26.05.26
20:27
Reuters
| * USA fliegen neue Angriffe im Iran - Verhandlungen | |
| dauern an | |
| * | KI-Aktien stützen US-Börsen |
| (Neu: Schlusskurse USA) | |
| New York, 26. Mai (Reuters) - Angetrieben von der | |
| ungebrochenen Euphorie rund um Künstliche Intelligenz (KI) hat | |
| der US-Leitindex S&P 500(.SPX) am Dienstag auf einem Rekordhoch | |
| geschlossen. Auch die technologielastige Nasdaq(.IXIC) verbuchte | |
| deutliche Gewinne. Der KI-Optimismus drängte Sorgen über die | |
| Friedensgespräche im Nahen Osten in den Hintergrund, die durch | |
| jüngste US-Angriffe im Iran belastet wurden. | |
Der Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) verlor 0,2 Prozent auf 50.462 Punkte. Die Nasdaq(.IXIC) rückte 1,2 Prozent auf 26.656 Zähler vor und der breit gefasste S&P 500(.SPX) legte 0,6 Prozent auf 7519 Stellen zu. Auch der Nebenwerteindex Russell 2000(.RUT) erreichte im Handelsverlauf ein Rekordhoch.
Halbleiterwerte, die von der KI-getriebenen Nachfrage profitieren, führten die Kursgewinne an. Der Branchenindex Philadelphia SE Semiconductor(.SOX) markierte ein Allzeithoch. Micron(MU.O) stiegen stark an und erreichten erstmals einen Börsenwert von einer Billion Dollar, nachdem die Großbank UBS ihr Kursziel für das Papier von 535 auf 1625 Dollar angehoben hatte. Auch Qualcomm(QCOM.O) legten zu. Zuvor hatte die Agentur Bloomberg berichtet, das Unternehmen habe eine Vereinbarung zur Chip-Lieferung mit dem Tiktok-Eigentümer Bytedance geschlossen. Auch Marvell Technology(MRVL.O) ging mit Gewinnen aus dem Handel.
Investoren richten ihren Blick nun auf mögliche Börsengänge, darunter den von SpaceX(SPCX.O). "Für diejenigen von uns, die schon so lange in der Branche tätig sind, erinnern die Tech-Rallys, die wir in diesem Jahr erleben, an den Boom Ende der 1990er Jahre", sagte Chris Zaccarelli, Anlagechef bei Northlight Asset Management. Es sei jedoch möglich, dass die Lehren aus dem Platzen der Tech-Blase vor über 25 Jahren bewirken, dass eine Wiederholung des damaligen Crashs verhindert werde.
Am Ölmarkt sorgten die geopolitischen Spannungen für Preisaufschläge. Die Terminkontrakte für die Nordseesorte Brent verteuerten sich um etwa vier Prozent, nachdem das US-Militär Angriffe im Iran ausgeführt hatte. Dies schürte die Unsicherheit darüber, ob bald ein Abkommen zur Beendigung des Krieges erzielt und die Schifffahrtswege durch die Straße von Hormus wieder geöffnet werden könnten. Die Märkte zeigten sich jedoch beruhigt durch Äußerungen von US-Außenminister Marco Rubio. Ein Abkommen mit der Regierung in Teheran zur Beendigung des Konflikts könnte "ein paar Tage dauern", sagte er. Der iranischen Agentur Tasnim zufolge strebt Teheran die Freigabe von im Ausland eingefrorenen iranischen Geldern in Höhe von 24 Milliarden Dollar an.
"Auch wenn wir noch kein Ende des Krieges haben, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sich die Situation eher früher als später friedlich lösen wird", erklärte Adam Sarhan, Chef von 50 Park Investments. Die Realität sei zudem, dass die Unternehmensgewinne trotz der hohen Inflation voraussichtlich steigen würden. Die Wirtschaft wachse weiterhin, und der Markt sei zu einem großen Teil ein Spiegelbild der Konjunktur.
Gegen Ende der Berichtssaison wird für das erste Quartal ein Gewinnwachstum von 29 Prozent im Jahresvergleich erwartet. Vor einem Monat hatte die Schätzung noch bei 16,1 Prozent gelegen.
