03.02.26
18:42
Reuters
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Neues KI-Produkt von Anthropic lässt Tech-Aktien einbrechen
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Gold auf Kurs zum größten Tagesplus seit November 2008
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US-Jet schießt iranische Drohne ab - Ölpreis steigt
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Palantir und Teradyne im Aufwind - PayPal und Pfizer unter Druck
| (Neu: Tech-Aktien, Walmart, Edelmetalle, Öl) |
| Frankfurt, 03. Feb (Reuters) - Ein Ausverkauf bei den |
| Technologieaktien hat die US-Börsen ins Minus gedrückt. Der |
| Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte notierte am Dienstag |
| knapp ein Prozent tiefer bei 48.968 Punkten. Der breiter |
| gefasste S&P 500 gab 1,3 Prozent auf 6889 Zähler nach. Der |
| Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) verlor knapp zwei |
| Prozent auf 23.143 Stellen. |
Belastet wurden die Börsenbarometer von fallenden Datenanalyse- und Softwareaktien. Als Auslöser nannten Händler Sorgen über die Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz (KI) nach der Einführung eines Zusatzmoduls für den Chatbot Claude des KI-Unternehmens Anthropic. Dabei handelt es sich um ein Plugin, mit dem sich das Sprachmodell für juristische Aufgaben einsetzen lässt. Die US-notierten Titel des kanadischen Medienkonzerns Thomson Reuters(TRI.N), zu dem neben der Nachrichtenagentur Reuters auch die juristische Datenbank Westlaw gehört, rutschten um mehr als 18 Prozent ab.
Unter die Räder gerieten auch Softwareunternehmen. So fielen die Kurse von Microsoft(MSFT.O), Oracle(ORCL.N), Salesforce(CRM.N), ServiceNow(NOW.N) und Adobe(ADBE.O) um knapp drei bis fast acht Prozent. "Softwareunternehmen galten eigentlich als Gewinner des KI-Booms", sagte Lars Skovgaard, Stratege bei der Danske Bank. "Aber plötzlich kommt die Sorge auf, ob sich die Investitionen überhaupt wieder einspielen - und ob man nicht von neuen Entwicklungen überholt wird."
Statt bei Technologieaktien griffen Anleger bei Aktien aus konjunkturunabhängigen Sektoren zu. So legte Walmart(WMT.O) um rund drei Prozent zu, was seinen Börsenwert über die Marke von einer Billion Dollar hievte. Damit stieß das Unternehmen als erster Einzelhändler in einen exklusiven Kreis besonders wertvoller Konzerne vor, dem unter anderem die Tech-Riesen Nvidia(NVDA.O), Microsoft(MSFT.O) und Alphabet(GOOGL.O) angehören.
Nach dem massiven Einbruch am Edelmetallmarkt gingen die Preise für Gold und Silber indes auf Erholungskurs. Eine Feinunze Gold(XAU=) verteuerte sich um rund sechs Prozent auf 4943 Dollar und steuerte damit auf das größte Tagesplus seit November 2008 zu. Silber(XAG=) legte um 6,5 Prozent auf 84,59 Dollar zu. In den beiden vorangegangenen Handelstagen hatten die Edelmetalle den stärksten Einbruch seit Jahrzehnten verzeichnet. Auslöser waren die Nominierung von Kevin Warsh zum neuen Chef der US-Notenbank Fed und eine Anhebung der Einschussanforderungen für Termingeschäfte durch die Börse CME.
Neu entflammte Sorgen über den US-Iran-Konflikt stützten indes die Preise am Ölmarkt. Die Nordsee-Rohölsorte Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verteuerten sich um jeweils rund 1,5 Prozent auf 67,16 und 63,07 Dollar je Fass (159 Liter). Ein US-Kampfjet vom Typ F-35 schoss einem Insider zufolge eine iranische Drohne über dem Arabischen Meer ab. Stellungnahmen der beiden Staaten lagen zunächst nicht vor.
Zugleich ging es mit der Bilanzsaison weiter. Für gute Stimmung sorgte vor allem Palantir(PLTR.O) mit einem Kurssprung von 6,6 Prozent. Der umstrittene Datenanalyse-Spezialist hat Kritik an seiner Zusammenarbeit mit der US-Regierung zurückgewiesen. Zudem peilt der Konzern nach einem überraschend starken vierten Quartal ein Umsatzplus von mehr als 60 Prozent im Geschäftsjahr 2026 an. "Diese Zahlen stützen den KI-Trade", sagte John Campbell, Portfoliomanager bei der Investmentgesellschaft Allspring. Nach einem positiv aufgenommenen Finanzbericht waren auch die Titel des US-Chipausrüsters Teradyne(TER.O) gefragt, die um fast zwölf Prozent zulegten.
Der Zahlungsabwickler PayPal(PYPL.O) und der Pharmakonzern Pfizer(PFE.N) konnten mit ihren Geschäftszahlen hingegen nicht bei Anlegern punkten. Die Aktien rutschten um mehr als 20 Prozent ab.
