02.03.26
04:51
Reuters
Tokio/Sydney, 02. Mrz (Reuters) - Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten hat am Montag die asiatischen Börsen belastet. Anleger flüchteten angesichts der militärischen Auseinandersetzungen zwischen dem Iran auf der einen und den USA sowie Israel auf der anderen Seite in als sicher geltende Anlagen wie den Dollar und Gold. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 1,4 Prozent auf 58.038,36 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 1,4 Prozent niedriger bei 3.881,71 Zählern. Die Börse in Shanghai(.SSEC) blieb fast unverändert, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stagnierte.
Gegen den Trend hielten sich die Börsen in Shanghai und Shenzhen stabil. Händler verwiesen auf die Erwartung, dass die Regierung in Peking vor einer wichtigen Parlamentssitzung im Laufe der Woche die Märkte stützen könnte. Kursgewinne bei Energiekonzernen wie CNOOC(600968.SS) und PetroChina(601857.SS) sowie bei Rüstungsfirmen glichen Verluste bei Fluggesellschaften wie Air China(601111.SS) aus. In Hongkong(.HSI) hingegen, das stärker von der globalen Marktstimmung beeinflusst wird, ging es bergab. Auch andere asiatische Märkte wie Taiwan(.TWII) und Singapur(.STI) verzeichneten deutliche Verluste. Devisen Am Devisenmarkt war der Dollar als sicherer Hafen gefragt. Die US-Währung profitierte davon, dass die USA ein Netto-Energieexporteur sind. Der Dollar gewann 0,2 Prozent auf 156,26 Yen(JPY=) und legte 0,2 Prozent auf 6,8691 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7679 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu fiel der Euro(EUR=) um 0,2 Prozent auf 1,1791 Dollar und gab um 0,4 Prozent auf 0,9055 Franken(EURCHF=) nach. Ölpreise Die Ölpreise zogen kräftig an. Grund waren Befürchtungen, dass der Konflikt die Lieferungen durch die strategisch wichtige Straße von Hormus beeinträchtigen könnte. Durch die Meerenge wird rund ein Fünftel des weltweit auf dem Seeweg gehandelten Öls transportiert. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 6,2 Prozent auf 77,42 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI notierte 6,1 Prozent fester bei 71,10 Dollar. Wall Street Die US-Börsen hatten am Freitag schwächer geschlossen. Belastet wurden die Kurse von Sorgen um den Kreditmarkt nach dem Kollaps eines britischen Hypothekenfinanzierers sowie von Nervosität bei KI-Aktien. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte verabschiedete sich mit einem Minus von 1,0 Prozent bei 48.977,92 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 verlor 0,4 Prozent auf 6.878,88 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 0,9 Prozent auf 22.668,21 Stellen nach.
(Bericht von Wayne Cole, Katya Golubkova, Yuka Obayashi, Sameer Manekar und Kantaro Komiya, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
02.03.26
04:51
Reuters
Tokio/Sydney, 02. Mrz (Reuters) - Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten hat am Montag die asiatischen Börsen belastet. Anleger flüchteten angesichts der militärischen Auseinandersetzungen zwischen dem Iran auf der einen und den USA sowie Israel auf der anderen Seite in als sicher geltende Anlagen wie den Dollar und Gold. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 1,4 Prozent auf 58.038,36 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 1,4 Prozent niedriger bei 3.881,71 Zählern. Die Börse in Shanghai(.SSEC) blieb fast unverändert, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stagnierte.
Besonders die Börse in Japan litt unter der Sorge vor einem Ölpreisschock, da das Land fast seinen gesamten Ölbedarf importiert. Zu den größten Verlierern zählten daher die Aktien von Fluggesellschaften sowie die Chip-Schwergewichte Advantest(6857.T) und Tokyo Electron(8035.T) mit Kursverlusten von jeweils rund zwei Prozent. Gefragt waren hingegen Energieaktien. So sprangen die Papiere des Öl- und Gasförderers Inpex(1605.T) um sieben Prozent in die Höhe. "Die unmittelbarste und greifbarste Entwicklung (...) ist die faktische Einstellung des Verkehrs durch die Straße von Hormus", sagte Jorge Leon, Analyst bei Rystad Energy.
Gegen den Trend hielten sich die Börsen in Shanghai und Shenzhen stabil. Händler verwiesen auf die Erwartung, dass die Regierung in Peking vor einer wichtigen Parlamentssitzung im Laufe der Woche die Märkte stützen könnte. Kursgewinne bei Energiekonzernen wie CNOOC(600968.SS) und PetroChina(601857.SS) sowie bei Rüstungsfirmen glichen Verluste bei Fluggesellschaften wie Air China(601111.SS) aus. In Hongkong(.HSI) hingegen, das stärker von der globalen Marktstimmung beeinflusst wird, ging es bergab. Auch andere asiatische Märkte wie Taiwan(.TWII) und Singapur(.STI) verzeichneten deutliche Verluste. Devisen Am Devisenmarkt war der Dollar als sicherer Hafen gefragt. Die US-Währung profitierte davon, dass die USA ein Netto-Energieexporteur sind. Der Dollar gewann 0,2 Prozent auf 156,26 Yen(JPY=) und legte 0,2 Prozent auf 6,8691 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7679 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu fiel der Euro(EUR=) um 0,2 Prozent auf 1,1791 Dollar und gab um 0,4 Prozent auf 0,9055 Franken(EURCHF=) nach. Ölpreise Die Ölpreise zogen kräftig an. Grund waren Befürchtungen, dass der Konflikt die Lieferungen durch die strategisch wichtige Straße von Hormus beeinträchtigen könnte. Durch die Meerenge wird rund ein Fünftel des weltweit auf dem Seeweg gehandelten Öls transportiert. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 6,2 Prozent auf 77,42 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI notierte 6,1 Prozent fester bei 71,10 Dollar. Wall Street Die US-Börsen hatten am Freitag schwächer geschlossen. Belastet wurden die Kurse von Sorgen um den Kreditmarkt nach dem Kollaps eines britischen Hypothekenfinanzierers sowie von Nervosität bei KI-Aktien. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte verabschiedete sich mit einem Minus von 1,0 Prozent bei 48.977,92 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 verlor 0,4 Prozent auf 6.878,88 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 0,9 Prozent auf 22.668,21 Stellen nach.
(Bericht von Wayne Cole, Katya Golubkova, Yuka Obayashi, Sameer Manekar und Kantaro Komiya, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)