20.04.26
17:55
Reuters
| * Gewinnserie des Nasdaq-Index bricht ab | |
| * | Ölpreise ziehen erneut an |
| * | US-Energiekonzerne gefragt |
| * | Adobe punktet bei Anlegern mit KI-Agenten |
| (Schwerpunkt Wall Street) | |
| 20. Apr (Reuters) - Nach der jüngsten Rally sind Anleger | |
| an der Wall Street angesichts der Spannungen um die strategisch | |
| wichtige Straße von Hormus wieder in Deckung gegangen. Die | |
| vereinbarte Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran schien auf | |
| der Kippe zu stehen, nachdem die USA am Sonntag ein iranisches | |
| Frachtschiff gekapert hatten. Der Dow-Jones-Index(.DJI) und der | |
| breiter gefasste S&P 500(.SPX) gaben am Montag im Verlauf je | |
| rund ein halbes Prozent auf bis zu 49.246 und 7084 Punkte nach. | |
| Nach einer 13-tägigen Gewinnserie rutschte auch der Index der | |
| Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) in der Spitze um ein Prozent auf | |
| 24.222 Zähler ab. | |
Die Furcht vor einem Scheitern des Waffenstillstands trieb die Ölpreise erneut nach oben. Die Sorte Brent(LCOc1) verteuerte sich in der Spitze um knapp acht Prozent auf bis zu 97,50 Dollar je Barrel, US-Leichtöl WTI(CLc1) zog ähnlich stark auf bis zu 91,20 Dollar an. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus stand am Montag praktisch still; laut Schifffahrtsdaten gab es in den letzten zwölf Stunden nur drei Überfahrten. "Die Meerenge unterliegt weiterhin einer doppelten Blockade, die Unsicherheit über eine Einigung ist größer denn je und die Frist für den Waffenstillstand am Dienstag schwebt über den Märkten", sagte Analyst Nikos Tzabouras von Tradu. Diese Faktoren könnten die Rohölpreise weiter in die Höhe treiben.
Unterdessen erwägt der Iran nun wohl doch eine neue Runde der Friedensgespräche mit den USA in Pakistan. Die Regierung in Teheran stehe einer Beteiligung "positiv" gegenüber, sagte ein iranischer Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. US-Vizepräsident JD Vance und die US-Delegation werden wohl binnen weniger Stunden in Pakistan landen, um Gespräche über den Iran zu führen, sagte US-Präsident Donald Trump der New York Post.
Bei den Einzelwerten trieben die Ölpreise Aktien von US-Energiekonzernen an. Exxon Mobil(XOM.N) und Occidental Petroleum(OXY.N) verteuerten sich jeweils um rund zwei Prozent. Dagegen fielen QXO(QXO.N) um rund fünf Prozent, nachdem der Baustoffhändler die 17 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Bauprodukthändlers TopBuild(BLD.N) angekündigt hatte. Die Aktien von TopBuild sprangen um 18 Prozent nach oben.
Die Vorstellung neuer Software für Künstliche Intelligenz (KI) gab Adobe(ADBE.O) Auftrieb. Die Papiere des Anbieters von Anwendungen wie Photoshop und Lightroom zogen rund zwei Prozent an. Adobe stellte eine Reihe von KI-Agenten vor, die Unternehmenskunden bei der Automatisierung von digitalem Marketing unterstützen sollen. Adobe kündigte zudem an, seine Partnerschaften mit Technologie-Schwergewichten wie Microsoft(MSFT.O), Google(GOOGL.O), Nvidia(NVDA.O) und OpenAI auszubauen, um die neuen Funktionen zu integrieren.
Ein Studienerfolg des dänischen Pharmakonzerns Novo Nordisk(NOVOb.CO) bei einem Mittel gegen Sichelzellanämie setzte die Aktie des Rivalen Agios Pharmaceuticals(AGIO.O) unter Druck. Das Papier des US-Unternehmens brach mehr als 20 Prozent ein.
(Bericht von Stefanie Geiger, redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
20.04.26
17:55
Reuters
Die Furcht vor einem Scheitern des Waffenstillstands trieb die Ölpreise erneut nach oben. Die Sorte Brent(LCOc1) verteuerte sich in der Spitze um knapp acht Prozent auf bis zu 97,50 Dollar je Barrel, US-Leichtöl WTI(CLc1) zog ähnlich stark auf bis zu 91,20 Dollar an. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus stand am Montag praktisch still; laut Schifffahrtsdaten gab es in den letzten zwölf Stunden nur drei Überfahrten. "Die Meerenge unterliegt weiterhin einer doppelten Blockade, die Unsicherheit über eine Einigung ist größer denn je und die Frist für den Waffenstillstand am Dienstag schwebt über den Märkten", sagte Analyst Nikos Tzabouras von Tradu. Diese Faktoren könnten die Rohölpreise weiter in die Höhe treiben.
Unterdessen erwägt der Iran nun wohl doch eine neue Runde der Friedensgespräche mit den USA in Pakistan. Die Regierung in Teheran stehe einer Beteiligung "positiv" gegenüber, sagte ein iranischer Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. US-Vizepräsident JD Vance und die US-Delegation werden wohl binnen weniger Stunden in Pakistan landen, um Gespräche über den Iran zu führen, sagte US-Präsident Donald Trump der New York Post.
Bei den Einzelwerten trieben die Ölpreise Aktien von US-Energiekonzernen an. Exxon Mobil(XOM.N) und Occidental Petroleum(OXY.N) verteuerten sich jeweils um rund zwei Prozent. Dagegen fielen QXO(QXO.N) um rund fünf Prozent, nachdem der Baustoffhändler die 17 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Bauprodukthändlers TopBuild(BLD.N) angekündigt hatte. Die Aktien von TopBuild sprangen um 18 Prozent nach oben.
Die Vorstellung neuer Software für Künstliche Intelligenz (KI) gab Adobe(ADBE.O) Auftrieb. Die Papiere des Anbieters von Anwendungen wie Photoshop und Lightroom zogen rund zwei Prozent an. Adobe stellte eine Reihe von KI-Agenten vor, die Unternehmenskunden bei der Automatisierung von digitalem Marketing unterstützen sollen. Adobe kündigte zudem an, seine Partnerschaften mit Technologie-Schwergewichten wie Microsoft(MSFT.O), Google(GOOGL.O), Nvidia(NVDA.O) und OpenAI auszubauen, um die neuen Funktionen zu integrieren.
Ein Studienerfolg des dänischen Pharmakonzerns Novo Nordisk(NOVOb.CO) bei einem Mittel gegen Sichelzellanämie setzte die Aktie des Rivalen Agios Pharmaceuticals(AGIO.O) unter Druck. Das Papier des US-Unternehmens brach mehr als 20 Prozent ein.
(Bericht von Stefanie Geiger, redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte))