11.05.26
11:05
Reuters
| * | Trump weist Irans Friedensplan als "völlig | |
| inakzeptabel" zurück | ||
| * | Öl verteuert sich - Goldpreis auf Talfahrt | |
| * | Großaktionär stockt Anteil auf - Delivery Hero im | |
| Aufwind | ||
| * | Anlagenbauer Gea enttäuscht mit schwachem Cashflow | |
| (Neu: Europäische Börsen, Gold, Industriemetalle) | ||
| Frankfurt, 11. Mai (Reuters) - Die vorerst gescheiterten | ||
| Friedensbemühungen im US-Iran-Konflikt sorgen für maue Stimmung | ||
| an den Aktienmärkten. Der Dax(.GDAXI) notierte am Montag gegen | ||
| Mittag 0,2 Prozent tiefer bei 24.302 Punkten. Der | ||
| EuroStoxx50(.STOXX50E) verlor knapp ein halbes Prozent auf 5889 | ||
| Zähler. Die Futures für die wichtigsten | ||
| US-Indizes(1YMcv1)(EScv1)(NQcv1) lagen leicht im Minus. Die | ||
| Ölpreise(LCOc1)(CLc1), die in der Vorwoche um rund 6,5 Prozent | ||
| nachgegeben hatten, rückten am Montag erneut um gut zwei Prozent | ||
| vor. | ||
US-Präsident Donald Trump hat einen iranischen Vorschlag für Gespräche zur Beendigung des Krieges am Sonntag zurückgewiesen. "Nach wie vor ist unklar, wie die auf beiden Seiten bestehenden Maximalforderungen auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden sollen", erläutert Jochen Stanzl, Chefanalyst der Consorsbank. Die Hoffnung der Anleger, dass der anstehende Besuch von US-Präsident Donald Trump in China Bewegung in den festgefahrenen diplomatischen Prozess bringen könnte, grenzte jedoch die Kursverluste an den Börsen ein. Trump drängt China dazu, seinen Einfluss auf Teheran zu nutzen, um den Konflikt zu beenden.
Die neuen Sorgen der Anleger über die Lage in Nahost belasteten den Goldpreis(XAU=). Das Edelmetall verbilligte sich um rund ein Prozent auf 4665 Dollar je Feinunze. Vor allem der erneute Anstieg beim Ölpreis schürte unter Anlegern neue Inflations- und Zinsängste. Höhere Zinsen wichtiger Zentralbanken drücken die Nachfrage nach unverzinsten Anlagen. Weitere Impulse erhoffen sich Anleger aus dem US-Inflationsbericht für April, der am Dienstag veröffentlicht wird.
Der sprunghafte Anstieg der Inflation in China trieb indes die Preise für Industriemetalle an. Die Preise für Kupfer(CMCU3), Nickel(CMNI3), Zinn(CMSN3) und Aluminium(CMAL3) rückten um ein halbes bis rund 1,5 Prozent vor. Die chinesischen Erzeugerpreise erreichten im April den höchsten Stand seit fast vier Jahren. Der Index kletterte im Jahresvergleich um 2,8 Prozent. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 1,6 Prozent gerechnet. Auch die Verbraucherpreise zogen mit einem Anstieg von 1,2 Prozent stärker an als erwartet und deuten damit auf eine robuste Binnennachfrage hin. China ist der mit Abstand größte Verbraucher von Kupfer weltweit. Die wirtschaftliche Gesundheit der Volksrepublik ist daher der wichtigste Faktor für die Kupfernachfrage und damit für den Preis.
Für Gesprächsstoff bei den Einzelwerten sorgte unter anderem der Essenslieferdienst Delivery Hero(DHER.DE) mit einem Plus von zehn Prozent auf 21,96 Euro. Der niederländische Finanzinvestor Prosus(PRX.AS) hat ein Aktienpaket von fünf Prozent für rund 335 Millionen Euro an Aspex Management verkauft. Der Vermögensverwalter aus Hongkong zahlt 22 Euro je Aktie.
Im Fokus standen zudem die Konzernbilanzen und -prognosen. Ein überraschend schwacher Cashflow verschreckte die Anleger des Maschinen- und Anlagenbauers Gea(G1AG.DE): Die Aktien drehten ins Minus und fielen um 5,6 Prozent ans Dax-Ende, obwohl das Düsseldorfer Unternehmen im ersten Quartal dank einer starken Nachfrage mehr umsetzte und verdiente.
Auch Hannover Rück(HNRGn.DE), TKMS(TKMS.DE) und Adesso(ADNGk.DE) konnten mit ihren Zahlen nicht bei Anlegern punkten. Die Aktien gaben zwischen knapp drei und sechs Prozent nach.
Gefragt nach positiv aufgenommenen Geschäftszahlen waren hingegen die Aktien von Hypoport(HYQGn.DE) und Aurubis(NAFG.DE), die um rund 1,5 und ein Prozent vorrückten.
