04.06.26
03:21
Reuters
Singapur/Tokio, 04. Jun (Reuters) - Erneute Spannungen im Nahen Osten und ein Ausverkauf bei Technologiewerten haben den asiatischen Aktienmärkten am Donnerstag deutliche Verluste eingebrockt. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans(.MIAPJ0000PUS) fiel um 1,5 Prozent. Auch in Südkorea gaben die Kurse nach einem Feiertag um bis zu 2,6 Prozent nach. In Tokio rutschte der japanische Leitindex Nikkei(.N225) um 1,9 Prozent auf 67.149,15 Punkte ab, nachdem er am Mittwoch noch ein Rekordhoch markiert hatte. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) verlor 1,28 Prozent auf 3944,95 Zähler.
Das Wiederaufflammen der Kämpfe zwischen den USA und dem Iran sowie stockende Verhandlungen dämpften die Risikobereitschaft der Anleger spürbar. "Die Finanzmärkte haben wieder in einen Risiko-Vermeidungs-Modus geschaltet, da die USA und der Iran erneut das Feuer aufeinander eröffnet haben", erklärten die Analysten von Westpac. Zudem sorgte ein enttäuschender Umsatzausblick des US-Chipkonzerns Broadcom(AVGO.O) für einen Ausverkauf bei Werten aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). In Tokio stürzten die Aktien des Technologieinvestors SoftBank(9984.T) um zehn Prozent ab und waren damit der größte Verlierer im Nikkei(.N225). Auch Hersteller von Rechenzentrumsmaterialien wie Ibiden(4062.T) und Fujikura(5803.T) gaben um 7,3 beziehungsweise 5,8 Prozent nach.
Trotz des Rückschlags bei vielen Technologiewerten gab es auch Lichtblicke an der Börse in Tokio(.TSE). "Die Fundamentaldaten für chipbezogene Aktien bleiben stark", sagte Marktanalyst Shuutarou Yasuda von Tokai Tokyo Intelligence Laboratory. "Diese Papiere werden zusammen mit KI-bezogenen Aktien weiterhin das Ziel der Anleger sein." Gegen den Trend stiegen die Papiere des Chipanlagenbauers Tokyo Electron(8035.T) um 1,18 Prozent und stützten den Leitindex. Der Chipdesigner Disco(6146.T) gewann sogar vier Prozent. Am Kryptomarkt fiel Bitcoin(BTC=) um vier Prozent auf ein Viermonatstief von 62.321,87 Dollar.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 159,88 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7742 Yuan(CNY=) zu. Damit näherte sich die japanische Währung weiter der Marke von 160 Yen, die von Händlern als Auslöser für mögliche staatliche Interventionen gesehen wird. Zuvor hatte der Chef der japanischen Notenbank, Kazuo Ueda, eine mögliche Zinserhöhung in diesem Monat ins Spiel gebracht, falls die Inflationsrisiken überwiegen. Zur Schweizer Währung notierte der Dollar 0,2 Prozent niedriger bei 0,7904 Franken(CHF=). Parallel dazu stieg der Euro(EUR=) um 0,1 Prozent auf 1,1608 Dollar und gab um 0,1 Prozent auf 0,9176 Franken(EURCHF=) nach.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,3 Prozent auf 96,59 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,2 Prozent schwächer bei 94,91 Dollar. Zuvor waren die Preise wegen der Nahost-Krise noch gestiegen. Berichte über eine mögliche Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon sorgten am Donnerstag jedoch für eine leichte Entspannung, auch wenn Analysten der Bank ING warnten, dass die Geopolitik die Volatilität an den Märkten weiter antreibe.
Wall Street
Die geopolitischen Spannungen und der Broadcom-Ausverkauf hatten zuvor bereits die US-Börsen belastet. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Mittwoch mit einem Minus von 1,2 Prozent bei 50.687,07 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,7 Prozent auf 7553,68 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 0,9 Prozent auf 26.853,98 Stellen nach.
