06.05.26
16:45
Reuters
| * Vermittlerkreise: USA und Iran kommen Vereinbarung | |
| näher | |
| * | Ölpreis rutscht ab - Dax lugt über 25.000er Marke |
| * | Starke Konzernbilanzen tragen zur guten Stimmung bei |
| (Neu: Schlusskurse) | |
| Frankfurt, 06. Mai (Reuters) - Die Aussicht auf ein | |
| Friedensabkommen für den Nahen Osten hat die Aktienmärkte am | |
| Mittwoch angetrieben und die Ölpreise gedrückt. Auf dem Tisch | |
| liegt Insidern zufolge der Entwurf für ein Memorandum, das den | |
| Iran-Krieg formell beenden soll. Der Dax(.GDAXI) reagierte | |
| deutlich und stieg zeitweise erstmals seit Ausbruch des | |
| Konfliktes über die psychologisch wichtige 25.000-Punkte-Marke. | |
| Aus dem Handel ging der deutsche Leitindex 2,1 Prozent im Plus | |
| bei 24.918 Punkten. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) gewann 2,7 | |
| Prozent. An der Wall Street kletterten die US-Indizes S&P(.SPX) | |
| und Nasdaq(.IXIC) auf Rekordhochs. | |
"Es ist schwer zu sagen, wie nahe wir einer Einigung sind“, sagte Marktstratege Michael Brown von Pepperstone. "Die Marktteilnehmer werden jedoch nicht auf die Bestätigung guter Nachrichten warten und spekulieren im Grunde schon jetzt auf ein positives Ergebnis."
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor von großen Fortschritten gesprochen und eine vorübergehende Aussetzung des US-Geleitschutzeinsatzes für Handelsschiffe in der Straße von Hormus in Aussicht gestellt. Die Ölpreise gaben rund zwölf Prozent nach und fielen zeitweise auf den niedrigsten Stand seit zwei Wochen. Nordsee-Rohöl der Sorte Brent(LCOc1), das zwischenzeitlich unter 100 Dollar je Fass notiert hatte, verbilligte sich am Abend um rund sieben Prozent auf 102 Dollar je Fass. Die Schlagzeilen hätten an den Börsen "eingeschlagen wie eine Bombe", sagte IG-Marktanalyst Christian Henke. Allerdings sei eine Einigung noch nicht in trockenen Tüchern. "Zu oft wurden die Anleger eines Besseren belehrt und zeigten sich anschließend enttäuscht. Doch der erste Schritt in die richtige Richtung scheint getan zu sein."
Anleger griffen bei Gold(XAU=) zu: Das Edelmetall verteuerte sich um mehr als drei Prozent. Die nachlassenden Inflationssorgen ließen die Hoffnung auf sinkende Zinsen aufleben, was dem zinslosen Investment Gold in die Hände spielt.
Zu den größten Gewinnern am Aktienmarkt zählten europäische Banken, Bergbauunternehmen sowie der Auto- und Reisesektor. BMW(BMWG.DE)-Aktien standen nach der Bilanzvorlage 5,4 Prozent im Plus. Der Münchner Autobauer habe die Erwartungen der Analysten "komfortabel übertroffen", urteilte Jefferies-Analyst Philippe Houchois. Aktien von Continental(CONG.DE) stiegen um knapp neun Prozent, da der Gewinn des Automobilzulieferers im ersten Quartal die Erwartungen übertraf.
Anleger setzten zudem auf eine Entspannung bei den Treibstoffkosten in der Luftfahrtbranche und legten sich Branchentitel wie TUI(TUI1n.DE), Lufthansa(LHAG.DE) und Fraport(FRAG.DE) in die Depots. Größter Dax-Gewinner waren mit einem Aufschlag von 10,1 Prozent die Titel von MTU Aero Engines(MTXGn.DE).
In London konnte der Spirituosenkonzern Diageo(DGE.L) mit seinen Zahlen bei Anlegern punkten, was die Aktien um 6,3 Prozent ins Plus hievte. Für lange Gesichter sorgten hingegen die Finanzberichte des Informationsdienstleisters Wolters Kluwer(WLSNc.AS) und des Lebensmitteleinzelhändlers Ahold Delhaize(AD.AS), die in Amsterdam 7,3 und 2,4 Prozent einbüßten.An der Börse in Kopenhagen zogen Novo Nordisk(NOVOb.CO) hingegen um 2,5 Prozent an. Der dänische Pharmakonzern blickt dank eines starken Verkaufsstarts seiner neuen Abnehmpille optimistischer auf das Gesamtjahr.
