26.05.26
12:01
Reuters
Frankfurt, 26. Mai (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
14.00 Uhr - Der Geschäftsbericht der britischen Baumarktkette Kingfisher(KGF.L) kommt bei den Anlegern insgesamt gut an. Die Aktien springen um vier Prozent nach oben und sind damit die größten Gewinner im Londoner Leitindex FTSE 100(.FTSE). Der flächenbereinigte Umsatz von Kingfisher sank in den drei Monaten bis Ende April zwar um 0,7 Prozent. Das Unternehmen verwies auf ein schwaches Marktumfeld und einen späten Frühlingsbeginn, der die Nachfrage nach saisonalen Produkten gebremst habe. Für das Gesamtjahr bekräftigte der Konzern jedoch sein Ziel eines bereinigten Vorsteuergewinns zwischen 565 und 625 Millionen Pfund. Analysten hatten im Schnitt mit 589 Millionen Pfund gerechnet. Die Experten von RBC Europe bezeichneten die Mitteilung angesichts des späten Saisonstarts als "beruhigend".
13.40 Uhr - Der erfolgreiche Testflug der neuesten SpaceX-Rakete beflügelt die Aktien anderer Raumfahrtunternehmen. Die Titel von Intuitive Machines(LUNR.O), Planet Labs(PL.N) und Rocket Lab(RKLB.O) legen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um gut fünf bis fast 9,5 Prozent zu. Das Raumfahrtunternehmen SpaceX(SPCX.O) des Milliardärs Elon Musk absolvierte am Freitag mit der neuesten Version seiner Rakete "Starship" einen unbemannten Testflug. Es war der erste Flug der umfassend überarbeiteten V3-Version, an der das Unternehmen nach einer Reihe von Fehlschlägen im vergangenen Jahr monatelang gearbeitet hatte. Der Testflug gilt wenige Wochen vor dem geplanten Börsengang von SpaceX als symbolträchtig und dürfte das Vertrauen der Anleger beeinflussen. Eine erfolgreiche Platzierung könnte das Unternehmen mit 1,75 Billionen Dollar bewerten und Musk zum ersten Billionär der Welt machen.
11.30 Uhr - Nach den neuen US-Angriffen auf den Iran geht es für den Goldpreis(XAU=) erneut nach unten. Das Edelmetall verbilligt sich um rund ein Prozent auf 4525 Dollar je Feinunze. Damit gibt er seine Gewinne vom Montag größtenteils wieder ab. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich bei Silber(XAG=), Palladium(XPD=) und Platin(XPT=). Der Goldpreis ist seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar um rund 15 Prozent gefallen, da die Teuerung bei Öl Inflations- und Zinssorgen geschürt hat. Erhöhte Zinsen wichtiger Notenbanken dämpfen die Nachfrage nach unverzinsten Anlagen wie Gold. Zugleich erwarten mehrere Experten, dass sich die Lage am Ölmarkt auch nach dem Ende des Iran-Kriegs nur langsam entspannen dürfte. "Der Markt hat begonnen, diese Situation einzupreisen", sagte Kelvin Wong, Chefanalyst beim Handelshaus Oanda.
11.15 Uhr - Nach einem Rücksetzer zum Wochenstart zeigt die US-Devise am Dienstag Anzeichen einer Stabilisierung. Der Dollar-Index(.DXY) gibt leicht nach und liegt bei 99,089 Punkten. Neue Spekulationen auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs hatten ihn am Montag zeitweise um fast ein halbes Prozent ins Minus gedrückt. Fallende Ölpreise verringerten die Nachfrage nach Dollar für Ölkäufe. Zugleich sank die geopolitische Risikoprämie, was die Handelsumsätze bei als "sichere Häfen" geltenden Anlagen schwächte. Experten zeigen sich jedoch zuversichtlich. "Wir erwarten weiterhin nur eine langsame Entspannung am Ölmarkt", schreiben die Strategen der Oversea-Chinese Banking Corporation. Gegen einen fallenden US-Dollar sprächen zudem das robuste US-Wachstum und der von Künstlicher Intelligenz (KI) verursachte Inflationsdruck. Dieser dürfte die US-Notenbank Fed zu einer strafferen Geldpolitik bewegen.
10.45 Uhr - Der Ölpreis weitet seine Gewinne aus. Die Nordsee-Rohölsorte Brent(LCOc1) verteuert sich um fast 3,5 Prozent auf 99,30 Dollar je Fass (159 Liter), nachdem das Plus zuvor bei nur einem Prozent gelegen hatte. US-Leichtöl WTI(CLc1), das am Montag feiertagsbedingt nicht gehandelt wurde, gibt hingegen nach und verbilligt sich um rund vier Prozent auf 92,78 Dollar pro Barrel. Neu entflammte Hoffnungen auf eine Lösung im US-Iran-Konflikt hatten den Preis für Brent zum Wochenstart um mehr als sieben Prozent ins Minus gedrückt. "Obwohl das Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran gerade unter Dach und Fach gebracht wird, könnten die Schäden an den Ölförderanlagen im Nahen Osten eine rasche Normalisierung der weltweiten Ölversorgung verhindern", sagte Kelvin Wong, Chefanalyst beim Handelshaus Oanda. Zudem flogen die US-Streitkräfte in der Nacht zum Dienstag im Süden des Irans neue Angriffe.
10.20 Uhr - Der erste vollelektrische Ferrari(RACE.MI) hat die Anleger nicht überzeugt. Die Aktien des Luxussportwagenbauers rutschen an der Börse in Mailand um rund sechs Prozent ab. Laut einem Händler vor Ort enttäuschte das Design die Investoren. "Für sie ist das kein Ferrari", sagte er. Das Unternehmen hatte den "Luce" (italienisch für Licht) am späten Montagabend vorgestellt. Der viertürige Stromer, der mit Hilfe des ehemaligen Apple-Chefdesigners Jony Ive entwickelt wurde, soll 550.000 Euro kosten. Die Auslieferungen sollen im vierten Quartal beginnen. "Es ist ein Wagnis", sagte Phil Dunne von der Unternehmensberatung Grant Thornton Stax bereits vor der Vorstellung des neuen Modells. Andere Hersteller von Luxuswagen wie Porsche(P911_p.DE) und Lamborghini hatten zuletzt wegen der schwachen Nachfrage ihre Pläne für Elektroautos zurückgefahren.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
26.05.26
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