26.05.26
03:28
Reuters
Singapur/Tokio, 26. Mai (Reuters) - Neue US-Angriffe im Nahen Osten haben am Dienstag die Hoffnungen auf ein Friedensabkommen mit dem Iran gedämpft und die asiatischen Aktienmärkte ins Minus gedrückt. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 0,4 Prozent auf 64.897,64 Punkte nach, und der breiter gefasste Topix(.TOPX) blieb fast unverändert bei 3.939,88 Zählern. Auch in China hielten sich die Anleger zurück: Die Börse Shanghai(.SSEC) verlor 0,6 Prozent auf 4.127,04 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stagnierte bei 4.921,75 Punkten.
Die geopolitischen Spannungen überschatteten die jüngsten Rekordjagden an den Märkten. Zwar verhandeln Vertreter des Irans und der USA in Doha über ein Ende des Krieges, doch US-Militärschläge im Süden des Irans ließen Zweifel an einem raschen Durchbruch aufkommen. "Der Optimismus über ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran ist bereits eingepreist, und der Anstieg der Ölpreise belastete die Stimmung", sagte Daisuke Hashizume, Stratege bei Daiwa Securities. Die Entwicklungen im Nahen Osten beschäftigen auch die japanische Notenbank. Vize-Gouverneur Ryozo Himino erklärte, die Zentralbank werde bei der Entscheidung über den Zeitpunkt weiterer Zinserhöhungen genau analysieren, wie sich die Lage auf die heimische Wirtschaft und die Preise auswirke.
Nach der jüngsten Rally, die den Nikkei(.N225) am Vortag noch auf ein Rekordhoch getrieben hatte, nahmen viele Investoren zudem Gewinne mit. Zu den Verlierern zählten vor allem schwergewichtige Chipwerte: Die Papiere von Advantest(6857.T) und Tokyo Electron(8035.T) fielen um 5,0 beziehungsweise 2,26 Prozent. Auch der Speicherhersteller Kioxia(285A.T) rutschte um 5,45 Prozent ab, während der Glasfaserkabel-Produzent Fujikura(5803.T) 3,7 Prozent verlor. Gegen den Trend stiegen die Aktien der SoftBank Group(9984.T) um 7,36 Prozent und stützten den Leitindex. Gefragt waren auch Schwermaschinenbauer wie Kawasaki Heavy Industries(7012.T) und IHI(7013.T), die jeweils um fast acht Prozent zulegten.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel profitierte die US-Währung von einer erneuten Nachfrage nach sicheren Häfen angesichts der geopolitischen Unsicherheiten. Der Dollar gewann geringfügig auf 158,95 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7863 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,7834 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1631 Dollar.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt sorgten die militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten für Auftrieb bei der Nordseesorte, da Anleger eine Verknappung des Angebots befürchteten. Rohöl der Sorte Brent verteuerte sich um 1,9 Prozent auf 98,00 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte dagegen 5,1 Prozent schwächer bei 91,70 Dollar.
Wall Street
Die US-Börsen blieben am Montag wegen des Feiertags "Memorial Day" geschlossen. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Freitag mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 50.579,70 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,4 Prozent auf 7.473,47 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 0,2 Prozent auf 26.343,97 Stellen an.
(Bericht von Rae Wee, Junko Fujita geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
26.05.26
03:28
Reuters
Singapur/Tokio, 26. Mai (Reuters) - Neue US-Angriffe im Nahen Osten haben am Dienstag die Hoffnungen auf ein Friedensabkommen mit dem Iran gedämpft und die asiatischen Aktienmärkte ins Minus gedrückt.
In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 0,4 Prozent auf 64.897,64 Punkte nach, und der breiter gefasste Topix(.TOPX) blieb fast unverändert bei 3.939,88 Zählern. Auch in China hielten sich die Anleger zurück: Die Börse Shanghai(.SSEC) verlor 0,6 Prozent auf 4.127,04 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stagnierte bei 4.921,75 Punkten.
Die geopolitischen Spannungen überschatteten die jüngsten Rekordjagden an den Märkten. Zwar verhandeln Vertreter des Irans und der USA in Doha über ein Ende des Krieges, doch US-Militärschläge im Süden des Irans ließen Zweifel an einem raschen Durchbruch aufkommen. "Der Optimismus über ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran ist bereits eingepreist, und der Anstieg der Ölpreise belastete die Stimmung", sagte Daisuke Hashizume, Stratege bei Daiwa Securities. Die Entwicklungen im Nahen Osten beschäftigen auch die japanische Notenbank. Vize-Gouverneur Ryozo Himino erklärte, die Zentralbank werde bei der Entscheidung über den Zeitpunkt weiterer Zinserhöhungen genau analysieren, wie sich die Lage auf die heimische Wirtschaft und die Preise auswirke.
Nach der jüngsten Rally, die den Nikkei(.N225) am Vortag noch auf ein Rekordhoch getrieben hatte, nahmen viele Investoren zudem Gewinne mit. Zu den Verlierern zählten vor allem schwergewichtige Chipwerte:
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel profitierte die US-Währung von einer erneuten Nachfrage nach sicheren Häfen angesichts der geopolitischen Unsicherheiten. Der Dollar gewann geringfügig auf 158,95 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7863 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,7834 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1631 Dollar.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt sorgten die militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten für Auftrieb bei der Nordseesorte, da Anleger eine Verknappung des Angebots befürchteten. Rohöl der Sorte Brent verteuerte sich um 1,9 Prozent auf 98,00 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte dagegen 5,1 Prozent schwächer bei 91,70 Dollar.
Wall Street
Die US-Börsen blieben am Montag wegen des Feiertags "Memorial Day" geschlossen. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Freitag mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 50.579,70 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,4 Prozent auf 7.473,47 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 0,2 Prozent auf 26.343,97 Stellen an.
(Bericht von Rae Wee, Junko Fujita geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)