08.05.26
07:33
Reuters
Frankfurt, 08. Mai (Reuters) - Die neuen Gefechte zwischen den USA und Iran haben den Dax(.GDAXI) am Freitag belastet. Der deutsche Leitindex verlor ein Prozent auf 24.410 Zähler. "Wieder einmal wird klar, dass die Börsen die Friedensglocke zu früh geläutet haben", sagt Thomas Altmann von QC Partners. Friede sei weiterhin nur eine Hoffnung und keine Realität. Die Öl-Notierungen zogen nach dem Preisrutsch der vergangenen Tage wieder an. Das Nordseeöl Brent(LCOc1) stieg in der Spitze um 2,9 Prozent auf 102,92 Dollar je Fass.
Die wiederaufgeflammten militärischen Auseinandersetzungen gefährdeten die seit einem Monat geltende Waffenruhe in Nahost. Viele Investoren bezweifeln inzwischen, dass eine diplomatische Lösung des Konflikts in Aussicht ist. Trotz der jüngsten Eskalation betonte US-Präsident Donald Trump jedoch, dass die Verhandlungen mit Teheran weitergingen. Die US-Regierung hatte zuletzt einen Vorschlag zur formellen Beendigung des Konflikts vorgelegt. Dieser klammert jedoch zentrale US-Forderungen aus, wie die Aussetzung des iranischen Atomprogramms und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus.
Zu den größten Verlierern im Dax zählten die Aktien der Commerzbank(CBKG.DE), obwohl das Finanzinstitut mit einem Nettogewinn von 913 Millionen Euro im ersten Quartal die Erwartungen der Analysten übertraf. Die Bank setzt sich im Abwehrkampf gegen die Übernahme-Ambitionen von UniCredit(CRDI.MI) ehrgeizigere Ziele und will dazu weitere rund 3000 Arbeitsplätze abbauen. Die Aktien gaben gut drei Prozent nach.
Im MDax(.MDAXI) rückten die Papiere von Bechtle(BC8G.DE) in der Spitze um 6,3 Prozent vor. Das schwäbische IT-Systemhaus ist dank einer hohen Nachfrage von Industrie und Behörden mit einem Gewinnsprung in das Jahr gestartet.
Am Nachmittag rückt der US-Arbeitsmarktbericht für April in den Mittelpunkt. Außerhalb der Landwirtschaft dürften nur 62.000 neue Jobs hinzugekommen sein, erwarten die von der Nachrichtenagentur Reuters befragten Ökonomen. Im März hatte das Stellenplus noch 178.000 betragen.
(Bericht von Daniela Pegna, redigiert von Elke Ahlswede. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging:
08.05.26
07:33
Reuters
Frankfurt, 08. Mai (Reuters) - Die neuen Gefechte zwischen den USA und Iran haben den Dax(.GDAXI) am Freitag belastet. Der deutsche Leitindex verlor ein Prozent auf 24.410 Zähler. "Wieder einmal wird klar, dass die Börsen die Friedensglocke zu früh geläutet haben", sagt Thomas Altmann von QC Partners. Friede sei weiterhin nur eine Hoffnung und keine Realität. Die Öl-Notierungen zogen nach dem Preisrutsch der vergangenen Tage wieder an. Das Nordseeöl Brent(LCOc1) stieg in der Spitze um 2,9 Prozent auf 102,92 Dollar je Fass.
Die wiederaufgeflammten militärischen Auseinandersetzungen gefährdeten die seit einem Monat geltende Waffenruhe in Nahost. Viele Investoren bezweifeln inzwischen, dass eine diplomatische Lösung des Konflikts in Aussicht ist. Trotz der jüngsten Eskalation betonte US-Präsident Donald Trump jedoch, dass die Verhandlungen mit Teheran weitergingen. Die US-Regierung hatte zuletzt einen Vorschlag zur formellen Beendigung des Konflikts vorgelegt. Dieser klammert jedoch zentrale US-Forderungen aus, wie die Aussetzung des iranischen Atomprogramms und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus.
Zu den größten Verlierern im Dax zählten die Aktien der Commerzbank(CBKG.DE), obwohl das Finanzinstitut mit einem Nettogewinn von 913 Millionen Euro im ersten Quartal die Erwartungen der Analysten übertraf. Die Bank setzt sich im Abwehrkampf gegen die Übernahme-Ambitionen von UniCredit(CRDI.MI) ehrgeizigere Ziele und will dazu weitere rund 3000 Arbeitsplätze abbauen. Die Aktien gaben gut drei Prozent nach.
Im MDax(.MDAXI) rückten die Papiere von Bechtle(BC8G.DE) in der Spitze um 6,3 Prozent vor. Das schwäbische IT-Systemhaus ist dank einer hohen Nachfrage von Industrie und Behörden mit einem Gewinnsprung in das Jahr gestartet.
Am Nachmittag rückt der US-Arbeitsmarktbericht für April in den Mittelpunkt. Außerhalb der Landwirtschaft dürften nur 62.000 neue Jobs hinzugekommen sein, erwarten die von der Nachrichtenagentur Reuters befragten Ökonomen. Im März hatte das Stellenplus noch 178.000 betragen.
(Bericht von Daniela Pegna, redigiert von Elke Ahlswede. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging: