18.05.26
11:13
Reuters
| * Einstieg von TCI weckt Erinnerungen an 2004/05 | |
| * | Insider: Hedgefonds will nicht als Aktivist auftreten |
| * | Deutsche-Börse-Aktie steigt um 2,7 Prozent |
| (neu: Insider zu Absichten von TCI, mehr Hintergrund) | |
| Frankfurt, 18. Mai (Reuters) - Das verstärkte Engagement | |
| des Hedgefonds TCI bei der Deutschen Börse(DB1Gn.DE) hat die | |
| Aktie des Frankfurter Börsenbetreibers beflügelt. Die Deutsche | |
| Börse hatte am Freitagabend eine Stimmrechtsmitteilung von | |
| TCI-Chef Chris Hohn veröffentlicht, wonach dieser seine direkte | |
| Beteiligung auf 1,35 von 0,96 Prozent aufgestockt habe und über | |
| Derivate Zugriff auf weitere 3,8 Prozent der Anteile haben | |
| könnte. Die Aktie stieg am Montag um 2,7 Prozent auf 251 Euro. | |
| Ein Insider sagte, TCI sei aber diesmal - anders als vor gut 20 | |
| Jahren - nicht auf Konfrontationskurs: Der Fonds verstehe sich | |
| als langfristiger Investor und plane keine aktivistische Rolle | |
| einzunehmen. TCI wollte sich dazu nicht äußern. | |
Die Deutsche Börse erklärte: "Wir begrüßen das Engagement von TCI und freuen uns darauf, unseren konstruktiven Dialog fortzusetzen, so wie wir es mit all unseren Investoren tun." Der Einstieg des britischen Hedgefonds weckte bei vielen Börsianern aber Erinnerungen an die Jahre 2004 und 2005: Damals hatte TCI (The Children's Investment Fund) die Börse dazu gebracht, ihre milliardenschwere Übernahmeofferte für die Londoner Börse LSE(LSEG.L) aufzugeben und das Geld stattdessen an die Aktionäre auszuschütten. Vorstandschef Werner Seifert und Aufsichtsratschef Rolf Breuer warfen das Handtuch. Auch damals war TCI mit fünf Prozent eingestiegen.
Die Analysten von Jefferies äußerten in einer Studie die Vermutung, dass der Einstieg von TCI im Zusammenhang mit der geplanten milliardenschweren Übernahme der Fondsplattform Allfunds(ALLFG.AS) durch die Deutsche Börse stehen könnte. Die langwierige Prüfung der Übernahme durch die Kartellbehörden öffne "potenziell ein Fenster für aktivistische Interventionen", schrieben sie.
(Bericht von Alexander Hübner, Anousha Sakoui und Tom Sims, redigiert von Olaf Brenner Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
18.05.26
11:13
Reuters
Frankfurt, 18. Mai (Reuters) - Das verstärkte Engagement des Hedgefonds TCI bei der Deutschen Börse(DB1Gn.DE) hat die Aktie des Frankfurter Börsenbetreibers beflügelt. Die Deutsche Börse hatte am Freitagabend eine Stimmrechtsmitteilung von TCI-Chef Chris Hohn veröffentlicht, wonach dieser seine direkte Beteiligung auf 1,35 von 0,96 Prozent aufgestockt habe und über Derivate Zugriff auf weitere 3,8 Prozent der Anteile haben könnte. Die Aktie stieg am Montag um 2,7 Prozent auf 251 Euro. Ein Insider sagte, TCI sei aber diesmal - anders als vor gut 20 Jahren - nicht auf Konfrontationskurs: Der Fonds verstehe sich als langfristiger Investor und plane keine aktivistische Rolle einzunehmen. TCI wollte sich dazu nicht äußern.
Die Deutsche Börse erklärte: "Wir begrüßen das Engagement von TCI und freuen uns darauf, unseren konstruktiven Dialog fortzusetzen, so wie wir es mit all unseren Investoren tun." Der Einstieg des britischen Hedgefonds weckte bei vielen Börsianern aber Erinnerungen an die Jahre 2004 und 2005: Damals hatte TCI (The Children's Investment Fund) die Börse dazu gebracht, ihre milliardenschwere Übernahmeofferte für die Londoner Börse LSE(LSEG.L) aufzugeben und das Geld stattdessen an die Aktionäre auszuschütten. Vorstandschef Werner Seifert und Aufsichtsratschef Rolf Breuer warfen das Handtuch. Auch damals war TCI mit fünf Prozent eingestiegen.
Die Analysten von Jefferies äußerten in einer Studie die Vermutung, dass der Einstieg von TCI im Zusammenhang mit der geplanten milliardenschweren Übernahme der Fondsplattform Allfunds(ALLFG.AS) durch die Deutsche Börse stehen könnte. Die langwierige Prüfung der Übernahme durch die Kartellbehörden öffne "potenziell ein Fenster für aktivistische Interventionen", schrieben sie.
(Bericht von Alexander Hübner, Anousha Sakoui und Tom Sims, redigiert von Olaf Brenner Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)