05.06.26
03:26
Reuters
Singapur/Tokio/Peking, 05. Jun (Reuters) - Anleger an den asiatischen Aktienmärkten haben sich am Freitag vor dem Wochenende zurückgezogen. Gewinnmitnahmen bei Technologiewerten und Sorgen über eine Eskalation im Nahen Osten drückten die Kurse. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans(.MIAPJ0000PUS) fiel im frühen Handel um 1,6 Prozent. Der technologielastige südkoreanische Kospi(.KS11) rutschte um mehr als sechs Prozent ab. In Tokio verlor der Leitindex Nikkei(.N225) 1,58 Prozent auf 66.406,17 Punkte. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) legte dagegen minimal um 0,01 Prozent auf 3952,44 Zähler zu.
Die ins Stocken geratene Friedensvermittlung der US-Regierung im Nahen Osten dämpfte die Risikobereitschaft der Investoren. Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz lehnte eine Waffenruhe im Libanon ab, während Israel einen Truppenabzug ausschloss. Zudem belasteten enttäuschende Zahlen des US-Chipherstellers Broadcom(AVGO.O) die asiatischen Technologiewerte. "Südkorea war einer der größten Profiteure des KI-Speicher-Superzyklus. Als Broadcom die KI-Erwartungen enttäuschte, haben die Anleger schnell das Risiko aus der gesamten Halbleiterkette genommen", sagte Charu Chanana, Chef-Anlagestratege bei Saxo.
Abseits der Technologiewerte stützten jedoch positive Konjunkturdaten den japanischen Markt, nachdem der Nikkei am Mittwoch noch ein Rekordhoch von 68.402,13 Punkten erreicht hatte. Die Reallöhne stiegen im April um 1,9 Prozent. "Das Lohnwachstum führt zu mehr Konsum, was wiederum zu einer besseren Unternehmensleistung führt", sagte Wataru Akiyama, Aktienstratege bei Nomura Securities. Zu den Gewinnern in Tokio zählten Japan Steel Works(5631.T) mit einem Plus von 8,9 Prozent, Trend Micro(4704.T) mit sieben Prozent und T&D Holdings(8795.T) mit sechs Prozent. In China kritisierte der Rat zur Förderung des internationalen Handels (CCPIT) die von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Zölle von zehn oder 12,5 Prozent auf Importe aus 60 Ländern.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar, gestützt von den Spannungen im Nahen Osten, geringfügig auf 159,96 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7756 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7891 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1613 Dollar und zog leicht auf 0,9164 Franken(EURCHF=) an. Die japanischen Währungsreserven fielen im Mai um 77 Milliarden Dollar auf 1,306 Billionen Dollar. Die Regierung in Tokio hatte seit Ende April 11,7 Billionen Yen oder 73,13 Milliarden Dollar ausgegeben, um den Kursverfall der Landeswährung zu stoppen. Der Goldpreis(XAU=) gab um 0,2 Prozent auf 4465,23 Dollar pro Feinunze nach.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,8 Prozent auf 95,77 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,4 Prozent fester bei 93,44 Dollar. Wegen der Sorgen vor einem anhaltenden Energieschock durch den Nahostkonflikt steuerten die Preise auf einen Wochengewinn zu. Analyst Kristian Kerr von LPL Financial sagte, die Märkte unterschätzten die Komplexität, die Schifffahrt durch die Straße von Hormus wieder auf das Vorkriegsniveau zu bringen.
Wall Street
Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag mit einem Plus von 1,7 Prozent bei 51.561,93 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,4 Prozent auf 7584,31 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) stagnierte bei 26.830,96 Stellen. Für den Freitag deuteten die Futures auf den Nasdaq und den S&P 500 auf eine schwächere Eröffnung hin. Die Anleger warten nun auf die US-Arbeitsmarktdaten. Experten rechnen mit einem soliden Beschäftigungsaufbau von 85.000 Stellen und einer stabilen Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent.
