14.05.26
17:02
Reuters
| * Anleger hoffen auf China als Vermittler zwischen USA | |
| und Iran | |
| * | Friedensbemühungen zuletzt ins Stocken geraten |
| * | Burberry tauchen nach Umsatzzahlen ab |
| (Neu: Xetra-Schlusskurse, Wall Street, Pfund) | |
| Frankfurt, 14. Mai (Reuters) - Die Hoffnung auf eine | |
| Wiederbelebung der Friedensbemühungen im Nahen Osten hat den | |
| Börsen am Donnerstag Rückenwind gegeben. Der Dax(.GDAXI) | |
| notierte zum Handelsschluss 1,3 Prozent höher bei 24.456,26 | |
| Punkten. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) gewann im Feiertagshandel | |
| genauso viel auf 5934,96 Zähler. Die wichtigsten | |
| US-Indizes(.DJI)(.SPX)(.IXIC) lagen jeweils rund ein Prozent im | |
| Plus. Investoren spekulierten, dass US-Präsident Donald Trump | |
| den chinesischen Staatschef Xi Jinping auf ihrem zweitägigen | |
| Gipfeltreffen dazu ermutigen könnte, den Iran zu einem | |
| Friedensabkommen mit den USA zu bewegen. "Jedes Zeichen einer | |
| Annäherung zwischen den Großmächten wird derzeit als positives | |
| Signal für die Weltwirtschaft interpretiert", sagte Timo Emden | |
| vom Analysehaus Emden Research. | |
Anzeichen einer Entspannung an der Straße von Hormus drückten zugleich die Preise am Ölmarkt. Die Nordsee-Rohölsorte Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verbilligten sich um jeweils rund ein Prozent auf 104,61 und 100,40 Dollar je Fass (159 Liter). Zuvor hatten iranische Staatsmedien gemeldet, dass in den vergangenen Stunden rund 30 Schiffe die für Öltransporte wichtige Meerenge passiert hätten. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars berichtete zudem, der Iran gestatte nun einigen chinesischen Schiffen die Durchfahrt.
"Wo hohe Erwartungen vorherrschen, gibt es allerdings auch immer ein hohes Enttäuschungspotenzial", warnte Thomas Altmann von QC Partners. Die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran sind ins Stocken geraten. Der Iran hatte einen US-Vorschlag zur Beilegung des Krieges zuletzt abgelehnt. Die Regierung in Teheran dringt unter anderem auf ein Ende der Kämpfe an allen Fronten.
Am Devisenmarkt nehmen die Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank Fed dennoch zu. Der Dollar-Index(.DXY) rückte um 0,3 Prozent auf 98,780 Punkte vor. Die US-Verbraucherpreise stiegen im April um 3,8 Prozent zum Vorjahresmonat, damit kletterten sie auf das höchste Niveau seit drei Jahren. Dem CME FedWatch-Tool zufolge preisen die Märkte nun eine Wahrscheinlichkeit von 31,8 Prozent ein, dass die Fed die Zinsen im Dezember anheben wird. Die Währungshüter versuchen, mit straffer Geldpolitik die Inflation auf den Zielwert von zwei Prozent zu drücken.
Anleger blickten zudem auf die Entwicklungen in Großbritannien. Trotz des deutlichen Wachstums der britischen Wirtschaft zu Jahresbeginn gab das Pfund(GBP=) leicht nach. Anleger fürchten, dass sich Premierminister Keir Starmer nach einer schweren Niederlage bei den Regionalwahlen in der vergangenen Woche nur schwerlich im Amt halten kann. Der britische Gesundheitsminister Wes Streeting ist mittlerweile zurückgetreten und hat damit den Druck auf Starmer erhöht. Er habe das Vertrauen in den Premierminister verloren, schreibt Streeting in einem am Donnerstag auf X veröffentlichten Brief. "Wir müssen davon ausgehen, dass es zu einer Führungskrise kommen wird", sagte Michael Browne, Global-Investment-Stratege bei Franklin Templeton.
Bei den Einzelwerten legten die Tech-Aktien dank des KI-Booms erneut zu. Der europäische Branchenindex(.SX8P) gewann 2,6 Prozent. Die Halbleiterwerte Infineon(IFXGn.DE), Aixtron(AIXGn.DE), STMicroelectronics(STMMI.MI) und ASM International(ASMI.AS) gewannen zwischen knapp drei und mehr als sieben Prozent.
An der Londoner Börse ließen negativ aufgenommene Quartalszahlen die Aktien der britischen Luxusmarke Burberry(BRBY.L) abrutschen. Die Papiere fielen um fast sieben Prozent. Burberry verbuchte höhere Umsätze im vierten Quartal, da die Erholung in den USA und China an Fahrt gewann. Doch der Iran-Krieg und der Einbruch im globalen Reiseverkehr schmälerten die Einnahmen in der Kernregion Europa und Naher Osten.
(Bericht von Sanne Schimanski und Daniela Pegna, redigiert von Kerstin Dörr. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
14.05.26
17:02
Reuters
Frankfurt, 14. Mai (Reuters) - Die Hoffnung auf eine Wiederbelebung der Friedensbemühungen im Nahen Osten hat den Börsen am Donnerstag Rückenwind gegeben. Der Dax(.GDAXI) notierte zum Handelsschluss 1,3 Prozent höher bei 24.456,26 Punkten. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) gewann im Feiertagshandel genauso viel auf 5934,96 Zähler. Die wichtigsten US-Indizes(.DJI)(.SPX)(.IXIC) lagen jeweils rund ein Prozent im Plus. Investoren spekulierten, dass US-Präsident Donald Trump den chinesischen Staatschef Xi Jinping auf ihrem zweitägigen Gipfeltreffen dazu ermutigen könnte, den Iran zu einem Friedensabkommen mit den USA zu bewegen. "Jedes Zeichen einer Annäherung zwischen den Großmächten wird derzeit als positives Signal für die Weltwirtschaft interpretiert", sagte Timo Emden vom Analysehaus Emden Research.
Anzeichen einer Entspannung an der Straße von Hormus drückten zugleich die Preise am Ölmarkt. Die Nordsee-Rohölsorte Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verbilligten sich um jeweils rund ein Prozent auf 104,61 und 100,40 Dollar je Fass (159 Liter). Zuvor hatten iranische Staatsmedien gemeldet, dass in den vergangenen Stunden rund 30 Schiffe die für Öltransporte wichtige Meerenge passiert hätten. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars berichtete zudem, der Iran gestatte nun einigen chinesischen Schiffen die Durchfahrt.
"Wo hohe Erwartungen vorherrschen, gibt es allerdings auch immer ein hohes Enttäuschungspotenzial", warnte Thomas Altmann von QC Partners. Die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran sind ins Stocken geraten. Der Iran hatte einen US-Vorschlag zur Beilegung des Krieges zuletzt abgelehnt. Die Regierung in Teheran dringt unter anderem auf ein Ende der Kämpfe an allen Fronten.
Am Devisenmarkt nehmen die Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank Fed dennoch zu. Der Dollar-Index(.DXY) rückte um 0,3 Prozent auf 98,780 Punkte vor. Die US-Verbraucherpreise stiegen im April um 3,8 Prozent zum Vorjahresmonat, damit kletterten sie auf das höchste Niveau seit drei Jahren. Dem CME FedWatch-Tool zufolge preisen die Märkte nun eine Wahrscheinlichkeit von 31,8 Prozent ein, dass die Fed die Zinsen im Dezember anheben wird. Die Währungshüter versuchen, mit straffer Geldpolitik die Inflation auf den Zielwert von zwei Prozent zu drücken.
Anleger blickten zudem auf die Entwicklungen in Großbritannien. Trotz des deutlichen Wachstums der britischen Wirtschaft zu Jahresbeginn gab das Pfund(GBP=) leicht nach. Anleger fürchten, dass sich Premierminister Keir Starmer nach einer schweren Niederlage bei den Regionalwahlen in der vergangenen Woche nur schwerlich im Amt halten kann. Der britische Gesundheitsminister Wes Streeting ist mittlerweile zurückgetreten und hat damit den Druck auf Starmer erhöht. Er habe das Vertrauen in den Premierminister verloren, schreibt Streeting in einem am Donnerstag auf X veröffentlichten Brief. "Wir müssen davon ausgehen, dass es zu einer Führungskrise kommen wird", sagte Michael Browne, Global-Investment-Stratege bei Franklin Templeton.
Bei den Einzelwerten legten die Tech-Aktien dank des KI-Booms erneut zu. Der europäische Branchenindex(.SX8P) gewann 2,6 Prozent. Die Halbleiterwerte Infineon(IFXGn.DE), Aixtron(AIXGn.DE), STMicroelectronics(STMMI.MI) und ASM International(ASMI.AS) gewannen zwischen knapp drei und mehr als sieben Prozent.
An der Londoner Börse ließen negativ aufgenommene Quartalszahlen die Aktien der britischen Luxusmarke Burberry(BRBY.L) abrutschen. Die Papiere fielen um fast sieben Prozent. Burberry verbuchte höhere Umsätze im vierten Quartal, da die Erholung in den USA und China an Fahrt gewann. Doch der Iran-Krieg und der Einbruch im globalen Reiseverkehr schmälerten die Einnahmen in der Kernregion Europa und Naher Osten.
(Bericht von Sanne Schimanski und Daniela Pegna, redigiert von Kerstin Dörr. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)