26.05.26
17:28
Reuters
| * USA fliegen neue Angriffe im Iran - Verhandlungen | ||
| dauern | an | |
| * | Friedenshoffnungen und Gewinne bei KI-Aktien stützen | |
| US-Börsen | ||
| * | Testflug von SpaceX "Starship" treibt Raumfahrtaktien | |
| * | Eli Lilly stärkt Impfstoffgeschäft mit Zukäufen - Aktie | |
| steigt | ||
| (Neu: | Öl, Edelmetalle, Dollar) | |
| Frankfurt, 26. Mai (Reuters) - Trotz neuer Spannungen | ||
| zwischen den USA und dem Iran zeigen sich die Anleger an der | ||
| Wall Street gelassen. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der | ||
| Standardwerte notierte am ersten Handelstag nach dem US-Feiertag | ||
| "Memorial Day" 0,2 Prozent schwächer bei 50.462 Punkten. Der | ||
| breiter gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,5 Prozent auf 7510 | ||
| Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) gab 0,9 | ||
| Prozent auf 26.572 Stellen nach. | ||
Ungeachtet der Bemühungen um ein Friedensabkommen halten die militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten an. Der Iran warf den USA am Dienstag einen "groben Verstoß" gegen die seit Anfang April geltende Waffenruhe vor und behielt sich das Recht auf Vergeltung vor. Die USA erklärten, Ziele im Süden des Iran angegriffen zu haben. Der von US-Präsident Donald Trump in Aussicht gestellte baldige Abschluss eines Abkommens mit dem Iran zog sich derweil hin. Es könne noch "ein paar Tage" dauern, bis die Einigung ausgehandelt sei, sagte Außenminister Marco Rubio.
"An den US-Börsen herrscht vorsichtiger Optimismus. Das Augenmerk liegt klar auf der Planung einer Ausstiegsstrategie für diesen Krieg", sagte Art Hogan, Chefstratege beim Vermögensverwalter B Riley Wealth. "Gleichzeitig ist man sich aber bewusst, dass es eine Weile dauern wird, bis sich die Energiepreise und die Inflation wieder normalisieren."
Der Ölpreis weitete am Dienstag seine Gewinne aus. Die Nordsee-Rohölsorte Brent(LCOc1) verteuerte sich um 4,1 Prozent auf 100,09 Dollar je Fass (159 Liter), nachdem das Plus zuvor bei nur einem Prozent gelegen hatte. US-Leichtöl WTI(CLc1), das am Montag feiertagsbedingt nicht gehandelt wurde, verbilligte sich hingegen um 2,8 Prozent auf 93,88 Dollar pro Barrel. Zum Wochenstart hatte der Preis für Brent mehr als sieben Prozent eingebüßt. Viele Experten erwarten jedoch, dass sich die Lage am Ölmarkt auch nach dem Ende des Iran-Kriegs nur langsam entspannen dürfte.
Dies belastete auch den Goldpreis(XAU=). Das Edelmetall verbilligte sich um 1,4 Prozent auf 4505 Dollar je Feinunze. Damit gab er seine Gewinne vom Montag größtenteils wieder ab. Der Goldpreis ist seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar um rund 15 Prozent gefallen, da die Teuerung bei Öl Inflations- und Zinssorgen geschürt hat. Erhöhte Zinsen wichtiger Notenbanken dämpfen die Nachfrage nach unverzinsten Anlagen wie Gold.
Die US-Devise stabilisierte sich hingegen. Der Dollar-Index(.DXY) gab 0,04 Prozent nach und lag bei 99,199 Punkten. Fallende Ölpreise verringern die Nachfrage nach Dollar für Ölkäufe. Zugleich sinkt bei geopolitischer Entspannung die Risikoprämie, was die Handelsumsätze bei als "sichere Häfen" geltenden Anlagen schwächt.
Gefragt bei den Einzelwerten waren weiterhin vor allem Aktien aus dem KI-Sektor. Die Titel von Marvell(MRVL.O) rückten um 4,7 Prozent vor, Intel(INTC.O) verteuerten sich um 0,8 Prozent. "Ich glaube, dass wir uns immer noch in einer großen Hausse befinden, die von 'Hard Technology' angetrieben wird", sagte Yuan Yuwei, Hedgefonds-Manager bei Trinity Synergy Investments. Micron(MU.O) sprangen inmitten des KI-Booms um 17 Prozent auf 882 Dollar. Der US-Speicherchip-Hersteller erreichte erstmals einen Börsenwert von einer Billion Dollar. Auslöser für den Kurssprung war eine Hochstufung durch die Schweizer Bank UBS, die ihr Kursziel für die Papiere von 535 auf 1625 Dollar verdreifachte.
Der erfolgreiche Testflug der SpaceX-Rakete "Starship" beflügelte indes die Aktien anderer Raumfahrtunternehmen. Die Titel von Intuitive Machines(LUNR.O), Planet Labs(PL.N) und Rocket Lab(RKLB.O) legten zu.