(Bericht von Gregor Stuart Hunter und Junko Fujita, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
04.06.26
03:21
Reuters
Singapur/Tokio, 04. Jun (Reuters) - Erneute Spannungen im Nahen Osten und ein Ausverkauf bei Technologiewerten haben den asiatischen Aktienmärkten am Donnerstag deutliche Verluste eingebrockt. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans(.MIAPJ0000PUS) fiel um 1,5 Prozent. Auch in Südkorea gaben die Kurse nach einem Feiertag um bis zu 2,6 Prozent nach. In Tokio rutschte der japanische Leitindex Nikkei(.N225) um 1,9 Prozent auf 67.149,15 Punkte ab, nachdem er am Mittwoch noch ein Rekordhoch markiert hatte. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) verlor 1,28 Prozent auf 3944,95 Zähler.
Das Wiederaufflammen der Kämpfe zwischen den USA und dem Iran sowie stockende Verhandlungen dämpften die Risikobereitschaft der Anleger spürbar. "Die Finanzmärkte haben wieder in einen Risiko-Vermeidungs-Modus geschaltet, da die USA und der Iran erneut das Feuer aufeinander eröffnet haben", erklärten die Analysten von Westpac. Zudem sorgte ein enttäuschender Umsatzausblick des US-Chipkonzerns Broadcom(AVGO.O) für einen Ausverkauf bei Werten aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). In Tokio stürzten die Aktien des Technologieinvestors SoftBank(9984.T) um zehn Prozent ab und waren damit der größte Verlierer im Nikkei(.N225). Auch Hersteller von Rechenzentrumsmaterialien wie Ibiden(4062.T) und Fujikura(5803.T) gaben um 7,3 beziehungsweise 5,8 Prozent nach.
Trotz des Rückschlags bei vielen Technologiewerten gab es auch Lichtblicke an der Börse in Tokio(.TSE). "Die Fundamentaldaten für chipbezogene Aktien bleiben stark", sagte Marktanalyst Shuutarou Yasuda von Tokai Tokyo Intelligence Laboratory. "Diese Papiere werden zusammen mit KI-bezogenen Aktien weiterhin das Ziel der Anleger sein." Gegen den Trend stiegen die Papiere des Chipanlagenbauers Tokyo Electron(8035.T) um 1,18 Prozent und stützten den Leitindex. Der Chipdesigner Disco(6146.T) gewann sogar vier Prozent. Am Kryptomarkt fiel Bitcoin(BTC=) um vier Prozent auf ein Viermonatstief von 62.321,87 Dollar.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 159,88 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7742 Yuan(CNY=) zu. Damit näherte sich die japanische Währung weiter der Marke von 160 Yen, die von Händlern als Auslöser für mögliche staatliche Interventionen gesehen wird. Zuvor hatte der Chef der japanischen Notenbank, Kazuo Ueda, eine mögliche Zinserhöhung in diesem Monat ins Spiel gebracht, falls die Inflationsrisiken überwiegen. Zur Schweizer Währung notierte der Dollar 0,2 Prozent niedriger bei 0,7904 Franken(CHF=). Parallel dazu stieg der Euro(EUR=) um 0,1 Prozent auf 1,1608 Dollar und gab um 0,1 Prozent auf 0,9176 Franken(EURCHF=) nach.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,3 Prozent auf 96,59 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,2 Prozent schwächer bei 94,91 Dollar. Zuvor waren die Preise wegen der Nahost-Krise noch gestiegen. Berichte über eine mögliche Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon sorgten am Donnerstag jedoch für eine leichte Entspannung, auch wenn Analysten der Bank ING warnten, dass die Geopolitik die Volatilität an den Märkten weiter antreibe.
Wall Street
Die geopolitischen Spannungen und der Broadcom-Ausverkauf hatten zuvor bereits die US-Börsen belastet. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Mittwoch mit einem Minus von 1,2 Prozent bei 50.687,07 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,7 Prozent auf 7553,68 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 0,9 Prozent auf 26.853,98 Stellen nach.
(Bericht von Gregor Stuart Hunter und Junko Fujita, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)