18.05.26
11:01
Reuters
| * | Trump: "Für den Iran tickt die Uhr" | |
| * | Parlamentarier: Iran plant Mechanismus für | |
| Hormus-Durchfahrt | ||
| * | Bericht über Elliott-Einstieg bei Großaktionär stützt | |
| Sartorius | ||
| * | Deutsche-Börse-Aktie steigt nach Rückkehr von TCI | |
(Neu: Europäische Börsen, Anleihen, Kryptowährungen, Ryanair, Sartorius, Deutsche Börse, Publicis)
| Frankfurt, 18. Mai (Reuters) - Zweifel der Anleger an |
| einem baldigen Ende des Iran-Kriegs sorgen zum Wochenstart für |
| Nervosität an den Börsen. Der Dax(.GDAXI) notierte am Montag |
| gegen Mittag kaum verändert bei 23.962 Punkten. Der |
| EuroStoxx50(.STOXX50E) gab 0,7 Prozent auf 5789 Zähler nach. Die |
| Ölpreise(LCOc1)(CLc1), die vergangene Woche jeweils rund sieben |
| Prozent gewonnen hatten, setzten ihren Aufwärtskurs fort und |
| legten um rund ein Prozent zu. |
Bereits am Freitag sorgte das Ausbleiben einer Annäherung im Iran-Konflikt nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump in China für schlechte Stimmung an den Märkten. Am Wochenende drohte US-Präsident Donald Trump dem Iran erneut mit Konsequenzen, sollte die Führung in Teheran nicht rasch in seinem Sinne handeln. "Für den Iran tickt die Uhr", schrieb er am Sonntag in einem Beitrag auf Truth Social. Der Iran will zugleich eine Regelung für die Durchfahrt kooperierender Schiffe durch die Straße von Hormus vorstellen, was die Kursverluste an den Börsen eingrenzte.
"Die beiden Treiber, der Iran-Krieg und die Kosten der Investitionen in Künstliche Intelligenz, treiben die Inflation an, und die Renditen zehnjähriger Anleihen(DE10YT=RR)(US10YT=RR) schießen in die Höhe. Das ist ein weiterer Belastungsfaktor für Risikoanlagen", sagte Michele Morganti, Stratege bei Generali Investments. Steigende Anleiherenditen machen festverzinsliche Wertpapiere für Anleger attraktiver als die risikoreicheren Aktien. Dabei blieben europäische Aktien wegen der schwächeren Gewinnentwicklung und der hohen Energiekosten noch weiter hinter den US-Werten zurück, fügte Morganti hinzu.
Der schwelende Konflikt zwischen den USA und dem Iran sorgte zudem für zunehmende Nervosität am Kryptomarkt. Die umsatzstärkste Cyber-Devise, der Bitcoin(BTC=), verlor knapp zwei Prozent auf 76.943 Dollar. Ether(ETH=) und Ripple(XRP=) büßten rund 3,5 und 2,5 Prozent ein. "Eine erneute militärische Zuspitzung könnte die zuletzt mühsam erarbeitete Erholungsbewegung am Kryptomarkt abrupt abbrechen lassen", sagt Timo Emden vom Analysehaus Emden Research.
Die Erwartung länger hoch bleibender Energiekosten belastete Luftfahrtaktien. Europas größter Billigflieger Ryanair(RYA.I) flog im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 dank einer hohen Nachfrage einen Rekordgewinn ein. Für das anstehende Sommerquartal zeigte sich Konzernchef Michael O'Leary jedoch zurückhaltend. "Wir durchleben derzeit eindeutig eine Phase erheblicher Unsicherheit", betonte der Manager. Die Ryanair-Aktien gaben rund ein Prozent nach. Die Titel der Konkurrenten Wizz Air(WIZZ.L), Air France(AIRF.PA) und der Lufthansa(LHAG.DE) büßten zwischen gut einem und vier Prozent ein.
Ein Bericht über den Einstieg des aktivistischen Investors Elliott beim US-Großaktionär Bio-Rad(BIO.N) gab hingegen den Aktien von Sartorius(SATG_p.DE) Auftrieb. Die Vorzugspapiere des Göttinger Pharma- und Laborzulieferers stiegen um 3,7 Prozent auf 210,40 Euro und waren damit die zweitgrößten Gewinner im Nebenwerteindex MDax(.MDAXI).
Gefragt waren auch die Papiere der Deutschen Börse(DB1Gn.DE), die um fast drei Prozent zulegten. Der Frankfurter Börsenbetreiber hatte am Freitagabend eine Stimmrechtsmitteilung des aktivistischen Aktionärs TCI veröffentlicht, wonach dieser seine Beteiligung aufgestockt habe.
Auch der Plan des Werbekonzerns Publicis(PUBP.PA), den US-Datenspezialisten LiveRamp(RAMP.N) zu übernehmen, kam bei den Anlegern gut an. Die LiveRamp-Aktien sprangen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um gut 25 Prozent auf 37,53 Dollar, während die Papiere von Publicis um rund zwei Prozent zulegten. Publicis will LiveRamp für 38,50 Dollar je Aktie kaufen. Mit der Übernahme will das Pariser Unternehmen seine Kompetenzen in den Bereichen Daten und Künstliche Intelligenz (KI) ausbauen.
