01.06.26
17:50
Reuters
| * Iran stoppt indirekte Verhandlungen mit den USA | |
| * | Ölpreise ziehen kräftig an |
| * | Nvidia steigt mit neuem Prozessor in PC-Markt ein |
| * | Software-Aktien erholen sich weiter |
| (Schwerpunkt Wall Street) | |
| 01. Jun (Reuters) - Erneut angefachte Kriegsängste durch | |
| den Iran haben zum Wochenanfang die KI-Rally an den US-Börsen | |
| nicht ausbremsen können. Der Index der Technologiebörse | |
| Nasdaq(.IXIC) kletterte am Montag um 0,5 Prozent auf ein | |
| frisches Rekordhoch von 27.097 Punkten. Während ein Kurssprung | |
| bei Nvidia und anderen Technologie-Werten die Indizes stützte, | |
| dämpfte ein massiver Anstieg der Ölpreise infolge schwindender | |
| Hoffnungen auf ein Ende des US-Iran-Krieges jedoch die Stimmung. | |
| Der Dow-Jones-Index(.DJI) gab 0,3 Prozent auf 50.900 Punkte | |
| nach. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) stieg dagegen leicht | |
| auf 7596 Zähler. | |
Die Ölpreise schossen mehr als sieben Prozent nach oben, nachdem die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete, dass die Regierung in Teheran die indirekten Verhandlungen mit den USA über eine Beilegung des Konflikts wegen des Vorgehens Israels im Libanon aussetze. Die ohnehin brüchigen Waffenstillstände in der Region geraten damit weiter unter Druck. "Die Realität dieses Konflikts ist, dass die Ölpreise wahrscheinlich umso höher getrieben werden, je länger er andauert", sagte Ryan Lee von Direxion. "Und man wird diese Welleneffekte in jedem Winkel des Marktes spüren."
Am Anleihemarkt warfen Anleger US-Staatsanleihen aus ihren Depots. Im Gegenzug sprang die Rendite von zehnjährigen US-Treasuries(US10YT=RR) um 5,5 Basispunkte auf 4,508 Prozent nach oben. Die Furcht vor einer hartnäckigen Inflation angesichts der hohen Ölpreise ließ die Erwartungen an eine Zinserhöhung der US-Notenbank Fed steigen. Entgegen den Erwartungen vor Beginn des Iran-Krieges gehen die Märkte davon aus, dass die US-Zentralbank als nächstes ihren Leitzins anheben wird. Grund dafür sind die steigenden Energiepreise und deren Auswirkungen auf die Inflation sowie der nach wie vor robuste Arbeitsmarkt.
Für Aufsehen sorgte unterdessen Nvidia(NVDA.O) mit einem neuen Prozessor, der KI-Funktionen direkt in Laptops und Desktop-Computer integriert. Dies sei das Ergebnis einer dreijährigen Partnerschaft mit Microsoft(MSFT.O), um den PC für das KI-Zeitalter "neu zu erfinden", sagte Nvidia-Chef Jensen Huang. Die Aktien des KI-Chip-Herstellers gewannen mehr als fünf Prozent, Microsoft-Papiere stiegen um gut zwei Prozent. Bei anderen Halbleiterwerten fiel die Reaktion gemischt aus: Während Micron(MU.O)-Aktien mehr als sieben Prozent auf bis zu 1046 Dollar zulegten und damit erstmals die Marke von 1000 Dollar knackten, brachen Qualcomm(QCOM.O) um rund acht Prozent ein. Auch die PC-Chiphersteller AMD(AMD.O) und Intel(INTC.O) gaben zeitweise mehr als fünf beziehungsweise mehr als sieben Prozent nach.
Software-Aktien erholten sich weiter von ihrem jüngsten Ausverkauf, der durch die Sorge vor Verwerfungen durch KI ausgelöst worden war. ServiceNow(NOW.N) und IBM(IBM.N) stiegen jeweils um mehr als neun Prozent. Cadence Design Systems(CDNS.O) legten nach der Einführung eines KI-Agenten für das Chipdesign ebenfalls um knapp neun Prozent zu. Abseits des Technologiesektors sprangen die Aktien von Taylor Morrison Home(TMHC.N) um 22 Prozent in die Höhe. Die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway(BRKa.N) hatte zuvor den Kauf des Hausbauers für 6,8 Milliarden Dollar in bar vereinbart.
(Bericht von Medha Singh, Twesha Dikshit; geschrieben von Stefanie Geiger; redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
01.06.26
17:50
Reuters
Die Ölpreise schossen mehr als sieben Prozent nach oben, nachdem die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete, dass die Regierung in Teheran die indirekten Verhandlungen mit den USA über eine Beilegung des Konflikts wegen des Vorgehens Israels im Libanon aussetze. Die ohnehin brüchigen Waffenstillstände in der Region geraten damit weiter unter Druck. "Die Realität dieses Konflikts ist, dass die Ölpreise wahrscheinlich umso höher getrieben werden, je länger er andauert", sagte Ryan Lee von Direxion. "Und man wird diese Welleneffekte in jedem Winkel des Marktes spüren."
Am Anleihemarkt warfen Anleger US-Staatsanleihen aus ihren Depots. Im Gegenzug sprang die Rendite von zehnjährigen US-Treasuries(US10YT=RR) um 5,5 Basispunkte auf 4,508 Prozent nach oben. Die Furcht vor einer hartnäckigen Inflation angesichts der hohen Ölpreise ließ die Erwartungen an eine Zinserhöhung der US-Notenbank Fed steigen. Entgegen den Erwartungen vor Beginn des Iran-Krieges gehen die Märkte davon aus, dass die US-Zentralbank als nächstes ihren Leitzins anheben wird. Grund dafür sind die steigenden Energiepreise und deren Auswirkungen auf die Inflation sowie der nach wie vor robuste Arbeitsmarkt.
Für Aufsehen sorgte unterdessen Nvidia(NVDA.O) mit einem neuen Prozessor, der KI-Funktionen direkt in Laptops und Desktop-Computer integriert. Dies sei das Ergebnis einer dreijährigen Partnerschaft mit Microsoft(MSFT.O), um den PC für das KI-Zeitalter "neu zu erfinden", sagte Nvidia-Chef Jensen Huang. Die Aktien des KI-Chip-Herstellers gewannen mehr als fünf Prozent, Microsoft-Papiere stiegen um gut zwei Prozent. Bei anderen Halbleiterwerten fiel die Reaktion gemischt aus: Während Micron(MU.O)-Aktien mehr als sieben Prozent auf bis zu 1046 Dollar zulegten und damit erstmals die Marke von 1000 Dollar knackten, brachen Qualcomm(QCOM.O) um rund acht Prozent ein. Auch die PC-Chiphersteller AMD(AMD.O) und Intel(INTC.O) gaben zeitweise mehr als fünf beziehungsweise mehr als sieben Prozent nach.
Software-Aktien erholten sich weiter von ihrem jüngsten Ausverkauf, der durch die Sorge vor Verwerfungen durch KI ausgelöst worden war. ServiceNow(NOW.N) und IBM(IBM.N) stiegen jeweils um mehr als neun Prozent. Cadence Design Systems(CDNS.O) legten nach der Einführung eines KI-Agenten für das Chipdesign ebenfalls um knapp neun Prozent zu. Abseits des Technologiesektors sprangen die Aktien von Taylor Morrison Home(TMHC.N) um 22 Prozent in die Höhe. Die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway(BRKa.N) hatte zuvor den Kauf des Hausbauers für 6,8 Milliarden Dollar in bar vereinbart.
(Bericht von Medha Singh, Twesha Dikshit; geschrieben von Stefanie Geiger; redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)