19.05.26
07:57
Reuters
| * | Japans Wirtschaft wächst überraschend kräftig | |
| * | Gewinnmitnahmen bei Tech-Werten | |
| * | Drohender Streik bei Samsung im Fokus | |
| Tokio/Hongkong, 19. Mai (Reuters) - Die unsichere Lage | ||
| im Iran-Konflikt hat für schwankende Kurse an den Aktienmärkten | ||
| in Fernost gesorgt. Zugleich belasteten Gewinnmitnahmen bei | ||
| Tochnologiewerten die Börsen. In Tokio gab der | ||
| Nikkei-Index(.N225) am Dienstag anfängliche Gewinne wieder ab | ||
| und verlor 0,6 Prozent auf 60.436 Punkte. Händler verwiesen auf | ||
| Kursverluste bei US-Technologiewerten, die bereits den Nasdaq | ||
| und den S&P 500 am Montag ins Minus gezogen hatten. "Der Markt | ||
| versucht herauszufinden, wie lange der Abwärtstrend bei | ||
| US-Technologieaktien noch anhalten wird", sagte Yugo Tsuboi, | ||
| Chefstratege bei Daiwa Securities. Zugleich warteten Investoren | ||
| auf die Ergebnisse von Nvidia(NVDA.O) zur Wochenmitte. | ||
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor einen geplanten Angriff auf den Iran ausgesetzt und Hoffnungen auf ein Abkommen mit dem Iran geschürt, was die Märkte bewegte. Dennoch blieben die Anleger vorsichtig. "Wir haben bereits ein ständiges Hin und Her gesehen", sagte Fabien Yip, Marktanalyst bei IG. Solange es keine echte Entspannung in der Straße von Hormus gebe und der Schiffsverkehr dort nicht wieder zunehme, werde der Markt die Kommentare beider Seiten ignorieren.
Bei den Einzelwerten zählten auch in Tokio Technologie-Aktien zu den größten Verlierern. Die Titel des Chip-Ausrüsters Advantest(6857.T) fielen um knapp fünf Prozent, die des Technologie-Investors SoftBank(9984.T) um gut drei Prozent. Die Papiere von Tokyo Electron(8035.T) gaben ebenfalls rund drei Prozent nach. Positive Impulse lieferten besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten. Die japanische Wirtschaft war im ersten Quartal dank solider Exporte und eines robusten Konsums stärker gewachsen als vorhergesagt. Das Wachstum sei vom Konsum getragen worden, sagte Tsuboi von Daiwa Securities. Davon profitierten konjunktursensible Werte. So legten die Aktien der Banken Mitsubishi UFJ Financial Group(8306.T) und Mizuho Financial Group(8411.T) jeweils mehr als drei Prozent zu.
Die ausgebliebenen konkreten Ergebnisse des China-Besuchs von US-Präsident Donald Trump sorgten unterdessen weiter für Zurückhaltung in der Volksrepublik. Anleger hätten "eine handfeste Vereinbarung oder etwas Greifbares erwartet", was jedoch nicht eingetreten sei, sagte Eugene Hsiao, China-Aktienstratege bei Macquarie Capital. Zudem belasteten geopolitische Risiken die Stimmung. Aktien von Unternehmen aus dem Sektor für Seltene Erden(.CSI930598) fielen mehr als zwei Prozent, nachdem Australien chinesische Investoren angewiesen hatte, ihre Anteile an einem Seltene-Erden-Projekt zu verkaufen.
Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) gab leicht nach, der Shanghai Composite Index(.SSEC) legte dagegen rund ein halbes Prozent zu. In Hongkong zeigte sich ein anderes Bild. Dort wurde der Markt von Bankaktien(.HSMBI) angetrieben, die um fast ein Prozent anzogen. Die in Hongkong notierten Aktien der Standard Chartered Bank(2888.HK) sprangen um 2,5 Prozent in die Höhe. Die Bank kündigte Pläne für höhere Renditen an, die auch den Abbau von 7000 Stellen bis 2030 umfassen.
In Südkorea schickten Gewinnmitnahmen im Technologiesektor die Börse auf Talfahrt. Der Leitindex Kospi(.KS11) gab mehr als drei Prozent nach. Händler verwiesen ebenfalls auf die Kursverluste bei US-Chipwerten, die den heimischen Halbleitersektor unter Druck setzten. Im Fokus standen zudem die Tarifverhandlungen bei Samsung Electronics(005930.KS), dessen Aktien um zwei Prozent fielen. Bei den Verhandlungen über einen drohenden Streik näherten sich beide Seiten einem Vermittler zufolge jedoch an. Die Papiere des Konkurrenten SK Hynix(000660.KS) verloren fünf Prozent. Die Aktien der Autobauer Hyundai(005380.KS) und Kia(000270.KS) rutschten um neun beziehungsweise knapp fünf Prozent ab.