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
18.05.26
11:01
Reuters
(Neu: Europäische Börsen, Anleihen, Kryptowährungen, Ryanair, Sartorius, Deutsche Börse, Publicis)
Frankfurt, 18. Mai (Reuters) - Zweifel der Anleger an einem baldigen Ende des Iran-Kriegs sorgen zum Wochenstart für Nervosität an den Börsen. Der Dax(.GDAXI) notierte am Montag gegen Mittag kaum verändert bei 23.962 Punkten. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) gab 0,7 Prozent auf 5789 Zähler nach. Die Ölpreise(LCOc1)(CLc1), die vergangene Woche jeweils rund sieben Prozent gewonnen hatten, setzten ihren Aufwärtskurs fort und legten um rund ein Prozent zu.
Bereits am Freitag sorgte das Ausbleiben einer Annäherung im Iran-Konflikt nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump in China für schlechte Stimmung an den Märkten. Am Wochenende drohte US-Präsident Donald Trump dem Iran erneut mit Konsequenzen, sollte die Führung in Teheran nicht rasch in seinem Sinne handeln. "Für den Iran tickt die Uhr", schrieb er am Sonntag in einem Beitrag auf Truth Social. Der Iran will zugleich eine Regelung für die Durchfahrt kooperierender Schiffe durch die Straße von Hormus vorstellen, was die Kursverluste an den Börsen eingrenzte.
"Die beiden Treiber, der Iran-Krieg und die Kosten der Investitionen in Künstliche Intelligenz, treiben die Inflation an, und die Renditen zehnjähriger Anleihen(DE10YT=RR)(US10YT=RR) schießen in die Höhe. Das ist ein weiterer Belastungsfaktor für Risikoanlagen", sagte Michele Morganti, Stratege bei Generali Investments. Steigende Anleiherenditen machen festverzinsliche Wertpapiere für Anleger attraktiver als die risikoreicheren Aktien. Dabei blieben europäische Aktien wegen der schwächeren Gewinnentwicklung und der hohen Energiekosten noch weiter hinter den US-Werten zurück, fügte Morganti hinzu.
<h5 align=center> BITCOIN ERNEUT UNTER DRUCK</h5> Der schwelende Konflikt zwischen den USA und dem Iran sorgte zudem für zunehmende Nervosität am Kryptomarkt. Die umsatzstärkste Cyber-Devise, der Bitcoin(BTC=), verlor knapp zwei Prozent auf 76.943 Dollar. Ether(ETH=) und Ripple(XRP=) büßten rund 3,5 und 2,5 Prozent ein. "Eine erneute militärische Zuspitzung könnte die zuletzt mühsam erarbeitete Erholungsbewegung am Kryptomarkt abrupt abbrechen lassen", sagt Timo Emden vom Analysehaus Emden Research.Die Erwartung länger hoch bleibender Energiekosten belastete Luftfahrtaktien. Europas größter Billigflieger Ryanair(RYA.I) flog im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 dank einer hohen Nachfrage einen Rekordgewinn ein. Für das anstehende Sommerquartal zeigte sich Konzernchef Michael O'Leary jedoch zurückhaltend. "Wir durchleben derzeit eindeutig eine Phase erheblicher Unsicherheit", betonte der Manager. Die Ryanair-Aktien gaben rund ein Prozent nach. Die Titel der Konkurrenten Wizz Air(WIZZ.L), Air France(AIRF.PA) und der Lufthansa(LHAG.DE) büßten zwischen gut einem und vier Prozent ein.
<h5 align=center> SARTORIUS UND DEUTSCHE BÖRSE IM AUFWIND</h5> Ein Bericht über den Einstieg des aktivistischen Investors Elliott beim US-Großaktionär Bio-Rad(BIO.N) gab hingegen den Aktien von Sartorius(SATG_p.DE) Auftrieb. Die Vorzugspapiere des Göttinger Pharma- und Laborzulieferers stiegen um 3,7 Prozent auf 210,40 Euro und waren damit die zweitgrößten Gewinner im Nebenwerteindex MDax(.MDAXI).Gefragt waren auch die Papiere der Deutschen Börse(DB1Gn.DE), die um fast drei Prozent zulegten. Der Frankfurter Börsenbetreiber hatte am Freitagabend eine Stimmrechtsmitteilung des aktivistischen Aktionärs TCI veröffentlicht, wonach dieser seine Beteiligung aufgestockt habe.
Auch der Plan des Werbekonzerns Publicis(PUBP.PA), den US-Datenspezialisten LiveRamp(RAMP.N) zu übernehmen, kam bei den Anlegern gut an. Die LiveRamp-Aktien sprangen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um gut 25 Prozent auf 37,53 Dollar, während die Papiere von Publicis um rund zwei Prozent zulegten. Publicis will LiveRamp für 38,50 Dollar je Aktie kaufen. Mit der Übernahme will das Pariser Unternehmen seine Kompetenzen in den Bereichen Daten und Künstliche Intelligenz (KI) ausbauen.
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)