08.05.26
16:35
Reuters
| * Wall Street hängt Europas Börsen ab | |
| * | Rüstungsaktien fliegen aus den Depots |
| * | Öl wieder teurer |
| * | Commerzbank-Aktien schwächeln nach Zahlen |
| (Neu: Schlusskurse) | |
| Frankfurt, 08. Mai (Reuters) - Belastet von schwächeren | |
| Rüstungs- und Finanzwerten haben die europäischen Aktienmärkte | |
| am Freitag nachgegeben. Die weiter angespannte Lage im Nahen | |
| Osten dämpfte die Stimmung vor dem Wochenende. Der Dax(.GDAXI) | |
| verlor 1,3 Prozent auf 24.338 Zähler, der EuroStoxx50(.GDAXI) | |
| gab ein Prozent nach. | |
Neue Gefechte zwischen den USA und dem Iran weckten Zweifel an einer baldigen diplomatischen Lösung, was den Ölpreis wieder über die Marke von 100 Dollar je Fass trieb. "Der Dax muss den weiter hohen Ölpreisen Tribut zollen, die den Konjunkturerwartungen für die Eurozone und damit auch Deutschland einen Strich durch die Rechnung machen", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. An der Wall Street erreichten der S&P 500(.SPX) und der Nasdaq(.IXIC)-Index am Freitag hingegen Rekordhöhen, angetrieben von Kursgewinnen bei Technologiewerten und einem starken Arbeitsmarktbericht, der die Konjunktursorgen der Investoren linderte.
Einem Bericht des US-Arbeitsministeriums zufolge schuf die US-Wirtschaft im vergangenen Monat 115.000 neue Stellen, während Experten von 62.000 ausgegangen waren. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 4,3 Prozent. "Die US-Wirtschaft dürfte vergleichsweise gut durch die globale Energiekrise kommen", kommentierte die Commerzbank den Bericht.
Am Anleihemarkt rutschte die Rendite der zehnjährigen US-Treasuries(US10YT=RR) auf 4,360 nach 4,380 Prozent vor den Zahlen. Der Dollar-Index(.DXY) stand 0,3 Prozent niedriger bei 97,92 Punkten. Händler setzten weiterhin darauf, dass die US-Zentralbank die Zinsen bis zum Jahresende im Bereich von 3,50 Prozent bis 3,75 Prozent stabil halten wird.
Europäische Rüstungswerte flogen zum Wochenschluss aus den Depots: Der Branchenindex(.SXPARO) fiel um 3,6 Prozent. Größter Dax-Verlierer waren Rheinmetall(RHMG.DE)-Papiere, die nach einer Herunterstufung um 9,2 Prozent abrutschten. JP Morgan nahm die Bewertung der Aktien auf "Neutral" von "Overweight" herunter. Der Rüstungskonzern habe in den letzten sechs Monaten viermal die Konsensschätzungen verfehlt, urteilten die Analysten. "Einige Anleger beginnen sich zu fragen, ob das Unternehmen versucht, zu viel zu schnell zu erreichen", hieß es.
Auch für die Commerzbank(CBKG.DE) ging es 3,9 Prozent abwärts, obwohl der Nettogewinn im ersten Quartal die Erwartungen der Analysten übertraf. Solide, aber auch nicht herausragend, sagte ein Börsianer zu den Zahlen. Darüber hinaus sei aus dem Thema der Übernahme-Ambitionen der UniCredit(CRDI.MI) etwas die Luft raus. Die Bank hat sich im Abwehrkampf gegen eine mögliche Übernahme ehrgeizigere Ziele gesetzt und will dazu weitere rund 3000 Arbeitsplätze abbauen.
An der Londoner Börse fielen die Aktien der British-Airways-Mutter IAG(ICAG.L) um 2,8 Prozent. Der Konzern rechnet im laufenden Jahr mit weniger Gewinn als bislang. Im MDax notierten Lufthansa 2,7 Prozent schwächer, die Papiere von Air France KLM(AIRF.PA) und Ryanair(RYA.I) gaben bis zu 3,9 Prozent nach.
(Bericht von Anika Ross und Daniela Pegna Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging:
08.05.26
16:35
Reuters
Neue Gefechte zwischen den USA und dem Iran weckten Zweifel an einer baldigen diplomatischen Lösung, was den Ölpreis wieder über die Marke von 100 Dollar je Fass trieb. "Der Dax muss den weiter hohen Ölpreisen Tribut zollen, die den Konjunkturerwartungen für die Eurozone und damit auch Deutschland einen Strich durch die Rechnung machen", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. An der Wall Street erreichten der S&P 500(.SPX) und der Nasdaq(.IXIC)-Index am Freitag hingegen Rekordhöhen, angetrieben von Kursgewinnen bei Technologiewerten und einem starken Arbeitsmarktbericht, der die Konjunktursorgen der Investoren linderte.
SOLIDER US-ARBEITSMARKT ERMUTIGT INVESTOREN Einem Bericht des US-Arbeitsministeriums zufolge schuf die US-Wirtschaft im vergangenen Monat 115.000 neue Stellen, während Experten von 62.000 ausgegangen waren. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 4,3 Prozent. "Die US-Wirtschaft dürfte vergleichsweise gut durch die globale Energiekrise kommen", kommentierte die Commerzbank den Bericht.
Am Anleihemarkt rutschte die Rendite der zehnjährigen US-Treasuries(US10YT=RR) auf 4,360 nach 4,380 Prozent vor den Zahlen. Der Dollar-Index(.DXY) stand 0,3 Prozent niedriger bei 97,92 Punkten. Händler setzten weiterhin darauf, dass die US-Zentralbank die Zinsen bis zum Jahresende im Bereich von 3,50 Prozent bis 3,75 Prozent stabil halten wird.
RHEINMETALL UNTER DRUCK - COBA-ZAHLEN ÜBERZEUGEN NICHT Europäische Rüstungswerte flogen zum Wochenschluss aus den Depots: Der Branchenindex(.SXPARO) fiel um 3,6 Prozent. Größter Dax-Verlierer waren Rheinmetall(RHMG.DE)-Papiere, die nach einer Herunterstufung um 9,2 Prozent abrutschten. JP Morgan nahm die Bewertung der Aktien auf "Neutral" von "Overweight" herunter. Der Rüstungskonzern habe in den letzten sechs Monaten viermal die Konsensschätzungen verfehlt, urteilten die Analysten. "Einige Anleger beginnen sich zu fragen, ob das Unternehmen versucht, zu viel zu schnell zu erreichen", hieß es.
Auch für die Commerzbank(CBKG.DE) ging es 3,9 Prozent abwärts, obwohl der Nettogewinn im ersten Quartal die Erwartungen der Analysten übertraf. Solide, aber auch nicht herausragend, sagte ein Börsianer zu den Zahlen. Darüber hinaus sei aus dem Thema der Übernahme-Ambitionen der UniCredit(CRDI.MI) etwas die Luft raus. Die Bank hat sich im Abwehrkampf gegen eine mögliche Übernahme ehrgeizigere Ziele gesetzt und will dazu weitere rund 3000 Arbeitsplätze abbauen.
An der Londoner Börse fielen die Aktien der British-Airways-Mutter IAG(ICAG.L) um 2,8 Prozent. Der Konzern rechnet im laufenden Jahr mit weniger Gewinn als bislang. Im MDax notierten Lufthansa 2,7 Prozent schwächer, die Papiere von Air France KLM(AIRF.PA) und Ryanair(RYA.I) gaben bis zu 3,9 Prozent nach.
(Bericht von Anika Ross und Daniela Pegna Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging: