28.05.26
17:25
Reuters
| * | US-Indizes ziehen nach Bericht über verlängerte | |
| Waffenruhe an | ||
| * | Inflation steigt so schnell wie seit drei Jahren nicht | |
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| * | Einzelhändler dank erholter Nachfrage im Aufwind | |
| (Neu: Fokus auf USA) | ||
| Frankfurt, 28. Mai (Reuters) - An den US-Börsen haben | ||
| Anleger am Donnerstag wieder stärker auf eine Annäherung im | ||
| Iran-Krieg gesetzt und sich aus der Deckung gewagt. Der | ||
| Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte stand gegen Mittag | ||
| (Ortszeit) 0,1 Prozent höher bei 50.712 Punkten. Der breiter | ||
| gefasste S&P 500(.SPX) kletterte um 0,6 Prozent auf 7563 Punkte. | ||
| Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) notierte 0,8 | ||
| Prozent höher bei 26.881 Punkten. | ||
Laut einem Bericht der Website "Axios" haben sich die USA und der Iran auf eine Grundsatzerklärung zur Verlängerung der Waffenruhe verständigt. US-Präsident Donald Trump müsse jedoch noch seine Zustimmung erteilen. Vor dem Bericht hatten die US-Börsen noch im Minus gelegen. Die Börsianer seien angesichts des Hin und Her äußerst nervös, sagte Jamie Cox, geschäftsführender Gesellschafter bei der Harris Financial Group. Die USA hatten in der Nacht trotz der bestehenden Waffenruhe erneut Ziele im Iran angegriffen. Die Revolutionsgarde der Islamischen Republik reagierte mit dem Beschuss eines US-Luftwaffenstützpunktes in der Golf-Region.
Die Ölpreise für die Sorten Brent(LCOc1) und WTI(CLc1) grenzten ihre Gewinne ein und standen noch 0,3 beziehungsweise 1,3 Prozent im Plus bei 94,54 und 89,90 Dollar je Fass. Der Dollar-Index(.DXY), der zeitweise auf den höchsten Stand seit Anfang April geklettert war, fiel um 0,3 Prozent auf 99,04 Punkte. Experten gehen davon aus, dass der Greenback Luft nach oben hat, da die US-Notenbank Fed angesichts der anziehenden Teuerung ihren Fokus stärker auf mögliche Zinserhöhungen verlagern dürfte.
Die jüngsten Inflationsdaten zeichneten Experten zufolge kein klares Bild zum künftigen Zinspfad. Die Inflation hat sich im April wegen des Kriegs mit dem Iran und steigender Energiepreise beschleunigt. Der für die US-Notenbank Fed maßgebliche Preisindex für private Konsumausgaben (PCE) kletterte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,8 Prozent. "Die Zahlen waren nicht so schlecht wie befürchtet. Das dämpft einige Erwartungen hinsichtlich Zinserhöhungen ein wenig", sagte Angelo Kourkafas, leitender Stratege bei Edward Jones. Die US-Wirtschaft startete unterdessen schlechter ins Jahr als bislang angenommen, während die Auftragseingänge für langlebige Güter überraschend stark ausfielen.
Am Aktienmarkt waren Gesundheits- und Technologiewerte gefragt. Eli Lilly(LLY.N) stiegen um mehr als vier Prozent, nachdem der US-Krankenversicherer CVS Health(CVS.N) die Abnehmspritze Zepbound wieder auf seine Liste der erstattungsfähigen Medikamente aufnehmen will.
Angehobene Wachstumsziele und ein milliardenschwerer Vertrag mit dem weltgrößten Cloud-Anbieter Amazon(AMZN.O) Web Services (AWS) bescherten dem Datenplattform-Spezialisten Snowflake (SNOW.N)einen Kurssprung von 36 Prozent.
Microsoft(MSFT.O) stiegen um 2,5 Prozent. Der Branchendienst "The Information" berichtete, dass das Unternehmen nächste Woche ein neues Programmiermodell veröffentlichen will.
Eine Erholung der Nachfrage bescherte den Einzelhändlern Kohl's(KSS.N) und Dollar Tree(DLTR.O) ein Kursfeuerwerk. Die Titel der Kaufhauskette und des Discounters schnellten um je 18 Prozent nach oben. Der Verlust von Kohl's im vergangenen Quartal fiel geringer aus als von Analysten erwartet, während Dollar Tree seine Jahresprognose anhob.
Ein Medienbericht über mögliche Staatshilfen der US-Regierung beflügelte die Aktien der Drohnenhersteller Unusual Machines(UMAC.A), AeroVironment(AVAV.O) und Kratos Defense & Security Solutions(KTOS.O). Sie stiegen zwischen 14 und 65 Prozent. Die Regierung unter US-Präsident Donald Trump sei in Gesprächen, um einige Drohnenspezialisten zu finanzieren, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider.
