28.05.26
03:27
Reuters
Singapur/Sydney/Tokio, 28. Mai (Reuters) - Die Anleger in Asien verhalten sich zögerlich. Nachrichten über einen neuen US-Militärschlag im Iran dämpfen ihre Hoffnungen auf ein baldiges Friedensabkommen. Zudem sorgen die bevorstehenden US-Inflationsdaten für Unsicherheit mit Blick auf Anleihen und Zinsen. Die Angriffe verstärken die widersprüchlichen Signale zu den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. "Wir erwarten in den nächsten zwei Wochen entweder eine Einigung auf einen neuen Waffenstillstand oder den Zusammenbruch des derzeitigen Waffenstillstands mit einer Wiederaufnahme der aktiven Feindseligkeiten", erklärte Madison Cartwright, leitender Geoökonomie-Analyst bei der Commonwealth Bank of Australia. Er beziffere die Wahrscheinlichkeit einer Einigung auf 70 Prozent, doch die Zukunft der Meerenge sei weiterhin ungewiss. Die Versicherung für eine Durchfahrt sei "unerschwinglich teuer" geworden. Zudem sei unklar, ob der Iran eine Mautgebühr erheben werde. Der japanische Leitindex Nikkei(.N225) gab im frühen Handel um 0,11 Prozent auf 64.928,28 Punkte nach. Am Vortag war der Index zeitweise um bis zu 2,2 Prozent auf ein Rekordhoch von 66.428,81 Punkten gestiegen, bevor er unverändert schloss. Der breiter gefasste Topix-Index(.TOPX) verlor 0,22 Prozent auf 3909,21 Zähler. Dabei standen 103 Kursgewinnern 120 Kursverlierer gegenüber. Während die Aktien von Taiyo Yuden(6976.T) und Murata Manufacturing(6981.T) um 17,1 Prozent beziehungsweise 8,9 Prozent zulegten, gaben die Papiere von Fuji Electric(6504.T) und Furukawa Electric(5801.T) um 7,1 Prozent und 5,3 Prozent nach.
Der Dollar profitiert von seiner Rolle als sicherer Hafen und gewinnt leicht. Hintergrund ist ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters über neue US-Angriffe auf ein Militärgelände im Iran. Der Yen gibt dagegen nach.
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 159,54 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7828 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,7882 Franken(CHF=). Parallel dazu fiel der Euro(EUR=) um 0,1 Prozent auf 1,1611 Dollar und zog leicht auf 0,9153 Franken(EURCHF=) an.
ÖLPREISE
Neue US-Militärschläge auf ein iranisches Militärgelände treiben den Ölpreis in die Höhe. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent(LCOc1) aus der Nordsee um 2,0 Prozent auf 96,18 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI(CLc1) notierte 2,1 Prozent fester bei 90,57 Dollar.
WALL STREET
Gestützt von Kursgewinnen bei Gesundheits- und Konsumgüterwerten hatte der Dow-Jones-Index an der Wall Street am Mittwoch auf einem Rekordhoch geschlossen. Die Indizes S&P 500 und Nasdaq traten dagegen auf der Stelle.
Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) verabschiedete sich am Mittwochmit einem Plus von 0,4 Prozent bei 50.644,28 Punkten aus dem Handel. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) notierte kaum verändert bei 7.520,36 Zählern, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) stagnierte bei 26.674,74 Stellen.
(Berichte von Florence Tan, Wayne Cole, Rocky Swift, geschrieben von Esther Blank. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
28.05.26
03:27
Reuters
Singapur/Sydney/Tokio, 28. Mai (Reuters) - Die Anleger in Asien verhalten sich zögerlich. Nachrichten über einen neuen US-Militärschlag im Iran dämpfen ihre Hoffnungen auf ein baldiges Friedensabkommen. Zudem sorgen die bevorstehenden US-Inflationsdaten für Unsicherheit mit Blick auf Anleihen und Zinsen. Die Angriffe verstärken die widersprüchlichen Signale zu den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. "Wir erwarten in den nächsten zwei Wochen entweder eine Einigung auf einen neuen Waffenstillstand oder den Zusammenbruch des derzeitigen Waffenstillstands mit einer Wiederaufnahme der aktiven Feindseligkeiten", erklärte Madison Cartwright, leitender Geoökonomie-Analyst bei der Commonwealth Bank of Australia. Er beziffere die Wahrscheinlichkeit einer Einigung auf 70 Prozent, doch die Zukunft der Meerenge sei weiterhin ungewiss. Die Versicherung für eine Durchfahrt sei "unerschwinglich teuer" geworden. Zudem sei unklar, ob der Iran eine Mautgebühr erheben werde.
Der japanische Leitindex Nikkei(.N225) gab im frühen Handel um 0,11 Prozent auf 64.928,28 Punkte nach. Am Vortag war der Index zeitweise um bis zu 2,2 Prozent auf ein Rekordhoch von 66.428,81 Punkten gestiegen, bevor er unverändert schloss. Der breiter gefasste Topix-Index(.TOPX) verlor 0,22 Prozent auf 3909,21 Zähler. Dabei standen 103 Kursgewinnern 120 Kursverlierer gegenüber. Während die Aktien von Taiyo Yuden(6976.T) und Murata Manufacturing(6981.T) um 17,1 Prozent beziehungsweise 8,9 Prozent zulegten, gaben die Papiere von Fuji Electric(6504.T) und Furukawa Electric(5801.T) um 7,1 Prozent und 5,3 Prozent nach.
Der Dollar profitiert von seiner Rolle als sicherer Hafen und gewinnt leicht. Hintergrund ist ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters über neue US-Angriffe auf ein Militärgelände im Iran. Der Yen gibt dagegen nach.
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 159,54 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7828 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,7882 Franken(CHF=). Parallel dazu fiel der Euro(EUR=) um 0,1 Prozent auf 1,1611 Dollar und zog leicht auf 0,9153 Franken(EURCHF=) an.
Neue US-Militärschläge auf ein iranisches Militärgelände treiben den Ölpreis in die Höhe. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent(LCOc1) aus der Nordsee um 2,0 Prozent auf 96,18 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI(CLc1) notierte 2,1 Prozent fester bei 90,57 Dollar.
Gestützt von Kursgewinnen bei Gesundheits- und Konsumgüterwerten hatte der Dow-Jones-Index an der Wall Street am Mittwoch auf einem Rekordhoch geschlossen. Die Indizes S&P 500 und Nasdaq traten dagegen auf der Stelle.
Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) verabschiedete sich am Mittwochmit einem Plus von 0,4 Prozent bei 50.644,28 Punkten aus dem Handel. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) notierte kaum verändert bei 7.520,36 Zählern, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) stagnierte bei 26.674,74 Stellen.
(Berichte von Florence Tan, Wayne Cole, Rocky Swift, geschrieben von Esther Blank. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)