| Asiatische Aktienindizes am | Kurse um 08:00 | Veränderung in |
| Dienstag | Uhr | Prozent |
| Nikkei(.N225) | 60.435,74 | -0,6% |
| Topix(.TOPX) | 3.847,39 | +0,6% |
| Shanghai(.SSEC) | 4.147,49 | +0,4% |
| CSI300(.CSI300) | 4.826,18 | -0,1% |
| Hang Seng(.HSI) | 25.744,94 | +0,3% |
| Kospi(.KS11) | 7.330,12 | -2,5% |
----------
| Währungen | Kurse um 08:00 |
| Uhr | |
| Euro/Dollar(EUR=) | 1,1642 |
| Pfund/Dollar(GBP=) | 1,3415 |
| Dollar/Yen(JPY=) | 159,00 |
| Dollar/Franken(CHF=) | 0,7853 |
| Dollar/Yuan(CNY=) | 6,7991 |
| Dollar/Won(KRW=) | 1.505,70 |
(Bericht von Summer Zhen, Junko Fujita, Jihoon Lee, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
19.05.26
07:57
Reuters
Tokio/Hongkong, 19. Mai (Reuters) - Die unsichere Lage im Iran-Konflikt hat für schwankende Kurse an den Aktienmärkten in Fernost gesorgt. Zugleich belasteten Gewinnmitnahmen bei Tochnologiewerten die Börsen. In Tokio gab der Nikkei-Index(.N225) am Dienstag anfängliche Gewinne wieder ab und verlor 0,6 Prozent auf 60.436 Punkte. Händler verwiesen auf Kursverluste bei US-Technologiewerten, die bereits den Nasdaq und den S&P 500 am Montag ins Minus gezogen hatten. "Der Markt versucht herauszufinden, wie lange der Abwärtstrend bei US-Technologieaktien noch anhalten wird", sagte Yugo Tsuboi, Chefstratege bei Daiwa Securities. Zugleich warteten Investoren auf die Ergebnisse von Nvidia(NVDA.O) zur Wochenmitte.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor einen geplanten Angriff auf den Iran ausgesetzt und Hoffnungen auf ein Abkommen mit dem Iran geschürt, was die Märkte bewegte. Dennoch blieben die Anleger vorsichtig. "Wir haben bereits ein ständiges Hin und Her gesehen", sagte Fabien Yip, Marktanalyst bei IG. Solange es keine echte Entspannung in der Straße von Hormus gebe und der Schiffsverkehr dort nicht wieder zunehme, werde der Markt die Kommentare beider Seiten ignorieren.
Bei den Einzelwerten zählten auch in Tokio Technologie-Aktien zu den größten Verlierern. Die Titel des Chip-Ausrüsters Advantest(6857.T) fielen um knapp fünf Prozent, die des Technologie-Investors SoftBank(9984.T) um gut drei Prozent. Die Papiere von Tokyo Electron(8035.T) gaben ebenfalls rund drei Prozent nach. Positive Impulse lieferten besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten. Die japanische Wirtschaft war im ersten Quartal dank solider Exporte und eines robusten Konsums stärker gewachsen als vorhergesagt. Das Wachstum sei vom Konsum getragen worden, sagte Tsuboi von Daiwa Securities. Davon profitierten konjunktursensible Werte. So legten die Aktien der Banken Mitsubishi UFJ Financial Group(8306.T) und Mizuho Financial Group(8411.T) jeweils mehr als drei Prozent zu.
Die ausgebliebenen konkreten Ergebnisse des China-Besuchs von US-Präsident Donald Trump sorgten unterdessen weiter für Zurückhaltung in der Volksrepublik. Anleger hätten "eine handfeste Vereinbarung oder etwas Greifbares erwartet", was jedoch nicht eingetreten sei, sagte Eugene Hsiao, China-Aktienstratege bei Macquarie Capital. Zudem belasteten geopolitische Risiken die Stimmung. Aktien von Unternehmen aus dem Sektor für Seltene Erden(.CSI930598) fielen mehr als zwei Prozent, nachdem Australien chinesische Investoren angewiesen hatte, ihre Anteile an einem Seltene-Erden-Projekt zu verkaufen.
Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) gab leicht nach, der Shanghai Composite Index(.SSEC) legte dagegen rund ein halbes Prozent zu. In Hongkong zeigte sich ein anderes Bild. Dort wurde der Markt von Bankaktien(.HSMBI) angetrieben, die um fast ein Prozent anzogen. Die in Hongkong notierten Aktien der Standard Chartered Bank(2888.HK) sprangen um 2,5 Prozent in die Höhe. Die Bank kündigte Pläne für höhere Renditen an, die auch den Abbau von 7000 Stellen bis 2030 umfassen.
In Südkorea schickten Gewinnmitnahmen im Technologiesektor die Börse auf Talfahrt. Der Leitindex Kospi(.KS11) gab mehr als drei Prozent nach. Händler verwiesen ebenfalls auf die Kursverluste bei US-Chipwerten, die den heimischen Halbleitersektor unter Druck setzten. Im Fokus standen zudem die Tarifverhandlungen bei Samsung Electronics(005930.KS), dessen Aktien um zwei Prozent fielen. Bei den Verhandlungen über einen drohenden Streik näherten sich beide Seiten einem Vermittler zufolge jedoch an. Die Papiere des Konkurrenten SK Hynix(000660.KS) verloren fünf Prozent. Die Aktien der Autobauer Hyundai(005380.KS) und Kia(000270.KS) rutschten um neun beziehungsweise knapp fünf Prozent ab.
(Bericht von Summer Zhen, Junko Fujita, Jihoon Lee, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)