29.01.26
21:28
Reuters
Nach unten zogen die Börsenbarometer vor allem die Titel des Softwareriesen Microsoft(MSFT.O), die nach negativ aufgenommenen Geschäftszahlen zehn Prozent einbüßten. Auch der Elektroautopionier Tesla(TSLA.O) konnte seine anfänglichen Kursgewinne nicht halten und gab nach seinem ersten Jahresumsatzminus rund 3,5 Prozent nach. "Die Anleger haben lange Zeit einfach Geld hineingeworfen, doch inzwischen haben sie einen Punkt erreicht, an dem sie genauer hinschauen und prüfen, was tatsächlich dahintersteckt", sagte Max Wasserman, Mitgründer der Investmentgesellschaft Miramar. "Der Fokus der Marktteilnehmer verschiebt sich von Wachstumsversprechen hin zum Zeitpunkt und zur Rentabilität der KI-Investitionen", erläuterte Jake Behan vom Finanzdienstleister Direxion.
Gefragt nach Zahlenvorlage waren hingegen die Facebook-Mutter Meta(META.O) und der IT-Dienstleister IBM(IBM.N), die um gut zehn und fünf Prozent zulegten. "Das ist eine ganz andere Geschichte als noch im vergangenen Quartal", sagte Adam Turnquist, Chefstratege beim Broker LPL.
Im Fokus standen auch Bilanzen aus anderen Branchen. So konnten die Fluggesellschaft Southwest(LUV.N), der Rüstungskonzern Lockheed Martin(LMT.N), der Baumaschinenhersteller Caterpillar(CAT.N) und der Industriekonzern Honeywell(HON.O) mit ihren Geschäftszahlen bei Anlegern punkten. Die Titel legten um vier bis 15,5 Prozent zu. Unter Druck gerieten hingegen Unternehmen wie der Hausgerätehersteller Whirlpool(WHR.N), der Tabakhersteller Altria(MO.N) und der Chemiekonzern Dow(DOW.N), die zwischen knapp zwei und gut sieben Prozent einbüßten.
Am Ölmarkt kletterten die Preise für das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) aus Angst vor Versorgungsengpässen um jeweils mehr als drei Prozent auf 70,59 und 65,33 Dollar je Fass. Die Kontrakte, die seit Montag um jeweils knapp acht Prozent gestiegen sind, notierten zuletzt auf dem höchsten Stand seit Anfang August und Ende September. Der Iran ist mit einer Fördermenge von 3,2 Millionen Barrel pro Tag der viertgrößte Ölproduzent unter den erdölexportierenden Ländern (OPEC).
Am Devisenmarkt konnte die US-Währung trotz einer Zinssenkungspause der US-Notenbank Fed keinen Boden gutmachen. Der Dollar-Index(.DXY) verlor 0,2 Prozent auf 96,247 Punkte. Die von US-Präsident Trump immer wieder zu Zinssenkungen gedrängte Notenbank beließ den Leitzins am Mittwoch in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. "Wir rechnen derzeit nicht vor der Fed-Sitzung im Juni, der ersten unter Leitung des Nachfolgers von Jerome Powell, mit einer erneuten Leitzinssenkung", prognostizierten die Analysten der LBBW. Die Inflationsgefahren in Verbindung mit der US-Zollpolitik seien noch nicht vom Tisch.
(Bericht von Sanne Schimanski. Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
29.01.26
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Reuters
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| Steigende Kosten überschatten Microsofts robuste Zahlen |
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| Tesla verzeichnet erstes Jahres-Umsatzminus |
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| Meta begeistert Anleger |
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| (Neu: Schlusskurse) |
| Frankfurt, 29. Jan (Reuters) - Sorgen um die |
| Rentabilität der hohen Ausgaben für Künstliche Intelligenz (KI) |
| haben die US-Börsen am Donnerstag belastet. Vor allem |
| enttäuschende Zahlen von Microsoft und SAP drückten auf die |
| Stimmung und zogen den technologielastigen Nasdaq-Index nach |
| unten. Standardwerte hielten sich dagegen besser. Der |
| Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte notierte zum |
| Handelsschluss 0,04 Prozent höher bei 49.037 Punkten. Der |
| breiter gefasste S&P 500 gab dagegen 0,2 Prozent auf 6968 |
| Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) verlor |
| 0,8 Prozent auf 23.678 Stellen. |
Nach unten zogen die Börsenbarometer vor allem die Titel des Softwareriesen Microsoft(MSFT.O), die nach negativ aufgenommenen Geschäftszahlen zehn Prozent einbüßten. Auch der Elektroautopionier Tesla(TSLA.O) konnte seine anfänglichen Kursgewinne nicht halten und gab nach seinem ersten Jahresumsatzminus rund 3,5 Prozent nach. "Die Anleger haben lange Zeit einfach Geld hineingeworfen, doch inzwischen haben sie einen Punkt erreicht, an dem sie genauer hinschauen und prüfen, was tatsächlich dahintersteckt", sagte Max Wasserman, Mitgründer der Investmentgesellschaft Miramar. "Der Fokus der Marktteilnehmer verschiebt sich von Wachstumsversprechen hin zum Zeitpunkt und zur Rentabilität der KI-Investitionen", erläuterte Jake Behan vom Finanzdienstleister Direxion.
Gefragt nach Zahlenvorlage waren hingegen die Facebook-Mutter Meta(META.O) und der IT-Dienstleister IBM(IBM.N), die um gut zehn und fünf Prozent zulegten. "Das ist eine ganz andere Geschichte als noch im vergangenen Quartal", sagte Adam Turnquist, Chefstratege beim Broker LPL.
Im Fokus standen auch Bilanzen aus anderen Branchen. So konnten die Fluggesellschaft Southwest(LUV.N), der Rüstungskonzern Lockheed Martin(LMT.N), der Baumaschinenhersteller Caterpillar(CAT.N) und der Industriekonzern Honeywell(HON.O) mit ihren Geschäftszahlen bei Anlegern punkten. Die Titel legten um vier bis 15,5 Prozent zu. Unter Druck gerieten hingegen Unternehmen wie der Hausgerätehersteller Whirlpool(WHR.N), der Tabakhersteller Altria(MO.N) und der Chemiekonzern Dow(DOW.N), die zwischen knapp zwei und gut sieben Prozent einbüßten.
Am Ölmarkt kletterten die Preise für das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) aus Angst vor Versorgungsengpässen um jeweils mehr als drei Prozent auf 70,59 und 65,33 Dollar je Fass. Die Kontrakte, die seit Montag um jeweils knapp acht Prozent gestiegen sind, notierten zuletzt auf dem höchsten Stand seit Anfang August und Ende September. Der Iran ist mit einer Fördermenge von 3,2 Millionen Barrel pro Tag der viertgrößte Ölproduzent unter den erdölexportierenden Ländern (OPEC).
Am Devisenmarkt konnte die US-Währung trotz einer Zinssenkungspause der US-Notenbank Fed keinen Boden gutmachen. Der Dollar-Index(.DXY) verlor 0,2 Prozent auf 96,247 Punkte. Die von US-Präsident Trump immer wieder zu Zinssenkungen gedrängte Notenbank beließ den Leitzins am Mittwoch in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. "Wir rechnen derzeit nicht vor der Fed-Sitzung im Juni, der ersten unter Leitung des Nachfolgers von Jerome Powell, mit einer erneuten Leitzinssenkung", prognostizierten die Analysten der LBBW. Die Inflationsgefahren in Verbindung mit der US-Zollpolitik seien noch nicht vom Tisch.
(Bericht von Sanne Schimanski. Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)