20.05.26
08:38
Reuters
Frankfurt, 20. Mai (Reuters) - Deutschlands größter Baukonzern Hochtief(HOTG.DE) hat nach Ansicht der Analysten der Deutschen Bank gute Aussichten, in den Dax(.GDAXI) aufzusteigen. Die Titel legten am Mittwoch um bis zu 3,9 Prozent zu und waren damit zeitweise größter Gewinner im MDax, nachdem sie am Vortag mehr als fünf Prozent abgerutscht waren. Einer Analyse der Deutschen Bank zufolge dürfte Hochtief bei der nächsten Index-Überprüfung Anfang Juni in die erste Börsenliga aufsteigen. Das Unternehmen profitiere von erhöhten Infrastrukturausgaben für Verteidigung und der Nachfrage nach Rechenzentren. Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 190 Prozent zugelegt.
Neben Hochtief habe auch die Lufthansa(LHAG.DE) eine Chance auf eine Rückkehr in den Dax, nachdem sie den Wiederaufstieg in den vergangenen Jahren mehrfach knapp verpasst hatte. Der Deutschen Bank zufolge rangiert die Fluggesellschaft derzeit jedoch knapp unter der notwendigen Schwelle für einen schnellen Aufstieg. Als Wackelkandidaten für einen Abstieg aus dem Dax gelten der Online-Modehändler Zalando(ZALG.DE) und die Porsche Holding(PSHG_p.DE).
Die Index-Tochter der Deutschen Börse, Stoxx, entscheidet am 3. Juni über die künftige Zusammensetzung des Index, wirksam werden die Änderungen zum 22. Juni. Für einen außerplanmäßigen Aufstieg nach der "Fast Entry"-Regel muss ein Unternehmen beim Börsenwert der frei handelbaren Aktien (Free Float) mindestens auf Rang 33 liegen. Hochtief liegt Schätzungen zufolge auf Rang 32 und würde sich damit qualifizieren. Ein Aufstieg ist in der Regel mit Umschichtungen bei Indexfonds (ETFs) verbunden. Die Deutsche Bank schätzt, dass bei einem Aufstieg von Hochtief rund 130 Millionen Euro von Dax-ETFs in die Aktie fließen würden. Gleichzeitig würden jedoch Abflüsse aus MDax-Fonds anfallen, da das Gewicht im Mittelwerte-Index deutlich höher ist.
Sollte die Porsche Holding aus dem Dax absteigen, wäre eine baldige Rückkehr unwahrscheinlich. Grund sei die Regel, wonach Dax-Kandidaten in den beiden vorangegangenen Geschäftsjahren ein positives operatives Ergebnis vorweisen müssen. Ein Ausscheiden der Porsche Holding würde den Anteil des Automobilsektors im Dax weiter nach unten drücken. Nach 19 Prozent im Jahr 2017 liegt der Autoanteil im Dax den Analysten der Deutschen Bank zufolge mittlerweile nur noch bei rund fünf Prozent.
(Bericht von Stefanie Geiger, redigiert von Christian Rüttger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
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Reuters
Frankfurt, 20. Mai (Reuters) - Deutschlands größter Baukonzern Hochtief(HOTG.DE) hat nach Ansicht der Analysten der Deutschen Bank gute Aussichten, in den Dax(.GDAXI) aufzusteigen. Die Titel legten am Mittwoch um bis zu 3,9 Prozent zu und waren damit zeitweise größter Gewinner im MDax, nachdem sie am Vortag mehr als fünf Prozent abgerutscht waren. Einer Analyse der Deutschen Bank zufolge dürfte Hochtief bei der nächsten Index-Überprüfung Anfang Juni in die erste Börsenliga aufsteigen. Das Unternehmen profitiere von erhöhten Infrastrukturausgaben für Verteidigung und der Nachfrage nach Rechenzentren. Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 190 Prozent zugelegt.
Neben Hochtief habe auch die Lufthansa(LHAG.DE) eine Chance auf eine Rückkehr in den Dax, nachdem sie den Wiederaufstieg in den vergangenen Jahren mehrfach knapp verpasst hatte. Der Deutschen Bank zufolge rangiert die Fluggesellschaft derzeit jedoch knapp unter der notwendigen Schwelle für einen schnellen Aufstieg. Als Wackelkandidaten für einen Abstieg aus dem Dax gelten der Online-Modehändler Zalando(ZALG.DE) und die Porsche Holding(PSHG_p.DE).
Die Index-Tochter der Deutschen Börse, Stoxx, entscheidet am 3. Juni über die künftige Zusammensetzung des Index, wirksam werden die Änderungen zum 22. Juni. Für einen außerplanmäßigen Aufstieg nach der "Fast Entry"-Regel muss ein Unternehmen beim Börsenwert der frei handelbaren Aktien (Free Float) mindestens auf Rang 33 liegen. Hochtief liegt Schätzungen zufolge auf Rang 32 und würde sich damit qualifizieren. Ein Aufstieg ist in der Regel mit Umschichtungen bei Indexfonds (ETFs) verbunden. Die Deutsche Bank schätzt, dass bei einem Aufstieg von Hochtief rund 130 Millionen Euro von Dax-ETFs in die Aktie fließen würden. Gleichzeitig würden jedoch Abflüsse aus MDax-Fonds anfallen, da das Gewicht im Mittelwerte-Index deutlich höher ist.
Sollte die Porsche Holding aus dem Dax absteigen, wäre eine baldige Rückkehr unwahrscheinlich. Grund sei die Regel, wonach Dax-Kandidaten in den beiden vorangegangenen Geschäftsjahren ein positives operatives Ergebnis vorweisen müssen. Ein Ausscheiden der Porsche Holding würde den Anteil des Automobilsektors im Dax weiter nach unten drücken. Nach 19 Prozent im Jahr 2017 liegt der Autoanteil im Dax den Analysten der Deutschen Bank zufolge mittlerweile nur noch bei rund fünf Prozent.
(Bericht von Stefanie Geiger, redigiert von Christian Rüttger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder (für Unternehmen und Märkte)