Dienstag, 17.03.
Am Vormittag veröffentlicht das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) die Konjunkturerwartungen für den Monat März. Der Index gilt als verlässliches Stimmungsbarometer für die deutsche Wirtschaft und den DAX.
Da die Erwartungshaltung der Finanzexperten eng mit der Zinspolitik und den globalen Handelsbedingungen verknüpft ist, liefert der Indikator wichtige Vorzeichen für die konjunkturelle Entwicklung im Frühjahr.
Für Tech-Anleger steht zudem die ordentliche Hauptversammlung des US-Chipherstellers Qualcomm auf der Agenda. Vor dem Hintergrund des anhaltenden KI-Booms achten Investoren hier vor allem auf Aussagen zur strategischen Ausrichtung und zu möglichen Kapitalrückflüssen an die Aktionäre.
Mittwoch, 18.03.
Bevor am Abend die US-Notenbank im Fokus steht, liefern die US-Erzeugerpreise (PPI) für den Monat Februar am frühen Nachmittag frische Inflationsdaten. Die Preisentwicklung auf Produzentenebene gilt als relevanter Vorläufer für die künftige Dynamik der Verbraucherpreise.
Das marktbestimmende Ereignis der Woche ist der Zinsentscheid der Federal Reserve (Fed). Die Märkte erwarten eine Bestätigung des aktuellen Leitzinsniveaus in der Spanne um 3,625 Prozent.
Deutlich mehr Kurspotenzial als der eigentliche Entscheid birgt die anschließende Pressekonferenz mit Fed-Chef Jerome Powell sowie die Veröffentlichung der neuen Zinsprojektionen ("Dot Plot"). Anleger suchen hier nach Hinweisen, wie die Währungshüter den geldpolitischen Pfad für den Rest des Jahres 2026 abstecken.
Nach US-Börsenschluss präsentiert der Speicherchip-Hersteller Micron Technology seine Zahlen für das zweite Geschäftsquartal. Als essenzieller Zulieferer für Rechenzentren gelten die Ergebnisse und vor allem die Prognosen von Micron als Seismograph für die fundamentale Hardware-Nachfrage im Halbleiter- und KI-Sektor.
Donnerstag, 19.03.
Am Donnerstag kulminiert die Notenbankwoche in einer massiven Häufung geldpolitischer Entscheidungen. Den Auftakt macht in den frühen Morgenstunden die Bank of Japan (BoJ), deren Zinspfad direkten Einfluss auf die globale Liquidität und den Yen-Carry-Trade hat.
Im Tagesverlauf folgen die Zinsentscheide der Schweizerischen Nationalbank (SNB), der Bank of England (BoE) und schließlich der Europäischen Zentralbank (EZB). Für europäische Anleger ist insbesondere die Kommunikation aus Frankfurt relevant, da sie die Rahmenbedingungen für Euro-Stoxx und DAX maßgeblich bestimmt. Es ist branchenübergreifend mit deutlich erhöhter Volatilität zu rechnen.
Passend zum EZB-Zinsentscheid legt mit Vonovia das größte deutsche Immobilienunternehmen seine Ergebnisse für das abgelaufene Gesamtjahr 2025 vor. Der kapitalintensive Immobiliensektor reagiert traditionell hochsensibel auf die Zinsentwicklung.
Neben der reinen Bilanzierung möglicher Portfolio-Abwertungen wird der Ausblick des DAX-Konzerns auf das laufende Jahr im Zentrum des Anlegerinteresses stehen.
Zusätzlich gewährt der italienische Energieversorger Enel Einblick in seine Bücher. Als Schwergewicht im Euro-Stoxx-50 liefert der Konzern wichtige Daten zur Profitabilität im europäischen Versorgungssektor und zu den Investitionen in die Energiewende.
Um 12:30 Uhr (MEZ) runden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA das Programm ab. Sie dienen den Märkten als aktueller, hochfrequenter Indikator für die Robustheit des US-Arbeitsmarktes.