Europaweit gehörten die Luxuswerte(.STXLUXP) angesichts der angespannten Lage in Nahost mit minus 2,4 Prozent zu den größten Verlierern. Nach unten ging es auch für die Rüstungsaktien(.SXPARO), die ihre Talfahrt vom Freitag fortsetzten und 2,2 Prozent nachgaben.
(Bericht von Sanne Schimanski. Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
11.05.26
11:05
Reuters
Frankfurt, 11. Mai (Reuters) - Die vorerst gescheiterten Friedensbemühungen im US-Iran-Konflikt sorgen für maue Stimmung an den Aktienmärkten. Der Dax(.GDAXI) notierte am Montag gegen Mittag 0,2 Prozent tiefer bei 24.302 Punkten. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) verlor knapp ein halbes Prozent auf 5889 Zähler. Die Futures für die wichtigsten US-Indizes(1YMcv1)(EScv1)(NQcv1) lagen leicht im Minus. Die Ölpreise(LCOc1)(CLc1), die in der Vorwoche um rund 6,5 Prozent nachgegeben hatten, rückten am Montag erneut um gut zwei Prozent vor.
US-Präsident Donald Trump hat einen iranischen Vorschlag für Gespräche zur Beendigung des Krieges am Sonntag zurückgewiesen. "Nach wie vor ist unklar, wie die auf beiden Seiten bestehenden Maximalforderungen auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden sollen", erläutert Jochen Stanzl, Chefanalyst der Consorsbank. Die Hoffnung der Anleger, dass der anstehende Besuch von US-Präsident Donald Trump in China Bewegung in den festgefahrenen diplomatischen Prozess bringen könnte, grenzte jedoch die Kursverluste an den Börsen ein. Trump drängt China dazu, seinen Einfluss auf Teheran zu nutzen, um den Konflikt zu beenden.
GOLDPREIS UNTER DRUCK Die neuen Sorgen der Anleger über die Lage in Nahost belasteten den Goldpreis(XAU=). Das Edelmetall verbilligte sich um rund ein Prozent auf 4665 Dollar je Feinunze. Vor allem der erneute Anstieg beim Ölpreis schürte unter Anlegern neue Inflations- und Zinsängste. Höhere Zinsen wichtiger Zentralbanken drücken die Nachfrage nach unverzinsten Anlagen. Weitere Impulse erhoffen sich Anleger aus dem US-Inflationsbericht für April, der am Dienstag veröffentlicht wird.
Der sprunghafte Anstieg der Inflation in China trieb indes die Preise für Industriemetalle an. Die Preise für Kupfer(CMCU3), Nickel(CMNI3), Zinn(CMSN3) und Aluminium(CMAL3) rückten um ein halbes bis rund 1,5 Prozent vor. Die chinesischen Erzeugerpreise erreichten im April den höchsten Stand seit fast vier Jahren. Der Index kletterte im Jahresvergleich um 2,8 Prozent. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 1,6 Prozent gerechnet. Auch die Verbraucherpreise zogen mit einem Anstieg von 1,2 Prozent stärker an als erwartet und deuten damit auf eine robuste Binnennachfrage hin. China ist der mit Abstand größte Verbraucher von Kupfer weltweit. Die wirtschaftliche Gesundheit der Volksrepublik ist daher der wichtigste Faktor für die Kupfernachfrage und damit für den Preis.
BILANZEN IM BLICK Für Gesprächsstoff bei den Einzelwerten sorgte unter anderem der Essenslieferdienst Delivery Hero(DHER.DE) mit einem Plus von zehn Prozent auf 21,96 Euro. Der niederländische Finanzinvestor Prosus(PRX.AS) hat ein Aktienpaket von fünf Prozent für rund 335 Millionen Euro an Aspex Management verkauft. Der Vermögensverwalter aus Hongkong zahlt 22 Euro je Aktie.
Im Fokus standen zudem die Konzernbilanzen und -prognosen. Ein überraschend schwacher Cashflow verschreckte die Anleger des Maschinen- und Anlagenbauers Gea(G1AG.DE): Die Aktien drehten ins Minus und fielen um 5,6 Prozent ans Dax-Ende, obwohl das Düsseldorfer Unternehmen im ersten Quartal dank einer starken Nachfrage mehr umsetzte und verdiente.
Auch Hannover Rück(HNRGn.DE), TKMS(TKMS.DE) und Adesso(ADNGk.DE) konnten mit ihren Zahlen nicht bei Anlegern punkten. Die Aktien gaben zwischen knapp drei und sechs Prozent nach.
Gefragt nach positiv aufgenommenen Geschäftszahlen waren hingegen die Aktien von Hypoport(HYQGn.DE) und Aurubis(NAFG.DE), die um rund 1,5 und ein Prozent vorrückten.
Europaweit gehörten die Luxuswerte(.STXLUXP) angesichts der angespannten Lage in Nahost mit minus 2,4 Prozent zu den größten Verlierern. Nach unten ging es auch für die Rüstungsaktien(.SXPARO), die ihre Talfahrt vom Freitag fortsetzten und 2,2 Prozent nachgaben.
(Bericht von Sanne Schimanski. Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)