18.05.26
17:56
Reuters
| * Nasdaq-Index gibt rund ein Prozent nach | |
| * | Ausverkauf bei US-Staatsanleihen |
| * | Öl verteuert sich weiter |
| * | Investoren warten auf Zahlen von Nvidia und Walmart |
| (Schwerpunkt Wall Street) | |
| 18. Mai (Reuters) - Nach dem jüngsten Rücksetzer sind | |
| die Anleger an der Wall Street auch zum Wochenanfang in Deckung | |
| geblieben. Steigende Renditen bei US-Staatsanleihen und höhere | |
| Ölpreise schürten erneut Sorgen vor einer hartnäckigen Inflation | |
| und anziehenden Zinsen. | |
Der Technologie-Index Nasdaq(.IXIC) verlor im Verlauf rund ein Prozent auf bis zu 25.905 Zähler, belastet von schwachen Chip-Werten. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) gab rund ein halbes Prozent auf bis zu 7361 Punkte nach. Dagegen zeigte sich der Dow-Jones-Index(.DJI) weitgehend stabil.
Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen(US10YT=RR) - ein Richtwert für die globalen Kreditkosten - kletterte zeitweise auf 4,630 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit Februar 2025. Der Ausverkauf am Anleihemarkt wurde durch einen Anstieg der Ölpreise angeheizt. Händler verwiesen zudem auf die stockenden Bemühungen um ein Ende des Iran-Krieges. "Anleger blicken auf die Zinsen und den Ölpreis und fragen sich, welche Auswirkungen dies haben wird", sagte Adam Turnquist, Stratege bei LPL Financial. Nach einer Rally seit März lege der Markt eine Verschnaufpause ein und konzentriere sich wieder auf das komplizierte makroökonomische Umfeld.
"Der jüngste Besuch von US-Präsident Donald Trump in China hat viele offene Fragen über die Zukunft Taiwans und darüber aufgeworfen, ob die Vereinigten Staaten dort sein werden, um es zu schützen", sagte Oliver Pursche von Wealthspire Advisors. "Angesichts der Bedeutung Taiwans für den Chipmarkt erklärt das zum Teil den Ausverkauf, den wir heute in diesem Sektor beobachten." Zudem würden Investoren Gewinne mitnehmen.
Trumps erster Besuch in Peking seit 2017 endete am Freitag ohne nennenswerte Durchbrüche im Handelsbereich oder konkrete Hilfe aus Peking zur Beendigung des US-israelischen Krieges gegen den Iran.
Der Philadelphia Halbleiter Index(.SOX) gehörte mit einem Minus von mehr als drei Prozent zu den größten Verlierern. Mit Spannung blickten Anleger auf US-Chipkonzern Nvidia(NVDA.O), der zur Wochenmitte seine Bücher öffnet. "Die Zahlen zum ersten Quartal und der neue Ausblick von Nvidia am Mittwochabend sind das wichtigste Börsenereignis der gesamten Berichtssaison", konstatierte Maximilian Wienke, Analyst bei eToro. "Nvidia ist längst kein normales Unternehmen mehr, sondern der zentrale Taktgeber des globalen KI-Booms." Nvidia-Papiere verloren am Montag zwei Prozent, liegen aber weiter nahe ihres Allzeithochs.
Mit Walmart(WMT.O) legt zugleich der größte Einzelhändler im Wochenverlauf seine Geschäftszahlen vor. Marktteilnehmer erwarten sich davon auch ein klareres Bild, wie die US-Verbraucher mit höheren Energiepreisen und dem allgemeinen Inflationsdruck zurechtkommen.
Unter den Einzelwerten stachen zum Wochenstart Dominion Energy(D.N) mit einem Kurssprung von rund neun Prozent hervor. Der Energieversorger NextEra Energy(NEE.N) will das kleinere Unternehmen für rund 66,8 Milliarden Dollar in Aktien übernehmen.