(Bericht von Rae Wee, Rocky Swift, Liz Lee und Shanghai Newsroom, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
05.06.26
03:26
Reuters
Singapur/Tokio/Peking, 05. Jun (Reuters) - Anleger an den asiatischen Aktienmärkten haben sich am Freitag vor dem Wochenende zurückgezogen. Gewinnmitnahmen bei Technologiewerten und Sorgen über eine Eskalation im Nahen Osten drückten die Kurse. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans(.MIAPJ0000PUS) fiel im frühen Handel um 1,6 Prozent. Der technologielastige südkoreanische Kospi(.KS11) rutschte um mehr als sechs Prozent ab. In Tokio verlor der Leitindex Nikkei(.N225) 1,58 Prozent auf 66.406,17 Punkte. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) legte dagegen minimal um 0,01 Prozent auf 3952,44 Zähler zu.
Die ins Stocken geratene Friedensvermittlung der US-Regierung im Nahen Osten dämpfte die Risikobereitschaft der Investoren. Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz lehnte eine Waffenruhe im Libanon ab, während Israel einen Truppenabzug ausschloss. Zudem belasteten enttäuschende Zahlen des US-Chipherstellers Broadcom(AVGO.O) die asiatischen Technologiewerte. "Südkorea war einer der größten Profiteure des KI-Speicher-Superzyklus. Als Broadcom die KI-Erwartungen enttäuschte, haben die Anleger schnell das Risiko aus der gesamten Halbleiterkette genommen", sagte Charu Chanana, Chef-Anlagestratege bei Saxo.
Abseits der Technologiewerte stützten jedoch positive Konjunkturdaten den japanischen Markt, nachdem der Nikkei am Mittwoch noch ein Rekordhoch von 68.402,13 Punkten erreicht hatte. Die Reallöhne stiegen im April um 1,9 Prozent. "Das Lohnwachstum führt zu mehr Konsum, was wiederum zu einer besseren Unternehmensleistung führt", sagte Wataru Akiyama, Aktienstratege bei Nomura Securities. Zu den Gewinnern in Tokio zählten Japan Steel Works(5631.T) mit einem Plus von 8,9 Prozent, Trend Micro(4704.T) mit sieben Prozent und T&D Holdings(8795.T) mit sechs Prozent. In China kritisierte der Rat zur Förderung des internationalen Handels (CCPIT) die von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Zölle von zehn oder 12,5 Prozent auf Importe aus 60 Ländern.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar, gestützt von den Spannungen im Nahen Osten, geringfügig auf 159,96 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7756 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7891 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1613 Dollar und zog leicht auf 0,9164 Franken(EURCHF=) an. Die japanischen Währungsreserven fielen im Mai um 77 Milliarden Dollar auf 1,306 Billionen Dollar. Die Regierung in Tokio hatte seit Ende April 11,7 Billionen Yen oder 73,13 Milliarden Dollar ausgegeben, um den Kursverfall der Landeswährung zu stoppen. Der Goldpreis(XAU=) gab um 0,2 Prozent auf 4465,23 Dollar pro Feinunze nach.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,8 Prozent auf 95,77 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,4 Prozent fester bei 93,44 Dollar. Wegen der Sorgen vor einem anhaltenden Energieschock durch den Nahostkonflikt steuerten die Preise auf einen Wochengewinn zu. Analyst Kristian Kerr von LPL Financial sagte, die Märkte unterschätzten die Komplexität, die Schifffahrt durch die Straße von Hormus wieder auf das Vorkriegsniveau zu bringen.
Wall Street
Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag mit einem Plus von 1,7 Prozent bei 51.561,93 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,4 Prozent auf 7584,31 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) stagnierte bei 26.830,96 Stellen. Für den Freitag deuteten die Futures auf den Nasdaq und den S&P 500 auf eine schwächere Eröffnung hin. Die Anleger warten nun auf die US-Arbeitsmarktdaten. Experten rechnen mit einem soliden Beschäftigungsaufbau von 85.000 Stellen und einer stabilen Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent.
(Bericht von Rae Wee, Rocky Swift, Liz Lee und Shanghai Newsroom, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)