Nach oben ging es auch für die Papiere von Eli Lilly(LLY.N) , die um 1,3 Prozent zulegten. Der Pharmakonzern verstärkt sich mit gleich drei Zukäufen auf einen Streich im Geschäft mit Impfstoffen.
(Bericht von Sanne Schimanski und Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
26.05.26
17:28
Reuters
Frankfurt, 26. Mai (Reuters) - Trotz neuer Spannungen zwischen den USA und dem Iran zeigen sich die Anleger an der Wall Street gelassen. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte notierte am ersten Handelstag nach dem US-Feiertag "Memorial Day" 0,2 Prozent schwächer bei 50.462 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,5 Prozent auf 7510 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) gab 0,9 Prozent auf 26.572 Stellen nach.
Ungeachtet der Bemühungen um ein Friedensabkommen halten die militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten an. Der Iran warf den USA am Dienstag einen "groben Verstoß" gegen die seit Anfang April geltende Waffenruhe vor und behielt sich das Recht auf Vergeltung vor. Die USA erklärten, Ziele im Süden des Iran angegriffen zu haben. Der von US-Präsident Donald Trump in Aussicht gestellte baldige Abschluss eines Abkommens mit dem Iran zog sich derweil hin. Es könne noch "ein paar Tage" dauern, bis die Einigung ausgehandelt sei, sagte Außenminister Marco Rubio.
"An den US-Börsen herrscht vorsichtiger Optimismus. Das Augenmerk liegt klar auf der Planung einer Ausstiegsstrategie für diesen Krieg", sagte Art Hogan, Chefstratege beim Vermögensverwalter B Riley Wealth. "Gleichzeitig ist man sich aber bewusst, dass es eine Weile dauern wird, bis sich die Energiepreise und die Inflation wieder normalisieren."
<h5 align=center> ÖLPREIS SETZT ZICKZACKKURS FORT</h5>Der Ölpreis weitete am Dienstag seine Gewinne aus. Die Nordsee-Rohölsorte Brent(LCOc1) verteuerte sich um 4,1 Prozent auf 100,09 Dollar je Fass (159 Liter), nachdem das Plus zuvor bei nur einem Prozent gelegen hatte. US-Leichtöl WTI(CLc1), das am Montag feiertagsbedingt nicht gehandelt wurde, verbilligte sich hingegen um 2,8 Prozent auf 93,88 Dollar pro Barrel. Zum Wochenstart hatte der Preis für Brent mehr als sieben Prozent eingebüßt. Viele Experten erwarten jedoch, dass sich die Lage am Ölmarkt auch nach dem Ende des Iran-Kriegs nur langsam entspannen dürfte.
Dies belastete auch den Goldpreis(XAU=). Das Edelmetall verbilligte sich um 1,4 Prozent auf 4505 Dollar je Feinunze. Damit gab er seine Gewinne vom Montag größtenteils wieder ab. Der Goldpreis ist seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar um rund 15 Prozent gefallen, da die Teuerung bei Öl Inflations- und Zinssorgen geschürt hat. Erhöhte Zinsen wichtiger Notenbanken dämpfen die Nachfrage nach unverzinsten Anlagen wie Gold.
<h5 align=center> KI-RALLY GEHT WEITER</h5>Die US-Devise stabilisierte sich hingegen. Der Dollar-Index(.DXY) gab 0,04 Prozent nach und lag bei 99,199 Punkten. Fallende Ölpreise verringern die Nachfrage nach Dollar für Ölkäufe. Zugleich sinkt bei geopolitischer Entspannung die Risikoprämie, was die Handelsumsätze bei als "sichere Häfen" geltenden Anlagen schwächt.
Gefragt bei den Einzelwerten waren weiterhin vor allem Aktien aus dem KI-Sektor. Die Titel von Marvell(MRVL.O) rückten um 4,7 Prozent vor, Intel(INTC.O) verteuerten sich um 0,8 Prozent. "Ich glaube, dass wir uns immer noch in einer großen Hausse befinden, die von 'Hard Technology' angetrieben wird", sagte Yuan Yuwei, Hedgefonds-Manager bei Trinity Synergy Investments. Micron(MU.O) sprangen inmitten des KI-Booms um 17 Prozent auf 882 Dollar. Der US-Speicherchip-Hersteller erreichte erstmals einen Börsenwert von einer Billion Dollar. Auslöser für den Kurssprung war eine Hochstufung durch die Schweizer Bank UBS, die ihr Kursziel für die Papiere von 535 auf 1625 Dollar verdreifachte.
Der erfolgreiche Testflug der SpaceX-Rakete "Starship" beflügelte indes die Aktien anderer Raumfahrtunternehmen. Die Titel von Intuitive Machines(LUNR.O), Planet Labs(PL.N) und Rocket Lab(RKLB.O) legten zu.
Nach oben ging es auch für die Papiere von Eli Lilly(LLY.N) , die um 1,3 Prozent zulegten. Der Pharmakonzern verstärkt sich mit gleich drei Zukäufen auf einen Streich im Geschäft mit Impfstoffen.
(Bericht von Sanne Schimanski und Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)