Montag, 15.06.
Zum Wochenstart liegt der Fokus auf ersten Indikatoren zur konjunkturellen Dynamik. In Deutschland werden am Morgen die Großhandelspreise für den Monat Mai veröffentlicht. Diese gelten als verlässlicher Frühindikator für die allgemeine Inflationsentwicklung in der Eurozone.
Am frühen Nachmittag folgen Daten zur US-Industrieproduktion sowie zur Kapazitätsauslastung. Diese Zahlen geben Aufschluss darüber, wie stark das verarbeitende Gewerbe in den USA aktuell aufgestellt ist und ob die hohen Zinsen erste Bremsspuren in der Industrieproduktion hinterlassen.
Dienstag, 16.06.
Der ZEW-Index für den Monat Juni steht im Mittelpunkt des europäischen Vormittagshandels. Die Konjunkturerwartungen institutioneller Anleger sind ein zentrales Barometer für die Stimmung am deutschen Aktienmarkt und liefern Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung der kommenden sechs Monate.
Zuvor richten sich die Blicke nach Asien: Die Bank of Japan gibt ihre Zinsentscheidung bekannt. Gleichzeitig liefert China ein umfassendes Makro-Update, bestehend aus Zahlen zur Industrieproduktion und den Einzelhandelsumsätzen. Auf Unternehmensebene hält zudem T-Mobile US ihre Hauptversammlung ab, was insbesondere für Anteilseigner der Deutschen Telekom aufgrund der hohen Umsatzgewichtung von Interesse ist.
Mittwoch, 17.06.
Der Mittwoch bringt potenziell marktbestimmende Impulse. Am Nachmittag veröffentlicht die US-Regierung die Einzelhandelsumsätze für Mai. Da der private Konsum das Rückgrat der US-Wirtschaft bildet, haben diese Daten großen Einfluss auf die kurzfristigen Zinserwartungen des Marktes.
Am Abend folgt das Hauptereignis der Woche: Der Zinsentscheid der US-Notenbank (Fed). Begleitet wird die Zinsentscheidung von der Pressekonferenz. Anleger achten hierbei detailliert auf Signale zum zukünftigen Zinspfad und Einschätzungen zum aktuellen Inflationsniveau.
Donnerstag, 18.06.
Für DAX-Anleger rückt am Donnerstag die Hauptversammlung von Volkswagen in den Fokus. Neben der Beschlussfassung über die Gewinnausschüttung dürften Aussagen des Vorstands zur globalen Absatzentwicklung, Margenzielen und zur E-Mobilitätsstrategie den Kurs der Vorzugsaktie bewegen.
Auf makroökonomischer Ebene ziehen die europäischen Notenbanken nach. Sowohl die Bank of England (BoE) als auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) geben ihre Zinsentscheide bekannt. Die Sitzungen könnten deutliche Ausschläge an den Devisenmärkten verursachen.
Mit Spannung werden vor dem Start der Wall Street zudem die Quartalszahlen des IT- und Beratungsriesen Accenture erwartet. Die Ergebnisse des Unternehmens gelten traditionell als wichtiger Gradmesser für die weltweite Investitionsbereitschaft von Unternehmen in den Bereichen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.
