28.04.26
17:39
Reuters
| (Neu: | Weitere Kursentwicklungen an der Wallstreet) | |
| * | Technologie-Börse Nasdaq tiefer im Minus als Dow Jones | |
| * | Bericht über OpenAI schürt Nervosität | |
| * | UPS und General Motors legen Quartalzahlen vor | |
| 28. Apr (Reuters) - Neue Zweifel am Boom der Künstlichen | ||
| Intelligenz (KI) haben der Wall Street am Dienstag einen Dämpfer | ||
| verpasst. Vor allem Technologiewerte ließen Federn: Der | ||
| Auswahlindex Nasdaq(.IXIC) fiel im Vormittagshandel um 1,4 | ||
| Prozent auf 24.530 Punkte. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gab | ||
| 0,8 Prozent auf 7118 Zähler nach. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der | ||
| Standardwerte hielt sich dagegen mit 49.227 Punkten leicht im | ||
| Plus. | ||
Einen Tag vor den Quartalsergebnissen großer Cloud-Anbieter sorgte ein Zeitungsbericht über ein enttäuschendes Wachstum bei OpenAI für Nervosität. Wegen der wachsenden Konkurrenz durch die neuen KI-Modelle des Erzrivalen Anthropic habe OpenAI mehrere Monate in Folge seine Umsatzziele verfehlt, berichtete das "Wall Street Journal". Dies schürte Bedenken, ob der ChatGPT-Entwickler seine enormen Ausgaben für Rechenzentren aufrechterhalten kann. Die Aktien von Oracle(ORCL.N), deren Cloud-Pläne stark von OpenAI abhängen, fielen um 4,1 Prozent. Die Papiere von CoreWeave(CRWV.O) rutschten um 6,2 Prozent ab. Besonders hart traf es die Chipbranche: Nvidia(NVDA.O), AMD(AMD.O) und Arm(ARM.O) verloren 3,5, fünf beziehungsweise 8,8 Prozent.
"Das setzt den Nasdaq und den S&P unter Druck, da Technologie- und Kommunikationswerte etwa 40 Prozent des Leitindex ausmachen", sagte Art Hogan, Chef-Marktstratege bei B Riley Wealth. Dennis Follmer, Anlagechef bei Montis Financial, warnte mit Blick auf die am Mittwoch anstehenden Bilanzen von Amazon, Meta(META.O), Microsoft und Alphabet: "Jede Enttäuschung bei der KI-Nachfrage oder den Investitionsausgaben eines der vier 'Magnificent 7'-Unternehmen könnte den Markt dazu bringen, die jüngste Kursrally infrage zu stellen."
Zusätzlich belastete die festgefahrene Situation im Iran-Krieg die Stimmung. "Eine Beilegung des Krieges, sei es auf militärischem oder diplomatischem Wege, scheint noch in weiter Ferne, auch wenn der Waffenstillstand hält", erklärte Hasnain Malik, Leiter der Abteilung für geopolitische Risiken bei Tellimer Research.
Abseits des KI-Sektors sorgten Firmenbilanzen für Bewegung. Die Aktien des weltgrößten Paketdiensts UPS(UPS.N) gaben um knapp vier Prozent nach, nachdem der Logistikkonzern einen starken Rückgang des bereinigten Quartalsgewinns gemeldet hatte. General Motors(GM.N) hob zwar dank eines robusten US-Automarktes und einer erwarteten Zollerstattung seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr an. Die Aktien des Autobauers notierten leicht im Plus, nachdem sie anfänglich noch rund vier Prozent eingebüßt hatten. Aufwärts ging es dagegen für Coca-Cola(KO.N): Die Papiere legten rund sechs Prozent zu, nachdem der Getränkeriese seine Prognose für den bereinigten Jahresgewinn nach oben geschraubt hatte.
(Bericht von Niket Nishant, Utkarsh Hathi, geschrieben von Stefanie Geiger und Sabine Wollrab, redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
28.04.26
17:39
Reuters
Einen Tag vor den Quartalsergebnissen großer Cloud-Anbieter sorgte ein Zeitungsbericht über ein enttäuschendes Wachstum bei OpenAI für Nervosität. Wegen der wachsenden Konkurrenz durch die neuen KI-Modelle des Erzrivalen Anthropic habe OpenAI mehrere Monate in Folge seine Umsatzziele verfehlt, berichtete das "Wall Street Journal". Dies schürte Bedenken, ob der ChatGPT-Entwickler seine enormen Ausgaben für Rechenzentren aufrechterhalten kann. Die Aktien von Oracle(ORCL.N), deren Cloud-Pläne stark von OpenAI abhängen, fielen um 4,1 Prozent. Die Papiere von CoreWeave(CRWV.O) rutschten um 6,2 Prozent ab. Besonders hart traf es die Chipbranche: Nvidia(NVDA.O), AMD(AMD.O) und Arm(ARM.O) verloren 3,5, fünf beziehungsweise 8,8 Prozent.
IRAN-KRIEG UND FIRMEN-BILANZEN IM BLICK
"Das setzt den Nasdaq und den S&P unter Druck, da Technologie- und Kommunikationswerte etwa 40 Prozent des Leitindex ausmachen", sagte Art Hogan, Chef-Marktstratege bei B Riley Wealth. Dennis Follmer, Anlagechef bei Montis Financial, warnte mit Blick auf die am Mittwoch anstehenden Bilanzen von Amazon, Meta(META.O), Microsoft und Alphabet: "Jede Enttäuschung bei der KI-Nachfrage oder den Investitionsausgaben eines der vier 'Magnificent 7'-Unternehmen könnte den Markt dazu bringen, die jüngste Kursrally infrage zu stellen."
Zusätzlich belastete die festgefahrene Situation im Iran-Krieg die Stimmung. "Eine Beilegung des Krieges, sei es auf militärischem oder diplomatischem Wege, scheint noch in weiter Ferne, auch wenn der Waffenstillstand hält", erklärte Hasnain Malik, Leiter der Abteilung für geopolitische Risiken bei Tellimer Research.
Abseits des KI-Sektors sorgten Firmenbilanzen für Bewegung. Die Aktien des weltgrößten Paketdiensts UPS(UPS.N) gaben um knapp vier Prozent nach, nachdem der Logistikkonzern einen starken Rückgang des bereinigten Quartalsgewinns gemeldet hatte. General Motors(GM.N) hob zwar dank eines robusten US-Automarktes und einer erwarteten Zollerstattung seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr an. Die Aktien des Autobauers notierten leicht im Plus, nachdem sie anfänglich noch rund vier Prozent eingebüßt hatten. Aufwärts ging es dagegen für Coca-Cola(KO.N): Die Papiere legten rund sechs Prozent zu, nachdem der Getränkeriese seine Prognose für den bereinigten Jahresgewinn nach oben geschraubt hatte.
(Bericht von Niket Nishant, Utkarsh Hathi, geschrieben von Stefanie Geiger und Sabine Wollrab, redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)