12.05.26
14:19
Reuters
12. Mai (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
16.10 Uhr - Ein durch Vorgaben von US-Behörden erzwungener Strategiewechsel bei Abnehmmitteln macht den Aktien des Telemedizinanbieters Hims & Hers(HIMS.N) zu schaffen. Die Titel verlieren an der Wall Street mehr als zwölf Prozent. Hims & Hers meldete für das erste Quartal einen Verlust von 40 Cent je Aktie. Analysten waren von einem Gewinn von vier Cent ausgegangen. Die Kalifornier hatten zuvor auf günstigere, individuell in Apotheken hergestellte Nachahmungen der populären GLP-1-Abnehmmedikamenten gesetzt. Nachdem die US-Gesundheitsbehörde FDA jedoch die Herstellung solcher Nachahmungen einschränkte, stellt Hims & Hers nun auf teurere Originalpräparate wie Wegovy von Novo Nordisk(NOVOb.CO) um. Dieser Wechsel führte zu Abschreibungen auf die Inhaltsstoffe für die Nachahmungen und belastete den Umsatz in den USA. Das Unternehmen rechnet damit, im Jahr 2027 wieder in die Gewinnzone zurückzukehren. Analysten bezeichneten dieses Ziel als "eher ehrgeizig".
15.05 Uhr - Der US-Sportartikelhersteller Under Armour(UAA.N) hat die Anleger mit einem pessimistischen Jahresausblick verschreckt. Die Papiere des Unternehmens aus Baltimore brechen im vorbörslichen US-Handel um mehr als 14 Prozent ein. Nach einem überraschend schwachen ersten Quartal rechnet Under Armour für das laufende Jahr mit einem Umsatzrückgang und einem Gewinn deutlich unter den Analystenerwartungen. Als Gründe nannte der Konzern die gesamtwirtschaftliche Unsicherheit und die trübe Konsumstimmung in Nordamerika. Under Armour kämpft zudem mit der starken Konkurrenz von Rivalen wie Nike(NKE.N), Adidas(ADSGn.DE) und Puma(PUMG.DE). Unternehmensgründer Kevin Plank, der 2024 an die Konzernspitze zurückgekehrt ist, versucht mit einer Neuausrichtung gegenzusteuern. Er will unter anderem das Produktsortiment verkleinern und sich auf höherpreisige Artikel konzentrieren.
13.55 Uhr - eBay(EBAY.O) hat das Übernahmeangebot von GameStop(GME.N) zurückgewiesen und damit die Aktien des Videospielhändlers auf Talfahrt geschickt. Die Titel geben im vorbörslichen US-Handel rund vier Prozent nach. Wegen Zweifeln an der Finanzierung sei die 56 Milliarden Dollar schwere Offerte "weder glaubwürdig noch attraktiv", sagte der eBay-Verwaltungsratschef Paul Pressler. Die Abfuhr könnte nun zu einem feindlichen Übernahmeversuch führen. GameStop-Chef Ryan Cohen hatte erklärt, er sei bereit, das Angebot direkt an die eBay-Aktionäre heranzutragen. Er will die rund 600 US-Filialen von GameStop als Filialnetz nutzen, um eBay zu einem stärkeren Konkurrenten für Amazon(AMZN.O) zu machen.
11.20 Uhr - Die Titel des Rückversicherers Münchener Rück (MUVGn.DE) brechen in der Spitze rund fünf Prozent ein und fallen damit auf den niedrigsten Stand seit eineinhalb Jahren. Hintergrund ist der Rückgang im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft sowie im globalen Spezialversicherungssektor, den die Analysten von JP Morgan als "ziemlich dramatisch" bezeichnen. Auch die Erneuerungsrunde im April brachte wenig Entlastung: Die Preise sanken um 3,1 Prozent und das gezeichnete Prämienvolumen ging um 18,5 Prozent zurück. "Da einige vergleichbare Unternehmen bei der Vertragsverlängerung weiter wuchsen, gehen wir davon aus, dass dies heute im Fokus vieler Anleger stehen wird", kommentierten die Analysten von Jefferies. Der kleinere Rivale Hannover Rück(HNRGn.DE) hatte trotz einer ähnlichen Preisentwicklung deutlich mehr Prämienvolumen gezeichnet.
10.20 Uhr - Überraschend volle Auftragsbücher lassen die Aktien von Jenoptik(JENGn.DE) in der Spitze mehr als 15 Prozent auf ein Rekordhoch schnellen. Angetrieben von einer starken Nachfrage aus der Halbleiterindustrie stieg der Auftragseingang im ersten Quartal nach Firmenangaben um fast 75 Prozent auf 357 Millionen Euro. Damit liege der Auftragseingang 30 Prozent über den Analystenprognosen, teilte Jefferies mit. Auch das operative Ergebnis (Ebitda) übertraf mit 44,4 Millionen Euro die Erwartungen der Analysten. "Entscheidend wird sein, wie schnell der hohe Auftragsbestand in Umsatz umgesetzt wird", teilten die Analysten der DZ Bank mit.
08.05 Uhr - Die Furcht vor einem Scheitern der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran treibt die Ölpreise weiter an. Die Nordseesorte Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verteuern sich jeweils um gut ein Prozent auf bis zu 105,36 und 99,52 Dollar je Barrel. Zum Wochenauftakt hatten die Ölpreise knapp drei Prozent zugelegt. US-Präsident Donald Trump sagte zuletzt, die Waffenruhe mit dem Iran hänge am seidenen Faden, und bezeichnete Teherans Reaktion auf einen US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges als "Müll". "Der Optimismus hinsichtlich eines baldigen Friedensabkommens scheint wieder zu schwinden", konstatierte Suvro Sarkar, Energieexperte bei der DBS Bank. "Wenn wir bis Ende Mai keine Einigung sehen, dann sind Aufwärtsrisiken für die Ölpreise definitiv gegeben."
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
12.05.26
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