27.05.26
12:50
Reuters
Frankfurt, 27. Mai (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
14.45 Uhr - Eine Prognoseerhöhung gibt den Aktien von Manchester United(MANU.N) Auftrieb. Die in New York notierten Papiere des englischen Fußballclubs rücken vorbörslich um 1,5 Prozent vor. Der Verein rechnet nun für das im Juni endende Geschäftsjahr mit einem Umsatz zwischen 655 und 665 Millionen Pfund und einem bereinigten Kerngewinn von 200 bis 210 Millionen Pfund. Zuvor hatte die Prognose bei 640 bis 660 Millionen Pfund Umsatz und 180 bis 200 Millionen Pfund Kerngewinn gelegen. Als Grund für seinen Optimismus nannte Manchester United den dritten Platz in der englischen Premier League. Damit sicherte sich der Verein erstmals seit zwei Spielzeiten die Teilnahme an der lukrativen Champions League. "Wir sind sehr zuversichtlich, was die Fortschritte des Vereins in dieser Saison angeht", sagte Vorstandschef Omar Berrada.
14.25 Uhr - Der jüngste Geschäftsbericht des chinesischen E-Commerce-Konzerns PDD Holdings(PDD.O) hat die Anleger enttäuscht. Die US-notierten Titel des Eigentümers der Marke Temu rutschen vorbörslich um mehr als acht Prozent ab. PDDs Nettogewinn brach im ersten Quartal um 15 Prozent auf 12,5 Milliarden Yuan (rund 1,6 Milliarden Euro) ein. Der Konzern leidet unter der schwachen Konsumstimmung in China, die von einer Immobilienkrise und Sorgen um Arbeitsplätze belastet wird. Zudem steht PDD in einem scharfen Wettbewerb mit Konkurrenten wie Alibaba(9988.HK) und JD.com(9618.HK), die Kunden mit hohen Rabatten locken. Zugleich gerät seine international tätige Handelsplattform Temu zunehmend unter regulatorischen Druck. Das Geschäftsmodell, bei dem Waren direkt und oft unter Ausnutzung von Zollfreigrenzen für Sendungen von geringem Wert aus China an Kunden versendet werden, stößt unter internationalen Einzelhändlern auf Widerstand.
14.14 Uhr - Optimistische Gewinnaussichten treiben die Aktien von Capri Holdings(CPRI.N) an. Die Papiere des Luxusmodekonzerns steigen im vorbörslichen US-Handel um fünf Prozent. Im Geschäftsjahr 2027 soll der Gewinn pro Aktie bei 2,15 Dollar liegen. Analysten haben laut Daten von LSEG nur mit 1,83 Dollar gerechnet. Dabei setzt die Gruppe auf ein Comeback bei Michael-Kors-Taschen nach mehreren Quartalen des Rückgangs. Capri versucht, eine breitere Kundenbasis anzusprechen, insbesondere jüngere und wohlhabendere Käufer.
14.05 Uhr - Ein Medienbericht über einen geplanten Aktienverkauf durch einen Großaktionär macht den Papieren des US-Chip-Auftragsfertigers GlobalFoundries(GFS.O) zu schaffen. Die Titel verlieren vorbörslich fast acht Prozent. Abu Dhabis Staatsfonds Mubadala strebe einen Erlös von 1,91 Milliarden Dollar aus der Veräußerung eines GlobalFoundries-Aktienpakets an, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Die 22 Millionen Aktien sollten zu einem Preis zwischen 86,30 und 86,80 Dollar je Stück angeboten werden. Mubadala hält aktuell einen Anteil von 77,14 Prozent an GlobalFoundries. Die GlobalFoundries-Aktien haben seit Jahresbeginn um 157,6 Prozent zugelegt.
13.50 Uhr - Der Einstieg von Schaeffler(SHA0n.DE) in das Raumfahrtgeschäft beflügelt die Aktien des Auto- und Industriezulieferers. Die Papiere steigen um 16 Prozent auf ein Vier-Monats-Hoch von 11,62 Euro. Damit steuern sie auf den größten Kursgewinn in der Firmengeschichte zu. Das Geschäft mit der Raumfahrt wächst derzeit schnell - der von SpaceX in diesem Sommer geplante Gang aufs Parkett dürfte das Anlegerinteresse Experten zufolge weiter steigern. Experten halten für den Weltraumkonzern des Milliardärs Elon Musk einen Börsenwert von 1,75 Billionen Dollar für möglich.
