16.04.26
08:27
Reuters
Frankfurt, 16. Apr (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
10.25 Uhr - Ein überraschend hoher operativer Gewinn gibt den Aktien des niederländischen Navigationsspezialisten TomTom(TOM2.AS) Rückenwind. Die Titel klettern an der Börse in Amsterdam um rund 3,5 Prozent. TomTom wies für das erste Quartal trotz eines Umsatzrückgangs ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 13,8 Millionen Euro aus. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit sieben Millionen Euro gerechnet. Den kräftigen Gewinnsprung führte TomTom auf höhere Margen und niedrigere Betriebskosten nach einer Umstrukturierung zurück. "Wir haben eine Phase hoher Investitionen in eine neue Kartenplattform hinter uns, und das hat es uns ermöglicht, unsere Organisation zu vereinfachen und zu straffen", sagte Konzernchef Harold Goddijn der Nachrichtenagentur Reuters. Im Zuge des Umbaus hatte das Unternehmen, das unter anderem Microsoft(MSFT.O), Uber(UBER.N) und Volkswagen(VOWG_p.DE) zu seinen Kunden zählt, im Juni 2025 den Abbau von 300 Stellen angekündigt.
10.00 Uhr - Ein Umsatzanstieg im ersten Quartal macht die Aktien von DocMorris(DOCM.S) begehrt. Die Titel der Schweizer Online-Apotheke gewinnen bis zu 8,7 Prozent. Der Umsatz kletterte im ersten Quartal um 11,7 Prozent auf 303,8 Millionen Franken. "Ein starker Start ins Jahr", heißt es in einem Kommentar der Investmentbank Jefferies. Im MDax(.MDAXI) notieren die Aktien der Online-Apotheke Redcare Pharmacy(RDC.DE) mehr als fünf Prozent fester.
07.35 Uhr - Zweifel an einem baldigen Frieden in Nahost schieben den Ölpreis etwas an. Das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) verteuern sich jeweils um rund ein halbes Prozent auf 95,29 beziehungsweise 91,70 Dollar je Fass. "Obwohl Hoffnungen auf eine Deeskalation bestehen, bleiben viele Investoren skeptisch, da die Gespräche zwischen den USA und dem Iran immer wieder gescheitert sind, selbst nachdem sie scheinbar Fortschritte erzielt hatten," sagt Toshitaka Tazawa, Analyst bei Fujitomi Securities. Bis ein Friedensabkommen erzielt und die freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus wiederhergestellt sei, dürften die WTI-Preise voraussichtlich weiterhin zwischen 80 und 100 Dollar schwanken, prognostiziert der Experte. Der Krieg in Nahost hat zu der bislang größten Unterbrechung der weltweiten Öl- und Erdgasversorgung geführt. Insidern zufolge zieht der Iran in den Verhandlungen mit den USA nun eine teilweise Öffnung der Straße von Hormus in Erwägung. Damit rückt die Islamische Republik erstmals von Maximalforderungen ab. Bislang wollte die Regierung in Teheran Gebühren für die Durchfahrt durch die internationale Wasserstraße erheben und die Souveränität über die Meerenge beanspruchen. Seit dem 8. April gilt eine zweiwöchige Feuerpause zwischen den USA und dem Iran.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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