11.05.26
09:00
Reuters
| * | Negativer Cashflow weitet sich aus | |
| * | Gea-Aktie Schlusslicht im Dax | |
| * | Operatives Geschäft legt zu | |
| * | Prognose bestätigt | |
(Neu durchgeschrieben mit Aktienkurs, Cashflow, Auftragseingang)
| Frankfurt, 11. Mai (Reuters) - Ein überraschend |
| schwacher Cashflow hat die Anleger des Maschinen- und |
| Anlagenbauers Gea(G1AG.DE) verschreckt. Die Aktien fielen am |
| Montag um mehr als fünf Prozent und waren damit Schlusslicht im |
| Dax(.GDAXI), obwohl das Düsseldorfer Unternehmen im ersten |
| Quartal dank einer starken Nachfrage nach Neumaschinen mehr |
| umsetzte und verdiente. Der freie Cashflow weitete sich in den |
| ersten drei Monaten auf minus 190,3 Millionen Euro aus, nach |
| minus 48,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. |
Analysten von JPMorgan sprachen vom schwächsten Cashflow in einem ersten Quartal seit 2018 und warnten, dies werde die Aktie belasten. Experten von Jefferies bezeichneten die Cash-Generierung als "ziemlich schwach" und führten den Rückgang auf den Aufbau von Betriebskapital sowie variable Vergütungszahlungen zurück. Gea selbst begründete die Entwicklung mit dem Aufbau des Nettoumlaufvermögens nach einem sehr niedrigen Niveau zum Jahresende.
Im operativen Geschäft lief es für den Konzern dagegen rund. Das Betriebsergebnis (Ebitda) stieg um 3,9 Prozent auf 205,9 Millionen Euro, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Die entsprechende Marge verbesserte sich auf 16,2 Prozent nach 15,8 Prozent im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz wuchs um 1,2 Prozent auf rund 1,27 Milliarden Euro, auch der Auftragseingang legte leicht zu. "Wir haben wie geplant alle wesentlichen Kennzahlen erneut verbessert. Speziell beim Neumaschinengeschäft haben wir zugelegt", sagte Konzernchef Stefan Klebert.
Das Unternehmen bekräftigte seine Prognose für das laufende Jahr. Diese sieht ein organisches Umsatzwachstum zwischen fünf und sieben Prozent sowie eine Ebitda-Marge von 16,6 bis 17,2 Prozent vor. Die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten im Zuge des Iran-Krieges hätten keinen spürbaren Einfluss auf die Geschäfte gehabt, hieß es weiter. Gea betreibt in der Region keine Produktionsstätten und beliefert vor allem die wenig konjunkturanfällige Nahrungsmittel-, Pharma- und Getränkeindustrie.
(Bericht von Philipp Krach, Mitarbeit Amir Orusov, redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
11.05.26
09:00
Reuters
Frankfurt, 11. Mai (Reuters) - Ein überraschend schwacher Cashflow hat die Anleger des Maschinen- und Anlagenbauers Gea(G1AG.DE) verschreckt. Die Aktien fielen am Montag um mehr als fünf Prozent und waren damit Schlusslicht im Dax(.GDAXI), obwohl das Düsseldorfer Unternehmen im ersten Quartal dank einer starken Nachfrage nach Neumaschinen mehr umsetzte und verdiente. Der freie Cashflow weitete sich in den ersten drei Monaten auf minus 190,3 Millionen Euro aus, nach minus 48,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Analysten von JPMorgan sprachen vom schwächsten Cashflow in einem ersten Quartal seit 2018 und warnten, dies werde die Aktie belasten. Experten von Jefferies bezeichneten die Cash-Generierung als "ziemlich schwach" und führten den Rückgang auf den Aufbau von Betriebskapital sowie variable Vergütungszahlungen zurück. Gea selbst begründete die Entwicklung mit dem Aufbau des Nettoumlaufvermögens nach einem sehr niedrigen Niveau zum Jahresende.
Im operativen Geschäft lief es für den Konzern dagegen rund. Das Betriebsergebnis (Ebitda) stieg um 3,9 Prozent auf 205,9 Millionen Euro, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Die entsprechende Marge verbesserte sich auf 16,2 Prozent nach 15,8 Prozent im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz wuchs um 1,2 Prozent auf rund 1,27 Milliarden Euro, auch der Auftragseingang legte leicht zu. "Wir haben wie geplant alle wesentlichen Kennzahlen erneut verbessert. Speziell beim Neumaschinengeschäft haben wir zugelegt", sagte Konzernchef Stefan Klebert.
Das Unternehmen bekräftigte seine Prognose für das laufende Jahr. Diese sieht ein organisches Umsatzwachstum zwischen fünf und sieben Prozent sowie eine Ebitda-Marge von 16,6 bis 17,2 Prozent vor. Die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten im Zuge des Iran-Krieges hätten keinen spürbaren Einfluss auf die Geschäfte gehabt, hieß es weiter. Gea betreibt in der Region keine Produktionsstätten und beliefert vor allem die wenig konjunkturanfällige Nahrungsmittel-, Pharma- und Getränkeindustrie.
(Bericht von Philipp Krach, Mitarbeit Amir Orusov, redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)