13.40 Uhr - Ein pessimistischer Ausblick hat die Aktien des Cloud-Sicherheitsspezialisten Zscaler(ZS.O) einbrechen lassen. Die Titel verlieren im vorbörslichen US-Handel fast 25 Prozent. Der US-Anbieter von Cybersicherheits-Software rechnet für das laufende Quartal mit Erlösen zwischen 875 Millionen und 878 Millionen Dollar. Analysten waren im Schnitt von 878,6 Millionen Dollar ausgegangen. Im abgelaufenen dritten Quartal übertraf Zscaler beim Umsatz noch die Erwartungen der Experten. Als Grund für den verhaltenen Ausblick nannte das Unternehmen den zunehmenden Wettbewerb in der Cybersicherheitsbranche und eine Zurückhaltung der Unternehmenskunden bei den Ausgaben. Die Kalifornier stehen im Wettbewerb mit größeren Rivalen wie Palo Alto Networks(PANW.O). Die Zscaler-Aktien sind seit Jahresbeginn um fast 20 Prozent abgerutscht, während der Technologie-Index Nasdaq(.IXIC) im selben Zeitraum um rund 15 Prozent zulegte.
11.25 Uhr - Die Anleger am Ölmarkt setzen weiterhin auf eine Lösung im US-Iran-Konflikt. Der Preis für Nordsee-Rohöl der Sorte Brent(LCOc1) fällt um gut drei Prozent auf 96,48 Dollar je Fass (159 Liter) und zieht sich damit von seinem Anstieg vom Dienstag wieder weitgehend zurück. US-Leichtöl WTI(CLc1) verbilligt sich um fast vier Prozent auf 90,38 Dollar pro Barrel und verharrt damit auf dem tiefsten Stand seit mehr als einem Monat. "Eine Einigung steht möglicherweise noch nicht so kurz bevor, wie am Wochenende erhofft", erklären die Analysten der Deutschen Bank. "Allerdings scheinen die Gespräche trotz der jüngsten US-Angriffe weiterhin auf dem richtigen Weg zu sein."
11.15 Uhr - Eine Genehmigung, Autos in den USA zu verkaufen, gibt den Aktien von Volvo Car(VOLCARb.ST) Auftrieb. Die Papiere des schwedischen Autobauers springen in Stockholm um mehr als sieben Prozent nach oben. Der mehrheitlich zum chinesischen Automobilhersteller Geely[GEELY.UL] gehörende Konzern hat nach eigenen Angaben von der US-Regierung die Genehmigung erhalten, weiterhin Fahrzeuge in die USA zu importieren und zu vertreiben. Die Regierung von US-Präsident Joe Biden hatte im Januar 2025 Regeln erlassen, die den Verkauf von Autos mit chinesischer Technologie oder von Herstellern mit maßgeblichem chinesischem Einfluss faktisch verbieten. Die Experten des Finanzdienstleisters Citi werten die Erlaubnis als positiv für Volvos Geschäftsmodell. Sie erwarten jedoch keine Änderung der Konsensschätzungen, da Volvo weiterhin in den USA verkauft hatte, als die Entscheidung noch nicht gefallen war.
08.25 Uhr - Der südkoreanische Chiphersteller SK Hynix(000660.KS) hat dank des Booms bei Künstlicher Intelligenz (KI) als drittes Unternehmen der Branche die Marke von einer Billion Dollar beim Börsenwert geknackt. Die Aktien des Unternehmens sprangen am Mittwoch um bis zu 14,9 Prozent und trieben den Börsenwert auf ein Rekordhoch von 1,12 Billionen Dollar. Zuvor hatten bereits der heimische Konkurrent Samsung Electronics(005930.KS) und der US-Rivale Micron(MU.O) die Schwelle überschritten. Die starke Nachfrage nach Hochleistungs-Speicherchips, die in KI-Chipsätzen wie denen von Nvidia(NVDA.O) verwendet werden, hat das Angebot verknappt und die Preise in die Höhe getrieben. Angeführt von den beiden Chipherstellern stieg der südkoreanische Leitindex Kospi(.KS11) auf ein Rekordhoch. Das technologielastige Börsenbarometer hat in diesem Jahr bereits 91 Prozent zugelegt, nachdem es im vergangenen Jahr um 76 Prozent gestiegen war.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
27.05.26
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