Regeneron(REGN.O) brachen dagegen um rund zehn Prozent ein. Ein experimentelles Medikament des Unternehmens zur Behandlung von Hautkrebs verfehlte in einer Spätphasenstudie sein Hauptziel.
(Bericht von Ragini Mathur und Utkarsh Hathi, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)
18.05.26
17:56
Reuters
Der Technologie-Index Nasdaq(.IXIC) verlor im Verlauf rund ein Prozent auf bis zu 25.905 Zähler, belastet von schwachen Chip-Werten. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) gab rund ein halbes Prozent auf bis zu 7361 Punkte nach. Dagegen zeigte sich der Dow-Jones-Index(.DJI) weitgehend stabil.
Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen(US10YT=RR) - ein Richtwert für die globalen Kreditkosten - kletterte zeitweise auf 4,630 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit Februar 2025. Der Ausverkauf am Anleihemarkt wurde durch einen Anstieg der Ölpreise angeheizt. Händler verwiesen zudem auf die stockenden Bemühungen um ein Ende des Iran-Krieges. "Anleger blicken auf die Zinsen und den Ölpreis und fragen sich, welche Auswirkungen dies haben wird", sagte Adam Turnquist, Stratege bei LPL Financial. Nach einer Rally seit März lege der Markt eine Verschnaufpause ein und konzentriere sich wieder auf das komplizierte makroökonomische Umfeld.
ERNÜCHTERUNG NACH TRUMPS CHINA-BESUCH
"Der jüngste Besuch von US-Präsident Donald Trump in China hat viele offene Fragen über die Zukunft Taiwans und darüber aufgeworfen, ob die Vereinigten Staaten dort sein werden, um es zu schützen", sagte Oliver Pursche von Wealthspire Advisors. "Angesichts der Bedeutung Taiwans für den Chipmarkt erklärt das zum Teil den Ausverkauf, den wir heute in diesem Sektor beobachten." Zudem würden Investoren Gewinne mitnehmen.
Trumps erster Besuch in Peking seit 2017 endete am Freitag ohne nennenswerte Durchbrüche im Handelsbereich oder konkrete Hilfe aus Peking zur Beendigung des US-israelischen Krieges gegen den Iran.
WARTEN AUF NVIDIA-ZAHLEN
Der Philadelphia Halbleiter Index(.SOX) gehörte mit einem Minus von mehr als drei Prozent zu den größten Verlierern. Mit Spannung blickten Anleger auf US-Chipkonzern Nvidia(NVDA.O), der zur Wochenmitte seine Bücher öffnet. "Die Zahlen zum ersten Quartal und der neue Ausblick von Nvidia am Mittwochabend sind das wichtigste Börsenereignis der gesamten Berichtssaison", konstatierte Maximilian Wienke, Analyst bei eToro. "Nvidia ist längst kein normales Unternehmen mehr, sondern der zentrale Taktgeber des globalen KI-Booms." Nvidia-Papiere verloren am Montag zwei Prozent, liegen aber weiter nahe ihres Allzeithochs.
Mit Walmart(WMT.O) legt zugleich der größte Einzelhändler im Wochenverlauf seine Geschäftszahlen vor. Marktteilnehmer erwarten sich davon auch ein klareres Bild, wie die US-Verbraucher mit höheren Energiepreisen und dem allgemeinen Inflationsdruck zurechtkommen.
Unter den Einzelwerten stachen zum Wochenstart Dominion Energy(D.N) mit einem Kurssprung von rund neun Prozent hervor. Der Energieversorger NextEra Energy(NEE.N) will das kleinere Unternehmen für rund 66,8 Milliarden Dollar in Aktien übernehmen.
Regeneron(REGN.O) brachen dagegen um rund zehn Prozent ein. Ein experimentelles Medikament des Unternehmens zur Behandlung von Hautkrebs verfehlte in einer Spätphasenstudie sein Hauptziel.
(Bericht von Ragini Mathur und Utkarsh Hathi, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)