(Bericht von Sanne Schimanski Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
03.02.26
18:42
Reuters
Neues KI-Produkt von Anthropic lässt Tech-Aktien einbrechen
Gold auf Kurs zum größten Tagesplus seit November 2008
US-Jet schießt iranische Drohne ab - Ölpreis steigt
Palantir und Teradyne im Aufwind - PayPal und Pfizer unter Druck
(Neu: Tech-Aktien, Walmart, Edelmetalle, Öl)
Frankfurt, 03. Feb (Reuters) - Ein Ausverkauf bei den Technologieaktien hat die US-Börsen ins Minus gedrückt. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte notierte am Dienstag knapp ein Prozent tiefer bei 48.968 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 1,3 Prozent auf 6889 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) verlor knapp zwei Prozent auf 23.143 Stellen.
Belastet wurden die Börsenbarometer von fallenden Datenanalyse- und Softwareaktien. Als Auslöser nannten Händler Sorgen über die Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz (KI) nach der Einführung eines Zusatzmoduls für den Chatbot Claude des KI-Unternehmens Anthropic. Dabei handelt es sich um ein Plugin, mit dem sich das Sprachmodell für juristische Aufgaben einsetzen lässt. Die US-notierten Titel des kanadischen Medienkonzerns Thomson Reuters(TRI.N), zu dem neben der Nachrichtenagentur Reuters auch die juristische Datenbank Westlaw gehört, rutschten um mehr als 18 Prozent ab.
Unter die Räder gerieten auch Softwareunternehmen. So fielen die Kurse von Microsoft(MSFT.O), Oracle(ORCL.N), Salesforce(CRM.N), ServiceNow(NOW.N) und Adobe(ADBE.O) um knapp drei bis fast acht Prozent. "Softwareunternehmen galten eigentlich als Gewinner des KI-Booms", sagte Lars Skovgaard, Stratege bei der Danske Bank. "Aber plötzlich kommt die Sorge auf, ob sich die Investitionen überhaupt wieder einspielen - und ob man nicht von neuen Entwicklungen überholt wird."
Statt bei Technologieaktien griffen Anleger bei Aktien aus konjunkturunabhängigen Sektoren zu. So legte Walmart(WMT.O) um rund drei Prozent zu, was seinen Börsenwert über die Marke von einer Billion Dollar hievte. Damit stieß das Unternehmen als erster Einzelhändler in einen exklusiven Kreis besonders wertvoller Konzerne vor, dem unter anderem die Tech-Riesen Nvidia(NVDA.O), Microsoft(MSFT.O) und Alphabet(GOOGL.O) angehören.
Nach dem massiven Einbruch am Edelmetallmarkt gingen die Preise für Gold und Silber indes auf Erholungskurs. Eine Feinunze Gold(XAU=) verteuerte sich um rund sechs Prozent auf 4943 Dollar und steuerte damit auf das größte Tagesplus seit November 2008 zu. Silber(XAG=) legte um 6,5 Prozent auf 84,59 Dollar zu. In den beiden vorangegangenen Handelstagen hatten die Edelmetalle den stärksten Einbruch seit Jahrzehnten verzeichnet. Auslöser waren die Nominierung von Kevin Warsh zum neuen Chef der US-Notenbank Fed und eine Anhebung der Einschussanforderungen für Termingeschäfte durch die Börse CME.
Neu entflammte Sorgen über den US-Iran-Konflikt stützten indes die Preise am Ölmarkt. Die Nordsee-Rohölsorte Brent(LCOc1) und US-Leichtöl WTI(CLc1) verteuerten sich um jeweils rund 1,5 Prozent auf 67,16 und 63,07 Dollar je Fass (159 Liter). Ein US-Kampfjet vom Typ F-35 schoss einem Insider zufolge eine iranische Drohne über dem Arabischen Meer ab. Stellungnahmen der beiden Staaten lagen zunächst nicht vor.
Zugleich ging es mit der Bilanzsaison weiter. Für gute Stimmung sorgte vor allem Palantir(PLTR.O) mit einem Kurssprung von 6,6 Prozent. Der umstrittene Datenanalyse-Spezialist hat Kritik an seiner Zusammenarbeit mit der US-Regierung zurückgewiesen. Zudem peilt der Konzern nach einem überraschend starken vierten Quartal ein Umsatzplus von mehr als 60 Prozent im Geschäftsjahr 2026 an. "Diese Zahlen stützen den KI-Trade", sagte John Campbell, Portfoliomanager bei der Investmentgesellschaft Allspring. Nach einem positiv aufgenommenen Finanzbericht waren auch die Titel des US-Chipausrüsters Teradyne(TER.O) gefragt, die um fast zwölf Prozent zulegten.
Der Zahlungsabwickler PayPal(PYPL.O) und der Pharmakonzern Pfizer(PFE.N) konnten mit ihren Geschäftszahlen hingegen nicht bei Anlegern punkten. Die Aktien rutschten um mehr als 20 Prozent ab.
(Bericht von Sanne Schimanski Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)