(Bericht von Saeed Azhar, geschrieben von Ralf Bode. Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
26.05.26
20:27
Reuters
New York, 26. Mai (Reuters) - Angetrieben von der ungebrochenen Euphorie rund um Künstliche Intelligenz (KI) hat der US-Leitindex S&P 500(.SPX) am Dienstag auf einem Rekordhoch geschlossen. Auch die technologielastige Nasdaq(.IXIC) verbuchte deutliche Gewinne. Der KI-Optimismus drängte Sorgen über die Friedensgespräche im Nahen Osten in den Hintergrund, die durch jüngste US-Angriffe im Iran belastet wurden.
Der Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) verlor 0,2 Prozent auf 50.462 Punkte. Die Nasdaq(.IXIC) rückte 1,2 Prozent auf 26.656 Zähler vor und der breit gefasste S&P 500(.SPX) legte 0,6 Prozent auf 7519 Stellen zu. Auch der Nebenwerteindex Russell 2000(.RUT) erreichte im Handelsverlauf ein Rekordhoch.
Halbleiterwerte, die von der KI-getriebenen Nachfrage profitieren, führten die Kursgewinne an. Der Branchenindex Philadelphia SE Semiconductor(.SOX) markierte ein Allzeithoch. Micron(MU.O) stiegen stark an und erreichten erstmals einen Börsenwert von einer Billion Dollar, nachdem die Großbank UBS ihr Kursziel für das Papier von 535 auf 1625 Dollar angehoben hatte. Auch Qualcomm(QCOM.O) legten zu. Zuvor hatte die Agentur Bloomberg berichtet, das Unternehmen habe eine Vereinbarung zur Chip-Lieferung mit dem Tiktok-Eigentümer Bytedance geschlossen. Auch Marvell Technology(MRVL.O) ging mit Gewinnen aus dem Handel.
Investoren richten ihren Blick nun auf mögliche Börsengänge, darunter den von SpaceX(SPCX.O). "Für diejenigen von uns, die schon so lange in der Branche tätig sind, erinnern die Tech-Rallys, die wir in diesem Jahr erleben, an den Boom Ende der 1990er Jahre", sagte Chris Zaccarelli, Anlagechef bei Northlight Asset Management. Es sei jedoch möglich, dass die Lehren aus dem Platzen der Tech-Blase vor über 25 Jahren bewirken, dass eine Wiederholung des damaligen Crashs verhindert werde.
Am Ölmarkt sorgten die geopolitischen Spannungen für Preisaufschläge. Die Terminkontrakte für die Nordseesorte Brent verteuerten sich um etwa vier Prozent, nachdem das US-Militär Angriffe im Iran ausgeführt hatte. Dies schürte die Unsicherheit darüber, ob bald ein Abkommen zur Beendigung des Krieges erzielt und die Schifffahrtswege durch die Straße von Hormus wieder geöffnet werden könnten. Die Märkte zeigten sich jedoch beruhigt durch Äußerungen von US-Außenminister Marco Rubio. Ein Abkommen mit der Regierung in Teheran zur Beendigung des Konflikts könnte "ein paar Tage dauern", sagte er. Der iranischen Agentur Tasnim zufolge strebt Teheran die Freigabe von im Ausland eingefrorenen iranischen Geldern in Höhe von 24 Milliarden Dollar an.
"Auch wenn wir noch kein Ende des Krieges haben, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sich die Situation eher früher als später friedlich lösen wird", erklärte Adam Sarhan, Chef von 50 Park Investments. Die Realität sei zudem, dass die Unternehmensgewinne trotz der hohen Inflation voraussichtlich steigen würden. Die Wirtschaft wachse weiterhin, und der Markt sei zu einem großen Teil ein Spiegelbild der Konjunktur.
Gegen Ende der Berichtssaison wird für das erste Quartal ein Gewinnwachstum von 29 Prozent im Jahresvergleich erwartet. Vor einem Monat hatte die Schätzung noch bei 16,1 Prozent gelegen.
(Bericht von Saeed Azhar, geschrieben von Ralf Bode. Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)