leitindex Nikkei(.N225) 1,3 Prozent auf 66.588 Punkte. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) lag knapp im Minus bei 3949 Punkten. Die chinesischen Börsen(.SSEC)(.CSI300) gaben 0,2 und rund ein Prozent nach. In Hongkong(.HSI) ging es ebenfalls um gut ein Prozent nach unten. Der technologielastige südkoreanische Kospi(.KS11) rutschte um 5,3 Prozent ab.
Die Pattsituation bei den Friedensverhandlungen im Nahen Osten dämpfte die Risikobereitschaft der Investoren. Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz lehnte eine Waffenruhe im Libanon ab, während Israel einen Truppenabzug ausschloss. Der Iran macht ein Ende der israelischen Angriffe im Libanon zur Bedingung für ein Friedensabkommen mit den USA. Zudem belasteten Gewinnmitnahmen nach negativ aufgenommenen Zahlen des US-Chipherstellers Broadcom(AVGO.O) die Technologiewerte in ganz Asien. "Südkorea war einer der größten Profiteure des KI-Speicher-Superzyklus. Als Broadcom bei den KI-Erwartungen enttäuschte, haben die Anleger schnell ihre Risikopositionen in der gesamten Halbleiterkette reduziert", sagte Charu Chanana, Chefstratege bei der Saxo Bank.
Abseits der Technologiewerte stützten positive Konjunkturdaten den japanischen Markt. Die Reallöhne stiegen im April um 1,9 Prozent. "Das Lohnwachstum führt zu mehr Konsum, was wiederum zu besseren Unternehmensergebnissen führt", sagte Wataru Akiyama, Stratege bei Nomura Securities. "Auch wenn die Aktien aus dem KI- und Halbleitersektor heute nachgeben, sehen wir auf breiter Front Gewinne in anderen Branchen." Zu den größten Gewinnern in Tokio zählten der Industriekonzern Japan Steel Works(5631.T) und der Lebensversicherer T&D Holdings(8795.T) mit Kursgewinnen von neun und 6,4 Prozent.
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter (für Politik und Konjunktur) oder (für Unternehmen und Märkte).)