(Bericht von Anika Ross, Sanne Schimanski. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
06.05.26
16:45
Reuters
Frankfurt, 06. Mai (Reuters) - Die Aussicht auf ein Friedensabkommen für den Nahen Osten hat die Aktienmärkte am Mittwoch angetrieben und die Ölpreise gedrückt. Auf dem Tisch liegt Insidern zufolge der Entwurf für ein Memorandum, das den Iran-Krieg formell beenden soll. Der Dax(.GDAXI) reagierte deutlich und stieg zeitweise erstmals seit Ausbruch des Konfliktes über die psychologisch wichtige 25.000-Punkte-Marke. Aus dem Handel ging der deutsche Leitindex 2,1 Prozent im Plus bei 24.918 Punkten. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) gewann 2,7 Prozent. An der Wall Street kletterten die US-Indizes S&P(.SPX) und Nasdaq(.IXIC) auf Rekordhochs.
"Es ist schwer zu sagen, wie nahe wir einer Einigung sind“, sagte Marktstratege Michael Brown von Pepperstone. "Die Marktteilnehmer werden jedoch nicht auf die Bestätigung guter Nachrichten warten und spekulieren im Grunde schon jetzt auf ein positives Ergebnis."
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor von großen Fortschritten gesprochen und eine vorübergehende Aussetzung des US-Geleitschutzeinsatzes für Handelsschiffe in der Straße von Hormus in Aussicht gestellt. Die Ölpreise gaben rund zwölf Prozent nach und fielen zeitweise auf den niedrigsten Stand seit zwei Wochen. Nordsee-Rohöl der Sorte Brent(LCOc1), das zwischenzeitlich unter 100 Dollar je Fass notiert hatte, verbilligte sich am Abend um rund sieben Prozent auf 102 Dollar je Fass. Die Schlagzeilen hätten an den Börsen "eingeschlagen wie eine Bombe", sagte IG-Marktanalyst Christian Henke. Allerdings sei eine Einigung noch nicht in trockenen Tüchern. "Zu oft wurden die Anleger eines Besseren belehrt und zeigten sich anschließend enttäuscht. Doch der erste Schritt in die richtige Richtung scheint getan zu sein."
Anleger griffen bei Gold(XAU=) zu: Das Edelmetall verteuerte sich um mehr als drei Prozent. Die nachlassenden Inflationssorgen ließen die Hoffnung auf sinkende Zinsen aufleben, was dem zinslosen Investment Gold in die Hände spielt.
Zu den größten Gewinnern am Aktienmarkt zählten europäische Banken, Bergbauunternehmen sowie der Auto- und Reisesektor. BMW(BMWG.DE)-Aktien standen nach der Bilanzvorlage 5,4 Prozent im Plus. Der Münchner Autobauer habe die Erwartungen der Analysten "komfortabel übertroffen", urteilte Jefferies-Analyst Philippe Houchois. Aktien von Continental(CONG.DE) stiegen um knapp neun Prozent, da der Gewinn des Automobilzulieferers im ersten Quartal die Erwartungen übertraf.
Anleger setzten zudem auf eine Entspannung bei den Treibstoffkosten in der Luftfahrtbranche und legten sich Branchentitel wie TUI(TUI1n.DE), Lufthansa(LHAG.DE) und Fraport(FRAG.DE) in die Depots. Größter Dax-Gewinner waren mit einem Aufschlag von 10,1 Prozent die Titel von MTU Aero Engines(MTXGn.DE).
In London konnte der Spirituosenkonzern Diageo(DGE.L) mit seinen Zahlen bei Anlegern punkten, was die Aktien um 6,3 Prozent ins Plus hievte. Für lange Gesichter sorgten hingegen die Finanzberichte des Informationsdienstleisters Wolters Kluwer(WLSNc.AS) und des Lebensmitteleinzelhändlers Ahold Delhaize(AD.AS), die in Amsterdam 7,3 und 2,4 Prozent einbüßten.An der Börse in Kopenhagen zogen Novo Nordisk(NOVOb.CO) hingegen um 2,5 Prozent an. Der dänische Pharmakonzern blickt dank eines starken Verkaufsstarts seiner neuen Abnehmpille optimistischer auf das Gesamtjahr.
(Bericht von Anika Ross, Sanne Schimanski. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)