30.03.26
20:27
Reuters
| * Verluste im Handelsverlauf | |
| * | Fed-Chef Powell: Warten bei Zinspolitik erst einmal ab |
| (Neu: Schlusskurse) | |
| New York, 30. Mrz (Reuters) - Widersprüchliche Signale | |
| von US-Präsident Donald Trump zum Iran und eine Ausweitung des | |
| Nahost-Kriegs haben an der Wall Street überwiegend für | |
| nachgebende Kurse gesorgt. Der S&P500(.SPX) verlor 0,40 Prozent | |
| auf 6343 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) | |
| gab 0,7 Prozent auf 20.795 Zähler nach. Der | |
| Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte stieg dagegen leicht um | |
| 0,1 Prozent auf 45.219 Stellen. | |
Zu Handelsbeginn hatten alle drei Indizes nach den starken Verlusten der vorangegangenen Sitzung noch im Plus gelegen. Trump hatte erklärt, die USA befänden sich in ernsthaften Gesprächen mit einem "vernünftigeren Regime", um den Krieg zu beenden. Zugleich wiederholte er jedoch seine Forderung, die Straße von Hormus zu öffnen. Andernfalls würden iranische Ölquellen und Kraftwerke angegriffen werden. Die Regierung in Teheran bezeichnete die US-Friedensvorschläge als unrealistisch.
Der Konflikt eskalierte, nachdem die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz aus dem Jemen am Wochenende in den Krieg eingetreten war. "Die Regierung sendet weiterhin widersprüchliche Signale", sagte Rick Meckler, Partner beim Vermögensverwalter Cherry Lane Investments. "Wenn eine Äußerung auf ein aggressiveres Vorgehen schließen lässt, kommt es zu Verkäufen."
Investoren blickten vor allem auf die seit Kriegsbeginn stark gestiegenen Ölpreise und deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Sowohl die US-Sorte WTI als auch Nordseeöl der Sorte Brent verteuerten sich. Äußerungen des US-Notenbankchefs Jerome Powell stützten die Aktienmärkte jedoch etwas. Powell erklärte, die längerfristigen Inflationserwartungen schienen trotz des aktuellen Energieschocks stabil zu bleiben. Die Federal Reserve (Fed) müsse noch nicht entscheiden, wie sie auf die jüngsten Turbulenzen reagiere. An den Finanzmärkten wird für dieses Jahr eher nicht mehr mit einer Zinssenkung gerechnet. Vor Beginn des Krieges waren noch zwei Schritte nach unten erwartet worden.
Unter den Einzelwerten gehörten Technologieaktien(.SPLRCT) zu den größten Verlierern im S&P 500. Der Energieindex(.SPNY) gab leicht nach. Der Finanzsektor(.SPSY) legte dagegen zu. Hintergrund waren lang erwartete Richtlinien des US-Arbeitsministeriums. Diese sollen klären, wie Treuhänder alternative Vermögenswerte in die in den USA weit verbreiteten 401(k)-Altersvorsorgepläne aufnehmen können. In der Folge stiegen Aktien von Vermögensverwaltern wie Blackstone(BX.N) und KKR(KKR.N).
(Bericht von Caroline Valetkevitch. Geschrieben von Ralf Bode. Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
30.03.26
20:27
Reuters
New York, 30. Mrz (Reuters) - Widersprüchliche Signale von US-Präsident Donald Trump zum Iran und eine Ausweitung des Nahost-Kriegs haben an der Wall Street überwiegend für nachgebende Kurse gesorgt. Der S&P500(.SPX) verlor 0,40 Prozent auf 6343 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) gab 0,7 Prozent auf 20.795 Zähler nach. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte stieg dagegen leicht um 0,1 Prozent auf 45.219 Stellen.
Zu Handelsbeginn hatten alle drei Indizes nach den starken Verlusten der vorangegangenen Sitzung noch im Plus gelegen. Trump hatte erklärt, die USA befänden sich in ernsthaften Gesprächen mit einem "vernünftigeren Regime", um den Krieg zu beenden. Zugleich wiederholte er jedoch seine Forderung, die Straße von Hormus zu öffnen. Andernfalls würden iranische Ölquellen und Kraftwerke angegriffen werden. Die Regierung in Teheran bezeichnete die US-Friedensvorschläge als unrealistisch.
Der Konflikt eskalierte, nachdem die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz aus dem Jemen am Wochenende in den Krieg eingetreten war. "Die Regierung sendet weiterhin widersprüchliche Signale", sagte Rick Meckler, Partner beim Vermögensverwalter Cherry Lane Investments. "Wenn eine Äußerung auf ein aggressiveres Vorgehen schließen lässt, kommt es zu Verkäufen."
Investoren blickten vor allem auf die seit Kriegsbeginn stark gestiegenen Ölpreise und deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Sowohl die US-Sorte WTI als auch Nordseeöl der Sorte Brent verteuerten sich. Äußerungen des US-Notenbankchefs Jerome Powell stützten die Aktienmärkte jedoch etwas. Powell erklärte, die längerfristigen Inflationserwartungen schienen trotz des aktuellen Energieschocks stabil zu bleiben. Die Federal Reserve (Fed) müsse noch nicht entscheiden, wie sie auf die jüngsten Turbulenzen reagiere. An den Finanzmärkten wird für dieses Jahr eher nicht mehr mit einer Zinssenkung gerechnet. Vor Beginn des Krieges waren noch zwei Schritte nach unten erwartet worden.
Unter den Einzelwerten gehörten Technologieaktien(.SPLRCT) zu den größten Verlierern im S&P 500. Der Energieindex(.SPNY) gab leicht nach. Der Finanzsektor(.SPSY) legte dagegen zu. Hintergrund waren lang erwartete Richtlinien des US-Arbeitsministeriums. Diese sollen klären, wie Treuhänder alternative Vermögenswerte in die in den USA weit verbreiteten 401(k)-Altersvorsorgepläne aufnehmen können. In der Folge stiegen Aktien von Vermögensverwaltern wie Blackstone(BX.N) und KKR(KKR.N).
(Bericht von Caroline Valetkevitch. Geschrieben von Ralf Bode. Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)