(Bericht von wesha Dikshit und Utkarsh Hathi, Anika Ross. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
28.05.26
17:25
Reuters
Frankfurt, 28. Mai (Reuters) - An den US-Börsen haben Anleger am Donnerstag wieder stärker auf eine Annäherung im Iran-Krieg gesetzt und sich aus der Deckung gewagt. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte stand gegen Mittag (Ortszeit) 0,1 Prozent höher bei 50.712 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) kletterte um 0,6 Prozent auf 7563 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) notierte 0,8 Prozent höher bei 26.881 Punkten.
Laut einem Bericht der Website "Axios" haben sich die USA und der Iran auf eine Grundsatzerklärung zur Verlängerung der Waffenruhe verständigt. US-Präsident Donald Trump müsse jedoch noch seine Zustimmung erteilen. Vor dem Bericht hatten die US-Börsen noch im Minus gelegen. Die Börsianer seien angesichts des Hin und Her äußerst nervös, sagte Jamie Cox, geschäftsführender Gesellschafter bei der Harris Financial Group. Die USA hatten in der Nacht trotz der bestehenden Waffenruhe erneut Ziele im Iran angegriffen. Die Revolutionsgarde der Islamischen Republik reagierte mit dem Beschuss eines US-Luftwaffenstützpunktes in der Golf-Region.
<h5> ÖLPREISE KOMMEN ETWAS HERUNTER - DOLLAR DREHT INS MINUS </h5>Die Ölpreise für die Sorten Brent(LCOc1) und WTI(CLc1) grenzten ihre Gewinne ein und standen noch 0,3 beziehungsweise 1,3 Prozent im Plus bei 94,54 und 89,90 Dollar je Fass. Der Dollar-Index(.DXY), der zeitweise auf den höchsten Stand seit Anfang April geklettert war, fiel um 0,3 Prozent auf 99,04 Punkte. Experten gehen davon aus, dass der Greenback Luft nach oben hat, da die US-Notenbank Fed angesichts der anziehenden Teuerung ihren Fokus stärker auf mögliche Zinserhöhungen verlagern dürfte.
Die jüngsten Inflationsdaten zeichneten Experten zufolge kein klares Bild zum künftigen Zinspfad. Die Inflation hat sich im April wegen des Kriegs mit dem Iran und steigender Energiepreise beschleunigt. Der für die US-Notenbank Fed maßgebliche Preisindex für private Konsumausgaben (PCE) kletterte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,8 Prozent. "Die Zahlen waren nicht so schlecht wie befürchtet. Das dämpft einige Erwartungen hinsichtlich Zinserhöhungen ein wenig", sagte Angelo Kourkafas, leitender Stratege bei Edward Jones. Die US-Wirtschaft startete unterdessen schlechter ins Jahr als bislang angenommen, während die Auftragseingänge für langlebige Güter überraschend stark ausfielen.
<h5> DROHNENWERTE WEGEN MÖGLICHER STAATSGELDER IM AUFWIND</h5>Am Aktienmarkt waren Gesundheits- und Technologiewerte gefragt. Eli Lilly(LLY.N) stiegen um mehr als vier Prozent, nachdem der US-Krankenversicherer CVS Health(CVS.N) die Abnehmspritze Zepbound wieder auf seine Liste der erstattungsfähigen Medikamente aufnehmen will.
Angehobene Wachstumsziele und ein milliardenschwerer Vertrag mit dem weltgrößten Cloud-Anbieter Amazon(AMZN.O) Web Services (AWS) bescherten dem Datenplattform-Spezialisten Snowflake (SNOW.N)einen Kurssprung von 36 Prozent.
Microsoft(MSFT.O) stiegen um 2,5 Prozent. Der Branchendienst "The Information" berichtete, dass das Unternehmen nächste Woche ein neues Programmiermodell veröffentlichen will.
Eine Erholung der Nachfrage bescherte den Einzelhändlern Kohl's(KSS.N) und Dollar Tree(DLTR.O) ein Kursfeuerwerk. Die Titel der Kaufhauskette und des Discounters schnellten um je 18 Prozent nach oben. Der Verlust von Kohl's im vergangenen Quartal fiel geringer aus als von Analysten erwartet, während Dollar Tree seine Jahresprognose anhob.
Ein Medienbericht über mögliche Staatshilfen der US-Regierung beflügelte die Aktien der Drohnenhersteller Unusual Machines(UMAC.A), AeroVironment(AVAV.O) und Kratos Defense & Security Solutions(KTOS.O). Sie stiegen zwischen 14 und 65 Prozent. Die Regierung unter US-Präsident Donald Trump sei in Gesprächen, um einige Drohnenspezialisten zu finanzieren, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider.
(Bericht von wesha Dikshit und Utkarsh Hathi, Anika Ross. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)